Statistisches Jahrbuch Nordrhein-Westfalen 2017 erschienen

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Statistisches Jahrbuch Nordrhein-Westfalen 2017 erschienen

Zum Jahresende hat Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes die aktuelle Ausgabe des Statistischen Jahrbuchs für Nordrhein-Westfalen herausgebracht.

Düsseldorf (IT.NRW). Zum Jahresende hat Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes die aktuelle Ausgabe des Statistischen Jahrbuchs für Nordrhein-Westfalen herausgebracht. Das informative Nachschlagewerk sowie interessante Ergebnisse zum Thema „Landwirtschaft in NRW” hat Hans-Josef Fischer, Präsident des Landesbetriebs Information und Technik Nordrhein-Westfalen, heute in der Landespressekonferenz vorgestellt.

Das Jahrbuch informiert u. a. über folgende ausgewählte Sachverhalte:

  • Das Bruttoinlandsprodukt NRWs stieg 2016 (in jeweiligen Preisen) um 3,2 Prozent auf 669,7 Milliarden Euro; damit wurden hierzulande 21,4 Prozent der gesamten deutschen Wirtschaftsleistung erbracht.
  • Während sich die Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Betriebe (ab fünf Hektar) gegenüber 1991 um 44,7 Prozent auf 33 688 verringerte, vervierfachte sich die Zahl der Betriebe mit 100 oder mehr Hektar im selben Zeitraum auf nunmehr 3 217 Einheiten. Damit zählte 2016 bereits jeder zehnte Betrieb zu den Großbetrieben.
  • Die nordrhein-westfälischen Beherbergungsbetriebe verbuchten 2016 mit über 22 Millionen Gästen und fast 50 Millionen Übernachtungen einen Rekord. Dabei kamen mit fast fünf Millionen 3,4 Prozent mehr Gäste aus dem Ausland nach NRW.
  • Mit 28,8 Millionen Tonnen Eisen, Stahl und Draht im Wert von 19,4 Milliarden Euro wurden 2016 mehr als die Hälfte (53 Prozent) des bundesdeutschen Produktionswertes von nordrhein-westfälischen Industriebetrieben erzielt. Bei „Aluminium und Halbzeug daraus“ waren es mit 3,2 Millionen Tonnen bzw. 4,4 Milliarden Euro 40 Prozent des Bundesergebnisses.
  • Die NRW-Verbraucherpreise waren im September 2017 um 10,1 Prozent höher als im Jahr 2010. Starke Preiserhöhungen gab es bei Butter (+86,7 Prozent), Zitrusfrüchten (+51,9 Prozent) sowie bei Äpfeln (+43,5 Prozent). Billiger als im Jahr 2010 waren vor allem Geräte der Unterhaltungselektronik (Fernsehgeräte: −47,6 Prozent; Notebooks: −44,6 Prozent; PC: −39,3 Prozent) und Tomaten (−20,9 Prozent).
  • Im Jahr 2016 wurden an den nordrhein-westfälischen Hochschulen 288 Habilitationsverfahren erfolgreich abgeschlossen. Der Frauenanteil betrug im vergangenen Jahr 25,7 Prozent; 1990 hatte der Frauenanteil noch bei 8,4 Prozent gelegen.
  • Im Jahr 2016 waren beim Landessportbund NRW e. V. über 5,3 Millionen Personen als Mitglied registriert. „Fußball und Leichtathletik” stellte mit knapp 1,55 Millionen die mitgliederstärkste Abteilung, gefolgt von Turnen (610 400) und Tennis (297 600); Behindertensport folgte mit 244 500 Mitgliedern auf Rang vier.
  • Im Maschinenbau (25) und bei der Herstellung von chemischen Erzeugnissen (20) gab es Ende September 2016 in NRW die meisten Großbetriebe (ab 1 000 Beschäftigte). Diese beiden Wirtschaftszweige stellten mit 41 748 bzw. 39 327 nahezu ein Viertel aller in Großbetrieben Beschäftigten und erzielten zusammen mit 12,2 bzw. 16,8 Mrd. Euro fast ein Drittel des Gesamtumsatzes der Großbetriebe.
  • Die Zahl der Insolvenzen war im sechsten Jahr infolge rückläufig – 30 228 Verfahren wurden im Jahr 2016 beantragt, dabei handelte es sich in 19 804 Fällen um Verbraucherinsolvenzen.
  • Ende März 2016 saßen in NRW etwa 13 000 Strafgefangene hinter „schwedischen Gardinen”, wobei nur knapp jeder 15. Häftling eine Frau war.
  • Die häufigsten Diagnosen bei stationär behandelten Patienten im Alter von 20 bis 59 Jahren in NRW-Krankenhäusern waren 2016 bei Männern „psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol”, Schlafstörungen und „Nieren- und Ureterstein”. Bei den Frauen in dieser Altersgruppe waren Gallensteinleiden gefolgt von Brustdrüsenkrebs und „psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol” am häufigsten.
  • Laut Verdienststrukturerhebung 2014 verdienten vollzeitbeschäftigte Männer mit Abitur durchschnittlich 4 905 Euro pro Monat – vollzeitbeschäftigte Frauen mit Abitur erhielten dagegen mit 3 705 Euro genau 1 200 Euro weniger als Männer.
  • Etwa in jedem vierten der 20 100 im Jahr 2016 in NRW genehmigten Wohngebäude soll als primäre Heizenergie Umweltthermie und in jedem fünften als sekundäre Heizenergie Solarenergie verwendet werden.
  • Nahezu ein Drittel (31,6 Prozent) der 9,8 Millionen Pkw, die Anfang 2017 in NRW amtlich zugelassen waren, wurden von einem Dieselmotor angetrieben. Die höchsten „Dieselanteile” hatten in Bonn (42,6 Prozent) und Düsseldorf (39,4 Prozent), die niedrigsten in Bottrop (23,1 Prozent) und Herne (23,5 Prozent) gemeldete Pkw.
  • Ende 2016 befanden sich in NRW die meisten männlichen Auszubildenden in einer Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker (12 200); bei den weiblichen Azubis war „Kauffrau für Büromanagement” (12 000) der am stärksten besetzte Beruf.
  • Nahezu jedes dritte Kind wuchs 2016 ohne Bruder oder Schwester auf; nur jedes 14. Kind hatte mindestens zwei Geschwister. (IT.NRW)

(343 / 17) Düsseldorf, den 13. Dezember 2017

Bestellen kann man das Statistische Jahrbuch Nordrhein-Westfalen 2017 per Post (IT.NRW, Mauerstr. 51, 40476 Düsseldorf) oder über den Publikationsservice von IT.NRW (https://webshop.it.nrw.de), der Preis beträgt 39 Euro. Es steht auch zum kostenlosen Download im Publikationsservice zur Verfügung.

Die Publikation „NRW (ge)zählt: Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen” steht zum kostenlosen Download bereit.

Footermap Title