Statistiker erwarten bis 2060 bis zu einer Million Pflegebedürftige in NRW

Dienstag, 6. Dezember 2016

Statistiker erwarten bis 2060 bis zu einer Million Pflegebedürftige in NRW

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Düsseldorf (IT.NRW). In Nordrhein-Westfalen werden zukünftig mehr Pflegebedürftige zu versorgen sein als zurzeit. Wie Information und Technik als amtliche Statistikstelle des Landes auf Basis einer aktuellen Modellrechnung mitteilt, werden im Jahr 2060 je nach Berechnungsvariante zwischen 31 und 58 Prozent mehr Menschen auf Pflegeleistungen angewiesen sein als 2013. Dabei wird der Anstieg in den Kreisen des Landes höher sein als in den kreisfreien Städten.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Leistungsempfänger der Pflegeversicherung in Nordrhein–Westfalen von 2005 bis 2060
Jahr Pflegebedürftige
Bestand konstante Variante Trendvariante
2005 457 128    
2007 484 119    
2009 509 145    
2011 547 833    
2013 581 492 581 492 581 492
2020   627 500 571 600
2025   666 500 598 400
2030   705 200 623 300
2035   745 500 656 700
2040   805 900 697 400
2045   883 200 740 800
2050   943 200 778 600
2055   947 000 787 200
2060   920 500 763 400

Hans-Josef Fischer, Präsident von IT.NRW, führte heute im Rahmen einer Pressekonferenz in Düsseldorf aus, dass die Statistiker in ihrer Modellrechnung mit zwei Varianten gearbeitet haben: Bei der konstanten Variante wird unterstellt, dass die durchschnittlichen Pflegequoten aus den Jahren 2011 und 2013 in Zukunft unverändert bleiben. Die Trendvariante geht davon aus, dass mit einer steigenden Lebenserwartung auch eine bessere Gesundheit verbunden sein wird, sodass die pflegefreie Lebenszeit ansteigt. Nach der konstanten Variante wird die Zahl der Personen, die Pflegeleistungen erhalten, von 581 500 Personen im Jahr 2013 bis 2055 kontinuierlich auf 947 000 Personen ansteigen (+63 Prozent). Danach wird es bis 2060 einen moderaten Rückgang auf 920 500 Personen geben. Dabei werden Frauen mit 63 Prozent im Jahr 2060 weiterhin einen höheren Anteil an allen Pflegebedürftigen haben als Männer. Die Zahl der männlichen Pflegebedürftigen steigt bis 2060 stärker an (+65 Prozent) als die der Frauen (+54 Prozent).

Die Trendvariante zeigt bis 2055 zwar ebenfalls diesen generellen Verlauf, sie liefert aber mit 787 000 Pflegepersonen (+35 Prozent) ein niedrigeres Ergebnis. Der bis 2060 folgende Rückgang auf 763 400 Personen liegt in ähnlicher prozentualer Größenordnung wie bei der konstanten Variante. (IT.NRW)

(318 / 16) Düsseldorf, den 06. Dezember 2016

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