Rund vier Millionen abhängig Erwerbstätige in NRW von Wochenend-, Abend- oder Nachtarbeit betroffen

Mittwoch, 25. April 2018

Rund vier Millionen abhängig Erwerbstätige in NRW von Wochenend-, Abend- oder Nachtarbeit betroffen

Im Jahr 2016 waren in Nordrhein-Westfalen 4,0 der 7,8 Millionen abhängig Erwerbstätigen von Wochenend-, Abend- oder Nachtarbeit betroffen.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2016 waren in Nordrhein-Westfalen 4,0 der 7,8 Millionen abhängig Erwerbstätigen von Wochenend-, Abend- oder Nachtarbeit betroffen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, befanden sich darunter 2,6 Millionen Erwerbstätige, die regelmäßig zu Sonderarbeitszeiten tätig waren. Von den abhängig Erwerbstätigen hatten 42,2 Prozent am Wochenende und 38,8 Prozent nach 18 Uhr gearbeitet.

Wie die Grafik zeigt, war der Anteil der Erwerbstätigen mit regelmäßiger Arbeit am Wochenende oder nach 18 Uhr seit 2005 relativ stabil, während die Anteile derjenigen mit gelegentlicher Wochenend-, Abend- oder Nachtarbeit seit 2008 rückläufig waren.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Anteil der abhängig Erwerbstätigen mit Sonderarbeitszeiten in Nordrhein-Westfalen von 2005 bis 2016 nach Lage der Arbeitszeit und Häufigkeit in Prozent
Art der Sonderarbeitszeit 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
regelmäßige
Wochenendarbeit
24,4 % 25,0 % 25,4 % 24,9 % 23,6 % 24,0 % 25,3 % 25,1 % 24,7 % 25,0 % 25,0 % 24,7 %
gelegentliche
Wochenendarbeit
20,4 % 21,4 % 22,0 % 21,6 % 19,8 % 20,2 % 19,4 % 19,1 % 18,7 % 18,6 % 17,8 % 17,5 %
regelmäßige
Abend-/Nachtarbeit
24,2 % 24,9 % 25,5 % 25,6 % 24,3 % 24,7 % 25,1 % 24,8 % 24,1 % 24,4 % 24,3 % 23,9 %
gelegentliche
Abend-/Nachtarbeit
15,2 % 15,8 % 16,8 % 17,2 % 16,5 % 16,6 % 15,5 % 15,6 % 15,1 % 15,0 % 14,6 % 14,9 %

Frauen im Alter von 30 bis unter 50 Jahren waren seltener von Sonderarbeitszeiten betroffen, wenn minderjährige Kinder im Haushalt lebten. Dagegen arbeiteten Väter häufiger am Wochenende bzw. nach 18 Uhr als Männer ohne Kind(er). Im Jahr 2016 hatten Mütter zu 35,8 Prozent zumindest gelegentlich am Wochenende gearbeitet – bei den Vätern waren es 47,8 Prozent. Nach 18 Uhr waren 27,9 Prozent der Mütter zumindest gelegentlich bei der Arbeit – bei den Vätern traf dies auf nahezu die Hälfte zu (48,2 Prozent).

Diese und weitere interessante Ergebnisse zu diesem Thema haben die Statistiker jetzt in der Reihe Statistik kompakt unter dem Titel „Wann gehören Vati und Mutti mir? – Sonderarbeitszeiten in NRW” veröffentlicht. Die Publikation steht unter der Adresse https://webshop.it.nrw.de/details.php?id=21586 zum Download bereit. (IT.NRW)

(114 / 18) Düsseldorf, den 25. April 2018

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