Statistische Kurzmeldungen der Woche

Mittwoch, 16. November 2022

Statistische Kurzmeldungen der Woche

Ab sofort werden regelmäßig ausgewählte Ergebnisse der amtlichen Statistik kurz und kompakt präsentiert. Heute: Lkw-Fahrleistungen, Kosten der Krankenhäuser und Diagnosen der Reha- und Vorsorgeeinrichtungen.

Düsseldorf (IT.NRW). Information und Technik Nordrhein-Westfalen stellt als Statistisches Landesamt die Kurzmeldungen der Woche aus der amtlichen Statistik vor:

Lkw-Fahrleistungen in NRW im Oktober um 2,2 Prozent gesunken

Die Fahrleistungen von Lkw auf Autobahnen waren im Oktober 2022 in Nordrhein-Westfalen kalenderbereinigt um 2,2 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. der Indexstand des Lkw-Maut-Fahrleistungsindex lag bei 116,5 Punkten (Basis 2015 = 100; kalenderbereinigt). Im Vergleich zum Oktober des Jahres 2019 blieb der Index nahezu unverändert (−0,1 Prozent).

Der Fahrleistungsindex gilt als Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung und gibt die Entwicklung der monatlichen Kilometerleistung von Lkw mit mindestens vier Achsen und einem zulässigen Gesamtgewicht ab zwölf Tonnen auf Bundesautobahnen wieder. Die monatlichen Länderergebnisse zum Lkw-Maut-Fahrleistungsindex stehen in der Datenbank Genesis-Online zum Abruf bereit.

2021 waren die Kosten der NRW-Krankenhäuser um 5,5 Prozent höher als 2020

Im Jahr 2021 waren die Kosten der Krankenhäuser in NRW mit rund 30,0 Milliarden Euro um 5,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor (2020: 28,4 Milliarden Euro). Nach Abzug von 4,4 Milliarden Euro für nichtstationäre Leistungen ergaben sich 2021 für die stationäre Versorgung Kosten in Höhe von 894 Euro je Behandlungstag. Damit kostete ein Behandlungstag 4,2 Prozent mehr als 2020 und 28,1 Prozent mehr als vor Beginn der Corona-Pandemie. Ursächlich hierfür sind niedrigere Fallzahlen (−12,0 Prozent 2021 gegenüber 2019) in Kombination mit einem hohen Fixkostenanteil.
Weitere Landesergebnisse stehen zum Abruf bereit.

Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems weiterhin häufigster Anlass für eine stationäre Reha in NRW

Häufigster Anlass für eine stationäre Behandlung in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen (mit mehr als 100 Betten) in NRW waren auch 2021 weiterhin Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes (54 485 Fälle; 30,8 Prozent), gefolgt von Krankheiten des Kreislaufsystems (37 214 Fälle; 21,0 Prozent) und psychischen und Verhaltensstörungen (26 874; 15,2 Prozent). Mit 42,7 Tagen dauerte der stationäre Aufenthalt bei psychischen und Verhaltensstörungen am längsten.
Weitere Landesergebnisse stehen zur Verfügung.

IT.NRW als Statistisches Landesamt erhebt und veröffentlicht zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für eine informierte demokratische Gesellschaft leisten. Nur auf Basis aussagekräftiger statistischer Daten können Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft getroffen werden. (IT.NRW)

(461 / 22) Düsseldorf, den 16. November 2022

Link zur vorherigen Pressemitteilung: 460 / 22

Footermap Title