Landesbetrieb IT.NRW
IT-Dienstleister und Statistik
Mittwoch, 26. August 2026
Nahversorgung
Erreichbarkeit
Supermärkte
Drogerie
Ärzte
Apotheken

Düsseldorf (IT.NRW). In NRW benötigen die Menschen zu Fuß im Mittel rund 8 Minuten zum nächsten Supermarkt oder Discounter. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, verlängert sich der Weg in überwiegend ländlichen Kommunen auf rund 13 Minuten. Dies zeigen Ergebnisse einer experimentellen Erreichbarkeitsanalyse von Standort- und kleinräumigen Bevölkerungsdaten.

Mittlere fußläufige Distanz zur nächstgelegenen Einrichtung

Auch zu anderen Einrichtungen der Nahversorgung wie Hausarztpraxen, Apotheken und Haltestellen sind die mittleren Fußwege in überwiegend ländlichen Kommunen länger; je nach Einrichtung um etwa 0,5 bis 6 Minuten im Vergleich zu überwiegend städtischen Kommunen. Bei den Drogeriemärkten beträgt der Unterschied zu Fuß sogar mehr als eine Stunde. Aber auch auf dem Land erreicht rund ein Fünftel der Bevölkerung innerhalb von 20 Gehminuten einen Drogeriemarkt.

Wer hingegen mit dem Pkw fährt, schafft es fast überall in NRW in bis zu 10 Minuten zur nächsten Hausarztpraxis oder dem nächsten Supermarkt oder Discounter (jeweils 99,9 % der Bevölkerung).

In überwiegend städtischen Kommunen erreicht man den nächsten Supermarkt oder Discounter im Mittel schon in etwa einer Minute und auch einen Drogeriemarkt in etwa zweieinhalb Minuten. Die Pkw-Fahrzeit in ländlichen Kommunen beträgt zum nächsten Supermarkt 2 Minuten und rund 8 Minuten zum nächsten Drogeriemarkt.

Altersgruppe der 20- bis 40-Jährigen haben die kürzesten Wege

Personen im Alter von 20 bis 40 Jahren haben im Mittel die kürzesten Wege. Zum nächsten Supermarkt oder Discounter laufen sie mit rund sieben Minuten und damit rund eine Minute weniger im Vergleich zur Gesamtbevölkerung. Insgesamt unterscheiden sich die restlichen Altersgruppen im NRW kaum. In einzelnen Kommunen kann es jedoch große Abweichungen zwischen den Altersgruppen geben.

Mittlere fußläufige Distanz zur nächstgelegenen Einrichtung

Detaillierte Ergebnisse der Analyse und methodische Hinweise finden Sie im Artikel und eine interaktive Kartenanwendung mit kleinräumigen Ergebnissen der Erreichbarkeiten zu allen Einrichtungen und Altersgruppen nach unterschiedlichen Verkehrsmitteln für alle Kommunen.

Hinweise zur Statistik

Als Statistisches Landesamt nutzt IT.NRW experimentelle Verfahren, um neue Methoden und Datenquellen zu testen. Um die Versorgung der Bevölkerung in NRW zu untersuchen, wurden die Daten zu zentralen Nahversorgungseinrichtung per Webscraping (d. h. automatisiert über ein Programm aus freizugänglichen Internetquellen) gesammelt. Der experimentelle Datensatz zur Nahversorgung ermöglicht die Berechnung von Erreichbarkeiten mit verschiedenen Verkehrsmitteln in einem geografischen Informationssystem. Durch die Verknüpfung mit kleinräumigen Bevölkerungsdaten des Zensus 2022 können die Ergebnisse zusätzlich nach Altersgruppen differenziert ausgewiesen werden.

Die Einteilung der Kommunen in die Raumtypen nach Besiedlungsgrad erfolgt nach der Klassifizierung des Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung.

Die Erreichbarkeiten wurden mittels Geoinformationssystem berechnet. Dem zugrunde liegenden OSM (Openstreetmap)-basierten Verkehrsnetz sind lediglich Geschwindigkeiten hinterlegt; weitere Barrieren, Hindernisse oder die Verkehrslage, die die Erreichbarkeit beeinflussen können, werden jedoch hingegen nicht berücksichtigt.

Alle Durchschnittswerte sind als bevölkerungsgewichteter Median berechnet.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

(244 / 26) Düsseldorf, den 26. August 2026

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Dienstag, 28. Juli 2026
Bevölkerung
Jubiläum NRW

Düsseldorf (IT.NRW). Im Gründungsjahr des Landes Nordrhein-Westfalen 1946, lebten 11,8 Millionen Menschen in unserem Bundesland. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des 80-jährigen Landesjubiläums am 23. August 2026 mitteilt, war die Einwohnerzahl Ende 2025 mit 17.986.214 um 52,3 % höher als damals.

Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen 1946 - 2025

Der Anteil der weiblichen Bevölkerung war vor 80 Jahren, mit 54,5 %, höher als heute (Ende 2025: 50,8 %). Grund war die Übersterblichkeit von Männern im Ersten und Zweiten Weltkrieg.

Geburtenzahl war 2025 um 17 % niedriger als 1946

Im Jahr 1946 wurden in NRW 178.600 Kinder lebend geboren; 2025 waren es mit 148.000 etwa 17 % weniger als damals. Auch in Relation zur Bevölkerungszahl zeigt sich somit eine stark rückläufige Geburtenentwicklung: Im Jahr 1946 wurden 15,5 Kinder je 1.000 Einwohner geboren – 2025 waren es nur noch 8,2 Geborene je 1.000 Einwohner. Die höchste Geburtenzahl gab es mit 300.400 im Jahr 1964, die niedrigste mit 143.100 im Jahr 2011.

Die Zahl der Sterbefälle war im vergangenen Jahr in NRW mit 218.700 um 62 % höher als im Jahr 1946 (damals: 135.000). Diese Zunahme ist aber im Wesentlichen auf die gestiegene Einwohnerzahl zurückzuführen. Bezogen auf die Einwohnerzahl starben im Jahr 2025 mit 12,1 mehr Menschen je 1.000 Einwohner als im Jahr 1946 (damals: 11,8).

Zahl der Eheschließungen 1951 beinahe doppelt so hoch wie 2025

Im Nachkriegsjahr 1946 heirateten in NRW etwa 97.000 Paare (8,4 Eheschließungen je 1.000 Einwohner). In den 1950er und 1960er Jahren erreichte die Zahl der Eheschließungen pro Jahr überdurchschnittlich hohe Werte: Im Jahr 1951 wurde mit 152.100 (11,3 je 1.000 Einwohner) der Höchststand erreicht, bevor die Zahl der Trauungen ab 1970 sukzessive bis zum Jahr 2007 auf 80.100 (4,4 je 1.000 Einwohner) zurückging. Nach einem zwischenzeitlichen Anstieg erreichte sie einen historischen Tiefstand im Jahr 2021 (76.800 Trauungen; 4,3 je 1.000 Einwohner). Seither verbleibt die Anzahl der Eheschließungen auf einem niedrigen Niveau und lag 2025 mit 76.900 Trauungen nur knapp über dem Wert von 2021.

Eheschließungen in Nordrhein-Westfalen 1946 - 2025

80 Jahre Nordrhein-Westfalen

Im August 2026 feiern wir 80 Jahre Nordrhein-Westfalen. Die Britische Militärregierung gründete das Bundesland im August 1946. Aus dem nördlichen Teil der preußischen Rheinprovinz mit den Regierungsbezirken Aachen, Düsseldorf und Köln sowie der preußischen Provinz Westfalen wurde das Land Nordrhein-Westfalen gebildet. 1947/1948 wurde zusätzlich das Land Lippe in das Bundesland NRW integriert. Aus diesem Anlass wirft IT.NRW als Statistisches Landesamt einen Blick zurück: Wie sah NRW vor 80 Jahren aus? Was hat sich im Land verändert? In Pressemitteilungen und auf einer Themenseite zeigt das Statistische Landesamt spannende Daten von damals und heute.

Hinweis zur Statistik

Die hier für das Gründungsjahr 1946 ausgewiesenen Zahlen enthalten entsprechend der damals gültigen Landesgrenzen nicht die Ergebnisse der Region Lippe. Dies ist erst nach dem Beitritt des Landes Lippe zu Nordrhein-Westfalen, also ab dem Berichtsjahr 1947 der Fall.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

Ergebnisse zum Bevölkerungsstand für die Städte und Gemeinden finden Sie in der Landesdatenbank NRW.

Ergebnisse zu Bevölkerungsbewegungen finden Sie in der Landesdatenbank NRW.

(215 / 26) Düsseldorf, den 28. Juli 2026

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Mittwoch, 24. Juni 2026
Miete
Zensus 2022
Mietpreise
Mietunterschiede

Düsseldorf (IT.NRW). Wie stark variieren die Mieten innerhalb einer Stadt oder einer Kommune? Dieser Frage ist Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt im Rahmen einer Kurzanalyse auf Basis der Ergebnisse des Zensus 2022 nachgegangen. Demnach waren die innerörtlichen Mietunterschiede, gemessen an den zentralen 50 % der Quadratmetermietpreise, in den Städten Münster und Aachen im Jahr 2022 am höchsten.

 

Innerörtliche Unterschiede der Quadratmetermieten in den Gemeinden in NRW 2022 gemessen am Verhältnis des dritten und ersten Quartils, in Prozent

Auch andere Städte wiesen 2022 relativ hohe Unterschiede bei den Mieten auf, so z. B. Köln, Bonn und Siegburg. In diesen Orten waren die teuersten 25 % Prozent der Mietverhältnisse etwa 50 % teurer als die günstigsten 25 % der Mietverhältnisse. Aber auch in einigen ländlichen Gemeinden, wie im nördlichen Münsterland, der Eifel oder in Ostwestfalen zeigten sich höhere Mietunterschiede.

Die geringsten innerörtlichen Unterschiede der Mieten je Quadratmeter waren in den Städten Werdohl und Halver im Jahr 2022 zu finden: Dort lagen die Quadratmetermietpreise tendenziell näher beieinander, d. h. es gab eine geringere innerörtliche Streuung als in anderen Gemeinden in NRW. Zwischen den teuersten und günstigsten 25 % aller Mietwohnungen lag in diesen Gemeinden ein Preisunterschied von 18,4 % bzw. 21,4 %.

Tendenziell waren die innerörtlichen Unterschiede in Städten größer, in denen die durchschnittliche Miete relativ hoch war. Deutlich wird dies beispielsweise in Aachen: Hier lag der durchschnittliche Mietpreis 2022 bei 8,04 Euro pro m² und somit 1,22 Euro über dem durchschnittlichen Quadratmetermietpreis in NRW (6,82 Euro). Gleichzeitig kosteten die teuersten 25 % der Mietwohnungen mindestens 54,2 % mehr als die günstigsten 25 % aller Mietwohnungen. Es gab also vergleichsweise große Differenzen in den Mieten innerhalb Aachens.

Hinweise zur Statistik

Betrachtet wurde die Preisspanne der zentralen 50 % der Quadratmetermietpreise. Die dargestellten Werte zeigen das Verhältnis des dritten Quartils und ersten Quartils minus 1 (abgebildet in Prozentwerten). Sie geben also an, um wie viel die oberen 25 % der Mietpreise mindestens teurer waren als die günstigsten 25 % der Mietpreise in einer Kommune.  Quartile, als Maßzahlen der Lage von Daten, unterteilen einen nach der Größe der Werte sortierten Datensatz in vier gleich große Abschnitte. 

Die Ursachen für die unterschiedlichen Mietpreise in einer Gemeinde lassen sich durch die vorliegende Analyse nicht identifizieren. Grundsätzlich können verschiedene Faktoren die gezeigten Unterschiede begründen, wie z. B. unterschiedliche Baujahre der Gebäude, die Art des Gebäudes (Ein- oder Mehrfamilienhaus), die Wohnungsgröße oder die Wohnlage. Auch die Ausstattung der einzelnen Wohnungen sowie die individuelle Wohndauer in der jeweiligen Wohnung verursachen Unterschiede in den Mietpreisen. 

Die dargestellten Werte basieren auf den Ergebnissen des Zensus 2022. Sie beziehen sich auf Wohnungen in Wohngebäuden (ohne Wohnheime), die zum Zensusstichtag am 15. Mai 2022 vermietet waren. Mietfrei überlassene Wohnungen wurden aus den Berechnungen ausgeschlossen.

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Weitere Ergebnisse aus dem Zensus 2022.

(179 / 26) Düsseldorf, den 24. Juni 2026

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Dienstag, 16. Juni 2026
Bevölkerung
Bevölkerungsrückgang
Einwohnerzahl
Kommunen

Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2025 lebten in Nordrhein-Westfalen 17.986.214 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Bevölkerungszahl um 48.240 (−0,3 %) niedriger als zum Jahresende 2024 (18.034.454). Erstmals seit 2022 wohnten in NRW wieder unter 18 Millionen Menschen.

„Für das Jahr 2025 ermitteln wir ein Geburtendefizit von 70.762 Personen. Das bedeutet, dass – wie in den Vorjahren – mehr Menschen starben als Kinder geboren wurden” erläutert Dr. Kerstin Ströker, Leiterin des Bereichs Bevölkerung, Wahlen und Soziales beim Statistischen Landesamt. „Trotz des positiven Wanderungssaldos mit 22.601 mehr Zu- als Fortzügen fiel die Bevölkerungszahl somit unter die Marke von 18 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern.”

Geburtendefizit und Wanderungssaldo in NRW 2015-2025

Köln bleibt bevölkerungsreichste Stadt in NRW

Im Ranking der größten Städte Nordrhein-Westfalens ergaben sich im Vergleich zum Vorjahr keine Veränderungen. Die größte Stadt bleibt Köln mit 1.025.523 Einwohnerinnen und Einwohnern, gefolgt von Düsseldorf (619.444), Dortmund (600.880) und Essen (573.618). Kleinste Gemeinde im Land ist weiterhin die Stadt Hallenberg mit einer Einwohnerzahl von 4.272, gefolgt von der Gemeinde Dahlem (4.438) und der Stadt Heimbach (4.467).

Gemeinde Gangelt mit größtem prozentualem Bevölkerungszuwachs

85 Gemeinden in NRW konnten im Jahr 2025 einen Bevölkerungszuwachs verzeichnen. Die größten prozentualen Veränderungen gab es dabei in Gangelt (+1,1 %), der Stadt Neukirchen-Vluyn (+1,0 %) und Laer (+0,9 %). Einen deutlichen Rückgang der Bevölkerung gab es in den Gemeinden Nettersheim (−7,7 %), Möhnesee (−7,0 %) und Schöppingen (−4,1 %).

Hinweise zur Statistik

Die Werte in dieser Pressemitteilung stammen aus der Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des letzten Zensus vom 15. Mai 2022. Bei der Berechnung der Bevölkerungsentwicklung flossen auch Korrekturen mit ein, die hauptsächlich auf sogenannte „Rücknahmen von Zu- bzw. Fortzügen” zurückzuführen sind, die von den Kommunen erst nach Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden (2025: −79).

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

Ergebnisse für die Städte und Gemeinden finden Sie in der Landesdatenbank NRW.

Weitere Ergebnisse zu Bevölkerungsbewegungen finden Sie in der Landesdatenbank NRW.

Ergebnisse zu den Wanderungen finden Sie in unserer Pressemitteilung vom 13. Mai 2026.

Ergebnisse zu den Geburten finden Sie in unserer Pressemitteilung vom 9. Juni 2026.

(166 / 26) Düsseldorf, den 16. Juni 2026

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Donnerstag, 28. Mai 2026
Todesursachen
Lungenkrebs
Bronchialkrebs
Welt-Nichtrauchertag
Gesundheit

Düsseldorf (IT.NRW). Lungen- und Bronchialkrebs war 2024 – wie im Vorjahr – die häufigste Todesursache unter den krebsbedingten Sterbefällen und mit einem Anteil von 5,2 % an allen Sterbefällen die dritthäufigste Todesursache unter den Einzeldiagnosen in Nordrhein-Westfalen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai 2026 mitteilt, stieg damit der Anteil der an Lungen- und Bronchialkrebs Verstorbenen an allen Sterbefällen gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte leicht an. Im Zehnjahresvergleich sank dieser Anteil jedoch um einen Prozentpunkt (2014: 6,2 %). 2024 starben insgesamt 11.410 Menschen aus NRW an Lungen- oder Bronchialkrebs. 

Anteil der an Lungen- oder Brochialkrebs Gestorbenen an allen Sterbefällen aus NRW in Prozent

Rückgang lungenkrebsbedingter Sterbefälle bei Männern, Stagnation bei Frauen

Während der Anteil lungen- oder bronchialkrebsbedingter Sterbefälle bei Männern von 8,2 % im Jahr 2014 auf 6,0 % im Jahr 2024 sank, blieb er bei Frauen auf einem konstanteren Niveau. Zuletzt lag er 2024 bei 4,4 % und damit weiterhin niedriger als bei den Männern. Insgesamt waren 57 % der an Lungen- oder Bronchialkrebs Gestorbenen Männer.

Das durchschnittliche Sterbealter der 2024 an Lungen- und Bronchialkrebs Gestorbenen aus Nordrhein-Westfalen war mit 72,6 Jahren um rund sieben Jahre niedriger als das aller Gestorbenen.

Den höchsten Anteil an durch Lungen- und Bronchialkrebs Gestorbenen hatte Oberhausen mit 6,6 %, der niedrigste Anteil mit 3,8 % lag im Oberbergischen Kreis vor.

2025 rauchte in NRW knapp ein Fünftel der Bevölkerung ab 15 Jahren

Zu den Risikofaktoren für Lungenkrebs zählt unter anderem das Rauchen. Laut Erstergebnissen des Mikrozensus rauchte in 2025 mit 19,4 % knapp ein Fünftel der nordrhein-westfälischen Bevölkerung ab 15 Jahren. Von den Raucherinnen und Rauchern gaben 83,7 % an, überwiegend Zigaretten zu rauchen, 10,2 % griffen primär zur E-Zigarette.

Zu den Nichtrauchern zählten insgesamt gut vier Fünftel (80,6 %) der Bevölkerung ab 15 Jahren. Von diesen gaben 23,1 % an, früher einmal geraucht zu haben.

Fast jeder vierte Mann und jede sechste Frau gaben an, zu rauchen

Unter Männern ist das Rauchen stärker verbreitet als unter Frauen. In NRW rauchte 2025 fast jeder vierte Mann (22,7 %), während es bei den Frauen gut jede Sechste (16,1 %) war. Besonders ausgeprägt ist dieser Unterschied in der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen, in der 29,1 % der Männer, aber nur 16,3 % der Frauen rauchten.

Anteile der Raucherinnen und Raucher in NRW 2025 nach Geschlecht und Altersgruppen in Prozent

Generell ist der Anteil der Rauchenden in den mittleren Altersgruppen am höchsten. 2025 lag er bei den 35- bis 54-Jährigen bei über 24 Prozent. Im Gegensatz dazu fällt der Anteil in der älteren Generation deutlich geringer aus: In der Altersgruppe ab 65 Jahren war die Raucherquote mit 12,2 Prozent nur etwa halb so hoch wie in den mittleren Altersgruppen. 

Hinweise zur Statistik

Die hier dargestellten Ergebnisse aus der Todesursachenstatistik basieren auf den von den Gesundheitsämtern übermittelten Todesbescheinigungen. Die Erhebung liefert Angaben zu den Todesursachen sowie Alter, Geschlecht und Wohnort der verstorbenen Person. Für die Todesursachenstatistik ist laut Regelwerk der Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Grundleiden die auszuzählende Todesursache. Die Zuordnung der Todesursachen in der Todesursachenstatistik basiert ausschließlich auf den Angaben der die Leichenschau durchführenden und den Tod bescheinigenden Ärztinnen und Ärzte in den ausgestellten Todesbescheinigungen. Diese werden in einem elektronischen Kodiersystem erfasst, welches dann das Grundleiden nach dem Regelwerk zur ICD-10-WHO ermittelt.

Als Todesfälle aufgrund von Lungen- und Bronchialkrebs werden hier Sterbefälle mit Wohnort in NRW ausgewertet, bei denen der ICD-10 Code C34 als zum Tode führendes Grundleiden kodiert wurde.

Bei den einzelnen Todesursachen handelt es sich um eine nachweisbare Untergrenze. Später bekannt gewordene Informationen zur Todesursache können oftmals nicht mehr in die Statistik einfließen. Im Jahr 2024 wurde für 1,0 % der Sterbefälle keine Todesbescheinigung an das Landesamt übermittelt. Diese Fälle wurden den ungenau oder nicht näher bezeichneten Todesursachen (ICD-Kapitel R00–R99) zugeordnet. Zusätzlich entfielen 4,7 % der Todesfälle auf Grundlage der Todesbescheinigung auf diese Rubrik. Im Vergleich zum Jahr 2023 konnten 2024 mehr Todesbescheinigungen erfasst und aussagekräftigen ICD-Kapiteln zugeordnet werden.

ICD steht für „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems”, zu Deutsch und vereinfacht: „Internationale Klassifikation der Krankheiten”.

Die dargestellten Ergebnisse zum Rauchverhalten basieren auf einer Unterstichprobe des Mikrozensus. Sie beruhen auf freiwilligen Selbstauskünften von Personen ab 15 Jahren in privaten Haushalten.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

Ergebnisse zu den an Lungen- und Bronchialkrebs Gestorbenen nach Geschlecht für kreisfreie Städte und Kreise finden Sie als Excel-Datei in der Landesdatenbank NRW.

Ergebnisse zu den an Lungen- und Bronchialkrebs Gestorbenen nach Altersgruppen für kreisfreie Städte und Kreise finden Sie als Excel-Datei in der Landesdatenbank NRW.

(143 / 26) Düsseldorf, den 28. Mai 2026

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Donnerstag, 16. April 2026
Gesundheit
BMI
Adipositas
Krankenhaus

Düsseldorf (IT.NRW). Mehr als die Hälfte (54,9 %) der Erwachsenen in Nordrhein-Westfalen (ab 18 Jahren) war im Jahr 2025 gemessen am Body-Mass-Index (BMI) übergewichtig. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt auf Basis von Erstergebnissen des Mikrozensus mitteilt, war knapp jede fünfte erwachsene Person (19,2 %) adipös; 35,6 % der Erwachsenen waren präadipös.

Die Einordnung erfolgt gemäß den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die bei Erwachsenen ab einem BMI von 25 von Übergewicht spricht. Dabei wird differenziert zwischen einer Vorstufe (Präadipositas: BMI von 25 bis unter 30) und starkem Übergewicht (Adipositas: BMI ab 30).

Bevölkerung ab 18 Jahren in Privathaushalten in NRW 2025

Den höchsten Anteil an Personen mit Übergewicht verzeichnete die Altersgruppe der 45- bis 64-Jährigen mit insgesamt 61,4 %. In dieser Altersgruppe waren knapp zwei Fünftel (38,1 %) präadipös und fast ein Viertel (23,3 %) adipös.

Bei den jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 29 Jahren zeigt sich hingegen ein anderes Bild: Mit 35,9 % ist der Anteil übergewichtiger Personen hier am geringsten. Während knapp ein Viertel (24,6 %) dieser Altersklasse einen BMI von 25 bist unter 30 aufwies, lag der Anteil der Menschen mit Adipositas bei 11,3 %.

Anstieg der vollstationären Behandlungsfälle von Adipositas in Krankenhäusern

Im Jahr 2024 wurden gemäß Diagnosestatistik der Krankenhäuser 11.065 Patientinnen und Patienten aus Nordrhein-Westfalen aufgrund von Adipositas vollstationär in Krankenhäusern behandelt. Das entspricht einem Anstieg von 2,6 % gegenüber 2023. Damit lag die Zahl dieser Behandlungsfälle mehr als zweieinhalbmal so hoch wie zehn Jahre zuvor (2014). Seitdem war die Fallzahl, mit Ausnahme eines Rückgangs um 4,6 % im ersten Jahr der Coronapandemie, stetig angestiegen.

Gut 70 % der im Jahr 2024 wegen Adipositas vollstationär behandelten Personen waren Frauen. Der Anstieg der Fälle in 2024 ist ausschließlich auf die Zunahme der Behandlung von Frauen zurückzuführen: Während sich die Zahl der Behandlungen von Männern um 0,3 % verringerte, stieg sie bei Frauen um 3,8 %.

Die wegen Adipositas in Krankenhäusern behandelten Personen waren größtenteils mittleren Alters: 70,7 % waren zwischen 30 und 59 Jahre alt. Lediglich 1,7 % der Patientinnen und Patienten waren minderjährig.

In Krankenhäusern und Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen behandelte Patientinnen und Patienten aus NRW mit Adipositas-Diagnose

Anstieg stationärer Reha-Behandlungen von Adipositas – Fallzahlen dennoch geringer als zehn Jahre zuvor

Im Jahr 2024 wurden in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen (ab 100 Betten) 3.145 Personen aus NRW mit der Diagnose Adipositas behandelt. Das waren 5,4 % mehr als im Vorjahr. Damit setzte sich der leichte Anstieg der Fallzahlen seit dem Tiefststand in 2020, dem ersten Jahr der Corona-Pandemie, fort. Im Vergleich zu 2014 sind die Fallzahlen um 19 % gesunken.

Männer und Frauen nahmen Reha-Behandlungen von Adipositas dabei nahezu gleich häufig in Anspruch. Wie bei den Krankenhausbehandlungen stieg auch die Zahl der Reha-Behandlungen bei Frauen mit 10,5 % stärker an als bei den Männern mit 0,7 %. Gut ein Fünftel (22,3 %) der Patientinnen und Patienten waren minderjährig.

Hinweise zur Statistik

Der hier zur Definition von Übergewicht herangezogene Body-Mass-Index (BMI) ist eine Maßzahl für die Bewertung des Körpergewichts eines Menschen in Relation zu seiner Körpergröße (Gewicht dividiert durch Körpergröße zum Quadrat). Die vorgestellten Ergebnisse zu Personen mit Übergewicht basieren auf einer Unterstichprobe des Mikrozensus. Sie beruhen auf freiwilligen Selbstauskünften volljähriger Personen in privaten Haushalten.

Bei der Diagnosestatistik der Krankenhäuser und Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen handelt es sich um eine jährliche Erhebung von Patienten und Patientinnen, die im Berichtsjahr aus der vollstationären Behandlung eines Krankenhauses oder einer Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtung entlassen wurden. Sie liefert Erkenntnisse über die Hauptdiagnose, Behandlungsdauer und -ort, sowie Alter, Geschlecht und Wohnort der behandelten Person. Es werden nur Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen ab 100 Betten berücksichtigt.

Als Behandlungsfall werden hier die vollstationären Behandlungsfälle ausgewertet, bei denen eine Hauptdiagnose mit den ICD-10-GM-Kodes E65 (Lokalisierte Adipositas) und E66 (Adipositas) kodiert wurde. ICD steht für „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems”, zu Deutsch und vereinfacht: „Internationale Klassifikation der Krankheiten”. Es werden hier alle vollstationären Behandlungsfälle von Personen mit Wohnsitz in NRW – ungeachtet des Behandlungsortes – ausgewertet.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

(095 / 26) Düsseldorf, den 16. April 2026

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Donnerstag, 9. April 2026
Olympia
Bevölkerung
Tourismus

Düsseldorf (IT.NRW). Mit rund 5,7 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern stellt die Region „KölnRheinRuhr“ in NRW mit ihren 17 Bewerberstädten die bevölkerungsreichste Region unter den Bewerbungskandidaten für die aktuell laufende Bewerbungsphase der Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 dar. Neben der Region „KölnRheinRuhr“ gehen auch die Hauptstadt Berlin, die Freie und Hansestadt Hamburg und die bayerische Landeshauptstadt München für Deutschland ins Rennen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt auf Basis der Regionaldatenbank Deutschland mitteilt, folgen bei der Bevölkerungszahl hinter der Region „KölnRheinRuhr“ Berlin mit etwa 3,7 Millionen, Hamburg mit rund 1,9 Millionen und München mit 1,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern. Innerhalb der Region „KölnRheinRuhr“ hat Köln mit etwa einer Million Einwohnerinnen und Einwohnern die höchste Bevölkerungszahl.

Bevölkerung in den Olympia-Bewerbungsregionen zu 31.12.2024

Höchste Bevölkerungsdichte in München

Ein anderes Bild zeigt sich mit Blick auf die Bevölkerungsdichte zum 31. Dezember 2024: Hier liegt München mit 4.843,9 Einwohnerinnen und Einwohnern je Quadratkilometer an der Spitze, gefolgt von Berlin (4.135,5) und Hamburg (2.466,7). Die Region „KölnRheinRuhr“ liegt mit 2.212,1 Einwohnerinnen und Einwohnern je Quadratkilometer auf dem vierten Platz. Innerhalb der Region „KölnRheinRuhr“ führen Düsseldorf (2.845,7), Oberhausen (2.771,4) und Essen (2.732,2) bei der Bevölkerungsdichte.

Bevölkerungsdichte in den Olympia-Bewerberregionen zum 31.12.2024

Die meisten Schlafgelegenheiten in Berlin

Mit 986 geöffneten Beherbergungsbetrieben im Jahr 2024 führt die Region „KölnRheinRuhr“ das Feld an. Dahinter folgen Berlin (749), München (470) und Hamburg (403). Innerhalb der Region „KölnRheinRuhr“ liegen Köln (252), Düsseldorf (212) und Essen (112) vorn. 

Anzahl an Beherbergungsbetrieben in den Olympia-Bewerberregionen im Jahr 2024

Die Reihenfolge ändert sich, wenn die angebotenen Schlafgelegenheiten betrachtet werden. Hier führt Berlin mit ca. 148.000 Schlafgelegenheiten das Rennen an. Auf dem zweiten Platz folgt die Region „KölnRheinRuhr“ mit ca.128.000 Schlafgelegenheiten und den dritten Platz belegt München mit ca. 98.000 angebotenen Schlafgelegenheiten. Hamburg liegt mit ca. 77.000 Schlafgelegenheiten auf dem vierten Platz. Innerhalb der Region „KölnRheinRuhr“ stechen insbesondere Köln (38.096) und Düsseldorf (35.685) hervor. Unter „Schlafgelegenheiten“ versteht man die Anzahl der angebotenen Gästebetten in geöffneten Beherbergungsbetrieben. 

Anzahl der angebotenen Schlafgelegenheiten in den Olympia-Bewerberregionen im Jahr 2024

Am 26.09.2026 entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), welcher der vier Bewerberregionen für Deutschland in das internationale Rennen eintritt.

Hinweise zur Statistik

Die dargestellten Ergebnisse stammen aus der Regionaldatenbank Deutschland. In dieser Datenbank der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder finden Sie vergleichbare Daten für Kreise, kreisfreie Städte und Gemeinden Deutschlands. Zum Teil liegen aktuellere Ergebnisse für Nordrhein-Westfalen und die anderen Bewerberregionen bei den Statistischen Landesämtern vor. Für die Auswertung der Bewerberstädte „KölnRheinRuhr“ wurden die Ergebnisse der betreffenden Gemeinden zusammengefasst. Dabei handelt es sich um die Städte Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Duisburg, Bochum, Wuppertal, Mönchengladbach, Gelsenkirchen, Aachen, Krefeld, Oberhausen, Leverkusen, Recklinghausen, Herten, Pulheim und Monheim am Rhein. 

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

Ergebnisse der Kreise und kreisfreie Städte zu Bevölkerung und Tourismus finden Sie in der Regionaldatenbank Deutschland.

(089 / 26) Düsseldorf, den 9. April 2026

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Montag, 12. Januar 2026
Mikrozensus
Befragung
Haushalte

Bitte beachten Sie den ergänzten 3. Absatz!

Düsseldorf (IT.NRW). Auch in diesem Jahr befragt Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt im Rahmen des Mikrozensus rund 80.000 Haushalte in NRW. Diese seit 1957 bundesweit durchgeführte Haushaltsbefragung gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen aus Politik, Wissenschaft und Medien. Hierzu zählen u. a.: Unter welchen Bedingungen leben die Menschen in Nordrhein-Westfalen? Wie ist ihre Bildungs- und Erwerbssituation? Wie viele Familien mit Kindern gibt es in NRW? Wie viele nordrhein-westfälische Mieterhaushalte mit minderjährigen Kindern zahlen mehr als 30 % ihres Nettoeinkommens für die Bruttokaltmiete? Wie hoch ist die Mietbelastung bei Alleinstehenden?

Der Mikrozensus ist die größte jährliche Erhebung der amtlichen Statistik

Der Mikrozensus wird jedes Jahr bei einem Prozent aller Haushalte im gesamten Bundesgebiet durchgeführt. Die Auswahl der Haushalte erfolgt gemäß einer sog. Flächenstichprobe. Demnach werden Straßenzüge bzw. Gebäude nach einem mathematischen Zufallsverfahren ausgewählt und die darin lebenden Haushalte dann innerhalb von fünf aufeinanderfolgenden Kalenderjahren bis zu viermal befragt.

Ergänzung: Die ausgewählten Haushalte werden postalisch zur Datenmeldung aufgefordert. Diese erfolgt vorrangig online über das Meldeverfahren der Statistischen Ämter, welches strengen Sicherheitsvorgaben unterliegt. Sie kann aber auf Wunsch auch telefonisch oder schriftlich erfolgen.

Um die an den ausgewählten Anschriften aktuell lebenden Haushalte zu ermitteln, nutzt das Statistische Landesamt Melderegisterangaben und setzt unterstützend rund 100 ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte für Ortsbegehungen ein. Diese nehmen die Namen auf den Klingelanlagen bzw. Briefkästen auf. Die sorgfältig ausgewählten und geschulten Erhebungsbeauftragten sind zur strikten Verschwiegenheit verpflichtet und können sich durch einen Ausweis legitimieren.

Befragungen finden das ganze Jahr über statt

Die Befragungen der Haushalte sind gleichmäßig auf alle Wochen des Jahres verteilt. Im Januar 2026 werden beispielsweise in 53 zufällig ausgewählten Essener Auswahlbezirken etwa 480 Haushalte befragt (die durchschnittliche Zahl je Auswahlbezirk liegt bei etwa neun Haushalten).

Für den überwiegenden Teil der Fragen besteht nach dem Mikrozensusgesetz Auskunftspflicht. Abgefragt werden z. B. persönliche Merkmale wie Alter, Familienstand, Staatsangehörigkeit, Schulbesuch und Erwerbstätigkeit.

Dank der Auskünfte der Befragten liegt ein solides Datenfundament für belastbare Statistiken über NRW und Deutschland vor.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

(009 / 26) Düsseldorf, den 12. Januar 2026

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Montag, 10. November 2025
Karneval
Geburtstag
Geburtenkalender

Düsseldorf (IT.NRW). In Nordrhein-Westfalen dürfen am kommenden Dienstag schätzungsweise rund 51.500 Menschen nicht nur den Karnevalsauftakt, sondern auch ihren Geburtstag feiern. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt auf Basis von Meldungen der Standesämter mitteilt, wurden im letzten Jahr am 11. November 452 Kinder geboren. In den Karnevalshochburgen Köln, Düsseldorf und Bonn wurden 24 bzw. 19 und 10 Geburten am 11.11.2024 verzeichnet.

Seit dem Jahr 2000 sind insgesamt rund 10.900 Kinder in NRW zu Beginn der fünften Jahreszeit zur Welt gekommen. Das macht einen Anteil von 0,29 % an allen Geburten in diesem Zeitraum aus.

Mit einem Klick auf den interaktiven Geburtenkalender können Sie für jedes Datum herausfinden, wie viele Kinder seit dem Jahr 2000 in ganz NRW oder den nordrhein-westfälischen Kreisen und kreisfreien Städten geboren wurden.

Methodische Hinweise

Die Daten zur Statistik der Geburten basieren auf Meldungen der Standesämter. Diese liefern die Angaben zu Neugeborenen und deren Eltern an die Statistischen Landesämter. Für den Geburtenkalender NRW wurden alle Geborenen ab dem Jahr 2000 gezählt, deren Mütter an einem Wohnort in NRW gemeldet waren. Die Zahl der insgesamt am 11.11. Geburtstag feiernden Menschen ist eine Schätzung basierend auf den täglichen Geburten seit dem Jahr 2000, bezogen auf alle 18 Millionen Einwohner.

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(325 / 25) Düsseldorf, den 10. November 2025

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Titelblatt StaKo Bevölkerungsvorausberechnung 2025
Montag, 13. Oktober 2025
Bevölkerungsvorausberechnung

Düsseldorf (IT.NRW). Die Einwohnerzahl in NRW wird von aktuell gut 18 Mio. auf 17,54 Mio. im Jahr 2050 sinken, dies ist ein Rückgang von –2,6 % gegenüber 2023. Bis 2070 wird ein weiteres Absinken auf 16,95 Mio. erwartet (–6,0 % gegenüber 2023). Das sind zentrale Ergebnisse der neuen Bevölkerungsvorausberechnung, die Information und Technik als Statistisches Landesamt im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen erstellt hat.

Anstieg des Durchschnittsalters erwartet

Die Bevölkerung in NRW wird in den nächsten Jahrzehnten nicht nur weniger, sondern auch älter: Bis zum Jahr 2050 steigt das Durchschnittsalter auf 46,0 Jahre, ein Plus von 1,6 Jahren gegenüber 2023. Bis 2070 wird das Durchschnittsalter weiter leicht ansteigen auf 46,2 Jahre.

Bevölkerungswachstum in nur 10 von 53 Städten und Kreisen erwartet

Regional sind unterschiedliche Entwicklungen zu erwarten: Für 10 kreisfreie Städte und Kreise des Landes erwarten die Statistikerinnen und Statistiker bis zum Jahr 2050 entgegen dem Landestrend eine Zunahme der Bevölkerungszahl. Der höchste Anstieg wird für den Kreis Heinsberg mit +4,7 % erwartet. Dahinter folgen die kreisfreien Städte Mönchengladbach (+4,3 %) und Bonn (+3,9 %). Auch Münster (+2,4 %) sowie Düsseldorf und der Kreis Kleve (jeweils +1,5 %) erwarten einen Bevölkerungszuwachs. Dem stehen insgesamt 43 kreisfreie Städte und Kreise (einschl. Städteregion Aachen) gegenüber, für die bis 2050 eine rückläufige Einwohnerzahl prognostiziert wird. Der höchste Rückgang zeichnet sich für den Märkischen Kreis mit −12,5 % ab. Darauf folgen der Kreis Olpe mit –12,3 %, der Hochsauerlandkreis (­–9,6 %) sowie die Kreise Höxter (–9,3 %) und Siegen-Wittgenstein (−8,7 %).

Relative Zu- und Abnahme der Bevölkerung in NRW 2050 gegenüber 2023

Weitere regionale Ergebnisse sowie methodische Erläuterungen zur neuen Bevölke-rungsvorausberechnung finden Sie in der neuen Veröffentlichung Statistik kompakt „Bevölkerungsvorausberechnung 2024 – 2050/2070 für NRW“.

Die aktuelle Bevölkerungsvorausberechnung zeigt auch, dass die Bevölkerung in den Kreisen stärker altern wird als im Landesdurchschnitt: Den höchsten Anstieg des Durchschnittsalters bis 2050 erwarten die Statistikerinnen und Statistiker im Kreis Olpe mit +3,5 Jahren. Weiterhin wird in den Kreisen Borken und Paderborn mit jeweils +3,4 Jahren sowie Gütersloh, Steinfurt, Soest und Coesfeld mit jeweils +2,9 Jahren ein Anstieg prognostiziert.

Methodische Hinweise

Die neue Bevölkerungsvorausberechnung zeigt für alle Städte, Gemeinden und Kreise NRWs die zukünftige Bevölkerungsentwicklung nach Alter und Geschlecht für die Jahre 2024 bis 2050 auf; für das Land reichen die Ergebnisse bis 2070. Die Bevölkerungsvorausberechnung hat als Ausgangsbasis die Bevölkerung zum Stichtag 31.12.2023 und nutzt die fortgeschriebenen Zahlen des Zensus 2022. Weitere Informationen zur Methodik und zu den Annahmen stehen in der o. g. Veröffentlichung Statistik kompakt. 

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

Ergebnisse für kreisfreie Städte und Kreise sowie kreisangehörige Städte und Gemeinden finden Sie in der Landesdatenbank NRW.

(298 / 25) Düsseldorf, den 13. Oktober 2025

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