Städte und Gemeinden in NRW nahmen im zweiten Quartal 44 Prozent weniger Gewerbesteuern ein als ein Jahr zuvor

Montag, 7. September 2020

Städte und Gemeinden in NRW nahmen im zweiten Quartal 44 Prozent weniger Gewerbesteuern ein als ein Jahr zuvor

Die Einnahmen der Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen aus Gewerbesteuern lagen im zweiten Quartal 2020 bei knapp zwei Milliarden Euro.

Düsseldorf (IT.NRW). Die Einnahmen der Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen aus Gewerbesteuern lagen im zweiten Quartal 2020 bei knapp zwei Milliarden Euro. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das rund 1,5 Milliarden Euro bzw. 43,5 Prozent weniger als im zweiten Vierteljahr des Vorjahres (damals: 3,5 Mrd. Euro). Im Vergleich zum Vorquartal (Januar bis März 2020: 2,8 Milliarden Euro) verringerten sich die Einnahmen um 30,1 Prozent. Von 2015 bis 2019 lag der durchschnittliche Einnahmebetrag der NRW-Kommunen aus Gewerbesteuern bei etwa drei Milliarden Euro pro Quartal.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Gewerbesteuereinnahmen der Städte und Gemeinden NRWs
Quartal in Millionen Euro
1/2015 2 460
2/2015 2 842
3/2015 2 470
4/2015 2 639
1/2016 2 558
2/2016 2 851
3/2016 2 632
4/2016 3 054
1/2017 3 066
2/2017 3 355
3/2017 2 822
4/2017 3 209
1/2018 3 049
2/2018 3 428
3/2018 3 076
4/2018 3 173
1/2019 3 231
2/2019 3 477
3/2019 2 961
4/2019 3 089
1/2020 2 812
2/2020 1 965

Die höchsten Rückgänge der Gewerbesteuereinnahmen aller 396 NRW-Kommunen gegenüber dem zweiten Quartal 2019 mussten Düsseldorf (−192,2 Millionen Euro) und Köln (−134,0 Millionen Euro) hinnehmen. 55 Städte und Gemeinden des Landes erzielten von April bis Juni höhere Gewerbesteuereinnahmen als ein Jahr zuvor: Die höchsten Zuwächse verzeichneten die Städte Euskirchen (+30,8 Millionen Euro) und Wesseling (+13,8 Millionen Euro).

Der Gewerbesteuer unterliegt jeder „stehende Gewerbebetrieb”, soweit er im Inland betrieben wird. Unter Gewerbebetrieb ist ein gewerbliches Unternehmen im Sinne des Einkommensteuergesetzes zu verstehen (§2 Absatz 1 Gewerbesteuergesetz). (IT.NRW)

(281 / 20) Düsseldorf, den 7. September 2020

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