Statistische Landesämter legen neue Daten zur Umwelt vor: Rohstoffentnahme in NRW um 11,7 Prozent gesunken

Donnerstag, 5. November 2020

Statistische Landesämter legen neue Daten zur Umwelt vor: Rohstoffentnahme in NRW um 11,7 Prozent gesunken

In Nordrhein-Westfalen wurden im Jahr 2018 nahezu 249 Millionen Tonnen Rohstoffe entnommen und verwertet.

Düsseldorf (IT.NRW). In Nordrhein-Westfalen wurden im Jahr 2018 nahezu 249 Millionen Tonnen Rohstoffe entnommen und verwertet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 11,7 Prozent weniger als im Jahr 2000 (damals: 281 Millionen Tonnen). Deutschlandweit wurden im Jahr 2018 über 1,1 Milliarden Tonnen Rohstoffe entnommen; das waren 7,4 Prozent weniger als acht Jahre zuvor. In Schleswig-Holstein (+34,6 Prozent), den Stadtstaaten (+28,4 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (+12,7 Prozent), Sachsen (+7,1 Prozent) und Bayern (+2,8 Prozent) war die Menge der entnommenen Rohstoffe höher als im Jahr 2000.

Nordrhein-Westfalen deckte seinen Bedarf an Rohstoffen im Jahr 2018 zu 90,1 Prozent (224 Millionen Tonnen) mit abiotischen, d. h. nicht nachwachsenden Rohstoffen: 89 Millionen Tonnen waren fossile Energieträger und 135,1 Millionen Tonnen mineralische Rohstoffe. Biotische Rohstoffe (pflanzliche Biomasse aus der Forst- und Landwirtschaft sowie Biomasse tierischem Ursprungs) hatten mit 24,5 Millionen Tonnen einen Anteil von 9,9 Prozent an der gesamten Rohstoffentnahme.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Entnahme und Verwertung inländischer Rohstoffe im Jahr 2018
Bundesland fossile Energieträger mineralische Rohstoffe biotische Rohstoffe insgesamt
in 1 000 Tonnen
  Stadtstaaten 13 1 947 805 2 764
  Saarland 100 2 471 752 3 322
  Mecklenburg-Vorpommern 4 17 668 13 602 31 274
  Thüringen 15 28 848 8 575 37 438
  Schleswig-Holstein 1 161 23 180 13 573 37 914
  Hessen 1 35 936 10 863 46 800
  Rheinland-Pfalz 150 47 112 9 890 57 152
  Brandenburg 30 959 27 949 12 461 71 369
  Sachsen-Anhalt 8 421 52 105 12 392 72 918
  Niedersachsen 5 720 45 134 48 499 99 354
  Sachsen 40 845 50 145 9 651 100 641
  Baden-Württemberg 495 105 903 22 185 128 583
  Bayern 49 129 171 56 720 185 941
  Nordrhein-Westfalen 89 037 135 089 24 493 248 620
Deutschland 176 970 702 660 244 460 1 124 090

Diese und weitere Ergebnisse zur Umweltbeanspruchung in NRW und den anderen Bundesländern finden Sie in den aktuellen Veröffentlichungen des Arbeitskreises „Umweltökonomische Gesamtrechnungen der Länder” (Tabellenband). Auf der Internetseite des Arbeitskreises steht diese Publikation ab sofort kostenlos unter der Adresse www.statistikportal.de/ugrdl zum Download bereit.

(361 / 20) Düsseldorf, den 5. November 2020

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