Statistiker legen neue Pendlerrechnung vor: Jede(r) zweite Erwerbstätige pendelt in NRW zur Arbeit in eine andere Gemeinde

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Statistiker legen neue Pendlerrechnung vor: Jede(r) zweite Erwerbstätige pendelt in NRW zur Arbeit in eine andere Gemeinde

Etwa die Hälfte der 8,87 Millionen Erwerbstätigen in Nordrhein-Westfalen pendelte im Jahr 2014 arbeitstäglich über die Grenzen ihres Wohnortes hinweg zur Arbeit.

Düsseldorf (IT.NRW). Etwa die Hälfte der 8,87 Millionen Erwerbstätigen in Nordrhein-Westfalen pendelte im Jahr 2014 arbeitstäglich über die Grenzen ihres Wohnortes hinweg zur Arbeit. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt anhand von aktuellen Ergebnissen der Pendlerrechnung 2014 mitteilt, war dabei die Zahl der Berufseinpendler (4,46 Millionen) höher als diejenige der innergemeindlichen Pendler (4,40 Millionen).

Allein nach Köln (311 100), Düsseldorf (289 100) und Essen (145 500) pendelten zusammen täglich nahezu eine dreiviertel Million Erwerbstätige. Die Landeshauptstadt Düsseldorf deckte ihren Bedarf an Arbeitskräften überwiegend aus dem Umland: 57,6 Prozent aller in Düsseldorf beschäftigten Erwerbstätigen sind Einpendler. Von den 29 NRW-Großstädten wies Moers mit 59,3 Prozent die höchste, Solingen mit 30,1 Prozent die niedrigste Einpendlerquote auf. Von allen 396 Städten und Gemeinden des Landes hatte Holzwickede (83,7 Prozent) die höchste und Marsberg (27,8 Prozent) die niedrigste Einpendlerquote.

Auch bei den Erwerbstätigen, die außerhalb ihres Wohnortes arbeiten, hatte Moers mit 61,9 Prozent die höchste Auspendlerquote der Großstädte in NRW; Münster wies hier mit 24,9 Prozent die geringste Quote der Großstädte auf. Damit hatte Münster auch die niedrigste Auspendlerquote aller Städte und Gemeinden des Landes - die höchste Quote ermittelten die Statistiker hier für Rheurdt (83,7 Prozent).

Die Angaben beruhen auf der „Pendlerrechnung NRW 2014”, deren Ergebnisse IT.NRW jetzt hier veröffentlicht hat. Es können die Pendlerverflechtungen zwischen einzelnen Städten und Gemeinden abgerufen werden. Für jede Gemeinde sind darüber hinausweitere Merkmale der Pendler verfügbar. Hierzu gehört neben Geschlecht, Alter, Beschäftigungsumfang, Stellung im Beruf und Branche auch die Pendeldistanz. (IT.NRW)

(314 / 15) Düsseldorf, den 10. Dezember 2015

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