Reallöhne in NRW im Jahr 2020 um 0,8 Prozent niedriger als 2019

Dienstag, 23. März 2021

Reallöhne in NRW im Jahr 2020 um 0,8 Prozent niedriger als 2019

Die effektiven Bruttomonatsverdienste der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich in Nordrhein-Westfalen waren im Jahr 2020 real – also preisbereinigt – um 0,8 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

Düsseldorf (IT.NRW). Die effektiven Bruttomonatsverdienste der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich in Nordrhein-Westfalen waren im Jahr 2020 real – also preisbereinigt – um 0,8 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war dies der erste Rückgang der Reallöhne seit 2013 (damals: −1,2 Prozent). Die infolge der Corona-Pandemie gestiegene Zahl der Kurzarbeiter hatte maßgeblichen Anteil an diesem Rückgang.

Auch die Nominallöhne lagen im Jahr 2020 unter dem Vorjahresergebnis (−0,4 Prozent), während die Verbraucherpreise um 0,5 Prozent höher waren als ein Jahr zuvor.

Real- und Nominallohnindex1) der Bruttomonatsverdienste2) vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer/-innen sowie Verbraucherpreisindex in Nordrhein-Westfalen
Zeitraum Reallöhne Nominallöhne Verbraucherpreise
Index (2015 = 100) Zu- bzw. Abnahme3) Index (2015 = 100) Zu- bzw. Abnahme3) Zu- bzw. Abnahme3)
1) Laspeyres-Kettenindex; 2) lfd. Bezüge inkl. Sonderzahlungen; 3) jeweils gegenüber dem Vorjahr
Jahr 2015 100,0 +1,3 % 100,0 +1,9 % +0,6 %
Jahr 2016 101,8 +1,8 % 102,3 +2,3 % +0,5 %
Jahr 2017 102,9 +1,1 % 105,0 +2,6 % +1,5 %
Jahr 2018 103,7 +0,7 % 107,5 +2,4 % +1,7 %
Jahr 2019 104,2 +0,5 % 109,7 +2,0 % +1,5 %
Jahr 2020 103,3 −0,8 % 109,3 −0,4 % +0,5 %

Weitere Ergebnisse der vierteljährlichen Verdiensterhebung für Nordrhein-Westfalen sowie methodische Hinweise stehen im Online-Angebot von IT.NRW unter der Adresse https://www.it.nrw/statistik/wirtschaft-und-umwelt/arbeit/verdienste bereit. (IT.NRW)

(99 / 21) Düsseldorf, den 23. März 2021

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