Selbstständigenquote in NRW halb so hoch wie in den Niederlanden

Montag, 18. November 2019

Selbstständigenquote in NRW halb so hoch wie in den Niederlanden

Die Selbstständigenquote (25 bis 64-jährige Selbstständige je Erwerbstätige gleichen Alters) war 2018 sowohl in Nordrhein-Westfalen mit 8,8 Prozent als auch in Niedersachsen mit 8,7 Prozent etwa halb so hoch wie in den Niederlanden (17,4 Prozent).

Düsseldorf (IT.NRW). Die Selbstständigenquote (25 bis 64-jährige Selbstständige je Erwerbstätige gleichen Alters) war 2018 sowohl in Nordrhein-Westfalen mit 8,8 Prozent als auch in Niedersachsen mit 8,7 Prozent etwa halb so hoch wie in den Niederlanden (17,4 Prozent). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war der Anteil der selbstständigen Erwerbstätigen in der deutschen Grenzregion zu den Niederlanden mit 9,0 Prozent zwar höher als in Gesamt-NRW und -Niedersachsen aber niedriger als in der niederländischen Grenzregion zu Deutschland (15,5 Prozent). Männer waren in beiden Ländern häufiger selbstständig als Frauen.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Selbstständigenquoten*) 2018 in Nordrhein-Westfalen
Region insgesamt Männer Frauen
*) Anteil der 25 bis 64-jährigen Selbstständigen an den Erwerbstätigen gleichen Alters
Niederlande insgesamt 17,4 20,6 13,7
niederländische Grenzregion 15,5 18,3 12,3
deutsche Grenzregion 9,0 11,5 6,1
NRW und Niedersachsen 8,8 11,1 6,3

Der höhere Selbstständigenanteil in den Niederlanden ist vor allem auf eine höhere Zahl von sog. Solo-Selbstständigen (Selbstständige ohne Mitarbeiter) zurückzuführen. Während in den Niederlanden 12,8 Prozent der 25 bis 64-jährigen Erwerbstätigen selbstständig waren und keine Mitarbeiter beschäftigten, traf dies auf der deutschen Seite der Grenze auf 4,6 Prozent der Erwerbstätigen zu. Bei Selbstständigen mit Mitarbeitern waren kaum Unterschiede zwischen den Niederlanden und den angrenzenden deutschen Bundesländern zu erkennen.

Die höchsten Selbstständigenquoten in Nordrhein-Westfalen ermittelten die Statistiker 2018 für Solingen (12,5 Prozent), dem Rheinisch-Bergischen Kreis (12,4 Prozent) und Bonn (11,9 Prozent). Die niedrigsten Quoten gab es in Duisburg (6,0 Prozent), dem Kreis Unna (6,6 Prozent) und dem Märkischen Kreis (6,6 Prozent).

Die vorliegenden Ergebnisse entstanden im Rahmen des INTERREG-Förderprogramms im Projekt „Arbeitsmarkt in Grenzregionen D-NL”. Die Ergebnisse basieren auf den Daten des Mikrozensus und der Arbeitskräfteerhebung 2018. (IT.NRW)

(303 / 19) Düsseldorf, den 18. November 2019

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