Landesbetrieb IT.NRW
Statistik und IT-Dienstleistungen
Montag, 10. November 2025

Düsseldorf (IT.NRW). In Nordrhein-Westfalen dürfen am kommenden Dienstag schätzungsweise rund 51.500 Menschen nicht nur den Karnevalsauftakt, sondern auch ihren Geburtstag feiern. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt auf Basis von Meldungen der Standesämter mitteilt, wurden im letzten Jahr am 11. November 452 Kinder geboren. In den Karnevalshochburgen Köln, Düsseldorf und Bonn wurden 24 bzw. 19 und 10 Geburten am 11.11.2024 verzeichnet.

Seit dem Jahr 2000 sind insgesamt rund 10.900 Kinder in NRW zu Beginn der fünften Jahreszeit zur Welt gekommen. Das macht einen Anteil von 0,29 % an allen Geburten in diesem Zeitraum aus.

Mit einem Klick auf den interaktiven Geburtenkalender können Sie für jedes Datum herausfinden, wie viele Kinder seit dem Jahr 2000 in ganz NRW oder den nordrhein-westfälischen Kreisen und kreisfreien Städten geboren wurden.

Methodische Hinweise

Die Daten zur Statistik der Geburten basieren auf Meldungen der Standesämter. Diese liefern die Angaben zu Neugeborenen und deren Eltern an die Statistischen Landesämter. Für den Geburtenkalender NRW wurden alle Geborenen ab dem Jahr 2000 gezählt, deren Mütter an einem Wohnort in NRW gemeldet waren. Die Zahl der insgesamt am 11.11. Geburtstag feiernden Menschen ist eine Schätzung basierend auf den täglichen Geburten seit dem Jahr 2000, bezogen auf alle 18 Millionen Einwohner.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

(325 / 25) Düsseldorf, den 10. November 2025

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Titelblatt StaKo Bevölkerungsvorausberechnung 2025
Montag, 13. Oktober 2025

Düsseldorf (IT.NRW). Die Einwohnerzahl in NRW wird von aktuell gut 18 Mio. auf 17,54 Mio. im Jahr 2050 sinken, dies ist ein Rückgang von –2,6 % gegenüber 2023. Bis 2070 wird ein weiteres Absinken auf 16,95 Mio. erwartet (–6,0 % gegenüber 2023). Das sind zentrale Ergebnisse der neuen Bevölkerungsvorausberechnung, die Information und Technik als Statistisches Landesamt im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen erstellt hat.

Anstieg des Durchschnittsalters erwartet

Die Bevölkerung in NRW wird in den nächsten Jahrzehnten nicht nur weniger, sondern auch älter: Bis zum Jahr 2050 steigt das Durchschnittsalter auf 46,0 Jahre, ein Plus von 1,6 Jahren gegenüber 2023. Bis 2070 wird das Durchschnittsalter weiter leicht ansteigen auf 46,2 Jahre.

Bevölkerungswachstum in nur 10 von 53 Städten und Kreisen erwartet

Regional sind unterschiedliche Entwicklungen zu erwarten: Für 10 kreisfreie Städte und Kreise des Landes erwarten die Statistikerinnen und Statistiker bis zum Jahr 2050 entgegen dem Landestrend eine Zunahme der Bevölkerungszahl. Der höchste Anstieg wird für den Kreis Heinsberg mit +4,7 % erwartet. Dahinter folgen die kreisfreien Städte Mönchengladbach (+4,3 %) und Bonn (+3,9 %). Auch Münster (+2,4 %) sowie Düsseldorf und der Kreis Kleve (jeweils +1,5 %) erwarten einen Bevölkerungszuwachs. Dem stehen insgesamt 43 kreisfreie Städte und Kreise (einschl. Städteregion Aachen) gegenüber, für die bis 2050 eine rückläufige Einwohnerzahl prognostiziert wird. Der höchste Rückgang zeichnet sich für den Märkischen Kreis mit −12,5 % ab. Darauf folgen der Kreis Olpe mit –12,3 %, der Hochsauerlandkreis (­–9,6 %) sowie die Kreise Höxter (–9,3 %) und Siegen-Wittgenstein (−8,7 %).

Relative Zu- und Abnahme der Bevölkerung in NRW 2050 gegenüber 2023

Weitere regionale Ergebnisse sowie methodische Erläuterungen zur neuen Bevölke-rungsvorausberechnung finden Sie in der neuen Veröffentlichung Statistik kompakt „Bevölkerungsvorausberechnung 2024 – 2050/2070 für NRW“.

Die aktuelle Bevölkerungsvorausberechnung zeigt auch, dass die Bevölkerung in den Kreisen stärker altern wird als im Landesdurchschnitt: Den höchsten Anstieg des Durchschnittsalters bis 2050 erwarten die Statistikerinnen und Statistiker im Kreis Olpe mit +3,5 Jahren. Weiterhin wird in den Kreisen Borken und Paderborn mit jeweils +3,4 Jahren sowie Gütersloh, Steinfurt, Soest und Coesfeld mit jeweils +2,9 Jahren ein Anstieg prognostiziert.

Methodische Hinweise

Die neue Bevölkerungsvorausberechnung zeigt für alle Städte, Gemeinden und Kreise NRWs die zukünftige Bevölkerungsentwicklung nach Alter und Geschlecht für die Jahre 2024 bis 2050 auf; für das Land reichen die Ergebnisse bis 2070. Die Bevölkerungsvorausberechnung hat als Ausgangsbasis die Bevölkerung zum Stichtag 31.12.2023 und nutzt die fortgeschriebenen Zahlen des Zensus 2022. Weitere Informationen zur Methodik und zu den Annahmen stehen in der o. g. Veröffentlichung Statistik kompakt. 

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

Ergebnisse für kreisfreie Städte und Kreise sowie kreisangehörige Städte und Gemeinden finden Sie in der Landesdatenbank NRW.

(298 / 25) Düsseldorf, den 13. Oktober 2025

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Menschen beim Stadtbummel von oben
Donnerstag, 25. September 2025

Düsseldorf (IT.NRW). Am 30. Juni 2025 lebten in Nordrhein-Westfalen 18.011.826 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um 22.628 (−0,13 %) niedriger als zum Jahresende 2024. Der Rückgang ist vor allem auf einen sog. Sterbeüberschuss zurückzuführen: Im ersten Halbjahr 2025 starben in NRW 42.036 mehr Personen als Menschen geboren wurden. Zwar wurde durch einen positiven Wanderungssaldo von 17.802 mehr Zu- als Fortzügen ein Teil ausgeglichen, dennoch ergab sich insgesamt ein Bevölkerungsrückgang.

Städte-Ranking bleibt unverändert

Das Ranking der größten Städte Nordrhein-Westfalens bleibt unverändert: Die größte Stadt ist weiterhin Köln mit 1.024.210 Einwohnerinnen und Einwohnern, gefolgt von Düsseldorf (618.717), Dortmund (602.386) und Essen (574.387). Kleinste Gemeinde im Land bleibt die Stadt Hallenberg mit einer Einwohnerzahl von 4.336.

Gewinner und Verlierer auf Gemeindeebene

133 Gemeinden in NRW konnten im ersten Halbjahr 2025 einen Bevölkerungszuwachs verzeichnen. Die größte prozentuale Veränderung gab es dabei in Langenberg (+1,2 %), Straelen (+1,1 %) und Nordkirchen (+0,9 %). Den höchsten Rückgang der Bevölkerung gab es in Nettersheim (−7,5 %), Schöppingen (−3,3 %) und Büren (−2,6 %).

Methodische Hinweise

Die Werte in dieser Pressemitteilung stammen aus der Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des letzten Zensus vom 15. Mai 2022.

Bei der Berechnung der Bevölkerungsentwicklung flossen auch Korrekturen mit ein, die hauptsächlich auf sogenannte „Rücknahmen von Zu- bzw. Fortzügen” zurückzuführen sind, die von den Kommunen erst nach Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden (1. Halbjahr 2025: Saldo +1.606). Bitte beachten Sie auch die Erläuterungen zur neuen Basis Zensus 2022 bei der Fortschreibung des Bevölkerungsstandes.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

Ergebnisse für Städte und Gemeinden (2025) finden Sie in der Landesdatenbank NRW.
Ergebnisse für Städte und Gemeinden (1962 –2024) finden Sie als Excel-Datei in der Landesdatenbank NRW.

(281 / 25) Düsseldorf, den 25. September 2025

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Gruppe von Frauen und Männern in einer Teamsitzung
Freitag, 4. Juli 2025

Düsseldorf (IT.NRW). Zum Zensusstichtag am 15. Mai 2022 leisteten 25.940 Personen in NRW einen Freiwilligendienst. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, absolvierten somit 0,2 % der nordrhein-westfälischen Bevölkerung ein Freiwilliges Soziales Jahr, einen Bundesfreiwilligendienst oder einen Freiwilligen Wehrdienst. Den höchsten Anteil verzeichneten die 19-Jährigen, von denen 4,4 % einen Freiwilligendienst leisteten.

Über 70 % waren zwischen 17 und 20 Jahren alt

Mit 70,3 % waren im Mai 2022 mehr als zwei Drittel der Personen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr, einen Bundesfreiwilligendienst oder einen Freiwilligen Wehrdienst leisteten, zwischen 17 und 20 Jahren alt. 13.370 Personen und somit 51,5 % der Freiwilligendienstleistenden in NRW waren weiblich. Demgegenüber absolvierten 12.570 Männer – also 48,5 % der Personen – einen Freiwilligendienst. In den jüngeren Altersgruppen überwog der Frauenanteil. Bei den 15- bis 16-Jährigen waren 53,2 % der Personen weiblich, bei den 17- bis 20-Jährigen waren es 57,7 %. Wiederum dominierte der Männeranteil mit fast zwei Dritteln in den Altersgruppen ab 21 Jahren: 65,7 % männliche Personen waren es bei den 21- bis 26-Jährigen sowie 62,7 % Männer bei den 27-Jährigen und Älteren.

Freiwilligendienstleistende in NRW 2022

In der Stadt Leverkusen und im Rheinisch-Bergischen Kreis wohnten die meisten „Freiwilligen“

Ausschließlich in der Altersspanne von 17 bis 26 Jahren können sowohl das Freiwillige Soziale Jahr als auch der Bundesfreiwilligendienst und der Freiwillige Wehrdienst absolviert werden. Eine regionale Betrachtung aller 17- bis 26-Jährigen zeigt, dass im Mai 2022 mit einem Anteil von jeweils 2,0 % die meisten Freiwilligendienstleistenden in der Stadt Leverkusen oder im Rheinisch-Bergischen-Kreis wohnten. Zum Vergleich: Im Durchschnitt über alle Kreise und kreisfreien Städte in NRW waren 1,2 % der Personen im Alter zwischen 17 und 26 Jahren Freiwilligendienstleistende.

Im Bereich „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“ wurden knapp 60 % und beim Militär fast 18 % der Dienste geleistet

Zum Zensusstichtag 2022 waren mit 58,6 % die meisten der gemäß ILO-Definition erwerbstätigen Freiwilligendienstleistenden in der Berufsklasse „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“ tätig. Darunter werden u. a. Tätigkeiten in der Kinder- und Jugendarbeit oder Gesundheits- und Altenpflege zusammengefasst. Am zweithäufigsten war mit 17,5 % der Tätigkeitsbereich „Militär“ vertreten, da ein Freiwilligendienst auch in Form eines Freiwilligen Wehrdienstes erfolgen kann.

Berufsbereiche der Freiwilligendienstleistenden in NRW 2022

Im Vergleich der Altersgruppen zeigen sich deutliche Unterschiede: Während mit 67,8 % mehr als zwei Drittel der Personen im Alter von 17 bis 20 Jahren einen Freiwilligendienst im Bereich „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“ ausübten, waren in der Altersgruppe der 21- bis 26-Jährigen die beiden Hauptbereiche fast gleich stark vertreten: Im Bereich „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“ waren 42,6 % der Freiwilligendienstleistenden tätig, beim Militär 40,6 %. Bei den 27-Jährigen und Älteren wiederum lag ein Freiwilligendienst beim Militär mit 38,6 % auf Platz 1.

Methodische Hinweise

Die Ergebnisse basieren auf der zusätzlichen Befragung (Stichprobenerhebung) im Rahmen des Zensus 2022. Personen in Gemeinschaftsunterkünften, im Ausland tätige Angehörige der Bundeswehr, der Polizeibehörden und des Auswärtigen Dienstes sowie ihre dort ansässigen Familien sind nicht inkludiert. Die ausgewiesenen Zahlen zu den Freiwilligendienstleistenden beruhen auf der Selbsteinschätzung der befragten Personen zu ihrer aktuellen Tätigkeit. Für ein Freiwilliges Soziales Jahr, einen Bundesfreiwilligendienst und einen Freiwilligen Wehrdienst gelten jeweils unterschiedliche Voraussetzungen und Rahmenbedingungen.

Die Auswertung der Berufe erfolgte gemäß der Berufsbereiche der „Klassifikation der Berufe 2010 – überarbeitete Fassung 2020“ der Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Zu beachten ist, dass 28,8 % der Personen, die sich bei der Erhebung des Zensus 2022 selbst als Freiwilligendienstleistende einschätzten, gemäß der ILO als Erwerbslose oder Nichterwerbspersonen gelten. Da für diese Personen keine Angaben zum Berufsbereich vorliegen, wurden sie für die Auswertung der Berufe ausgeschlossen.

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(193 / 25) Düsseldorf, den 4. Juli 2025

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Wohnhaus mit Balkonen
Freitag, 20. Juni 2025

Düsseldorf (IT.NRW). Zum Zensusstichtag am 15.05.2022 lebten in NRW 46,8 % der Personen in Wohneigentum. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren es beim Zensus 2011 noch 49,8 %. Junge Erwachsene zwischen 24 und 32 lebten besonders häufig in Mietverhältnissen, während ältere Erwachsene ab 49 sowie Seniorinnen und Senioren eher in Wohneigentum wohnten.

Über alle Altersgruppen betrachtet, lag die Mietquote im Alter von 27 mit 76,1 % am höchsten. Die höchste Eigentumsquote, also Personen, die in Wohneigentum lebten, wiesen die 58- und 59-Jährigen mit 56,2 % auf.

Eigentums- und Mietquote Zensus 2022 nach Altersjahren

Personen unter 72 Jahren leben 2022 seltener in Wohneigentum als 2011 – Ältere hingegen häufiger

Ab einem Alter von 49 Jahren lag die Eigentumsquote für Erwachsene höher als die Mietquote. Beim Zensus 2011 war dieser Wendepunkt bereits bei einem Alter von 41 Jahren erreicht. Beim detaillierten Vergleich der Eigentumsquote zwischen dem Zensus 2011 und 2022 ist zu erkennen, dass in fast allen Altersgruppen unter 72 die Wohneigentumsquote gesunken ist. Besonders deutlich wird dies bei Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen mittleren Alters. So lebten 57,2 % der nordrhein-westfälischen Kinder im Alter von 13 Jahren im Jahr 2011 noch in Haushalten, die im Eigentum wohnten. 2022 waren es dagegen nur 49,5 %. Das entspricht einem Rückgang von 7,7 Prozentpunkten. Ähnlich sah es bei Erwachsenen im Alter von 43 Jahren aus: Sie wohnten 2011 noch zu 53,2 % im Eigentum, während 2022 nur 45,8 % dieses Alters in den eigenen vier Wänden lebten (- 7,4 Prozentpunkte). Dagegen hat die Eigentumsquote im hohen Alter zugenommen: Für Personen im Alter von über 72 Jahren hat die Eigentumsquote zwischen 2011 und 2022 zugenommen. Den größten Anstieg über alle Altersjahre hinweg gab es im Alter von 99 und 92 Jahren. Demnach lebten in diesem Alter mit +6,3 bzw. +6,2 Prozentpunkten mehr Menschen in Wohneigentum als 2011.

Veränderung der Eigentumsquote zwischen Zensus 2011 und 2022 in Prozentpunkten

Methodische Hinweise

Für die Auswertung wurden sowohl für den Zensus 2022 als auch für den Zensus 2011 nur Personen betrachtet welche ihren Hauptwohnsitz in einem Wohngebäude (ohne Wohnheime) haben. Im Zensus kann zudem nicht exakt bestimmt werden, welcher Person in einer Wohnung das Eigentum gehört, sondern nur, ob die Person mit der Eigentümerin oder dem Eigentümer zusammen oder zur Miete (inklusive mietfrei überlassenen Wohnungen) wohnt.

Für die Eigentumsquote werden alle Personen berücksichtigt, die in ihrem eigenen oder dem Wohneigentum eines Haushaltsmitglieds leben. Nicht enthalten sind Personen, die zwar Wohneigentum besitzen, selbst aber woanders zur Miete wohnen. Auf die Betrachtung der Eigentums- bzw. Mietquoten nach Altersjahren unterhalb der Landesebene wurde verzichtet, da dies zu keinen zielführenden Erkenntnissen führte.

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Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir schaffen Mehrwerte für Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Als Statistisches Landesamt erheben und veröffentlichen wir zuverlässige sowie objektive Daten und begleiten die Digitalisierung in der Landesverwaltung NRW. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

Weitere Ergebnisse zum Thema Wohnen finden Sie in unserer Storymap „Zensus 2022: Wie wohnt NRW?“

(173 / 25) Düsseldorf, den 20.06.2025

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Menschenmenge
Mittwoch, 18. Juni 2025

Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2024 lebten in Nordrhein-Westfalen 18.034.454 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl um 16.934 (+0,1 %) höher als zum Jahresende 2023. Obwohl im Jahr 2024 mehr Menschen starben als Personen geboren wurden (sog. Sterbeüberschuss: 67.743), konnte der positive Wanderungssaldo mit 83.872 mehr Zu- als Fortzügen die Bevölkerungszahl im Jahr 2024 über der Marke von 18 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern halten.

Ranking der größten Städte unverändert: Köln auf Platz 1, gefolgt von Düsseldorf und Dortmund

Im Ranking der größten Städte Nordrhein-Westfalens ergaben sich im Vergleich zum Vorjahr keine Veränderungen. Die größte Stadt bleibt Köln mit 1.024.621 Einwohnerinnen und Einwohnern, gefolgt von Düsseldorf (618.685), Dortmund (603.462) und Essen (574.682). Kleinste Gemeinde im Land ist nun die Stadt Hallenberg mit einer Einwohnerzahl von 4.367.

218 Gemeinden in NRW konnten im Jahr 2024 einen Bevölkerungszuwachs verzeichnen. Die größte prozentuale Veränderung gab es dabei in Weeze (+8,1 %), Horstmar (+3,1 %) und Nörvenich (+2,0 %). Einen Rückgang der Bevölkerung gab es in Unna (–2,7 %), Möhnesee (–2,2 %) und Wegberg (–1,3 %).

Große regionale Unterschiede beim Durchschnittsalter der Bevölkerung

Der Altersdurchschnitt der Bevölkerung lag im Jahr 2024 in Nordrhein-Westfalen bei 44,5 Jahren (Frauen: 45,8 Jahren; Männer: 43,1 Jahren). Die „jüngste“ Gemeinde war Augustdorf im Kreis Lippe mit einem Altersdurchschnitt von 39,1 Jahren, während Bad Sassendorf im Kreis Soest mit 50,3 Jahren die „älteste“ Gemeinde war.

Methodische Hinweise

Die Werte in dieser Pressemitteilung stammen aus der Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des letzten Zensus vom 15. Mai 2022. Mit der heutigen Veröffentlichung ist die Umstellung der Bevölkerungsfortschreibung auf den Zensus 2022 abgeschlossen.

Bei der Berechnung der Bevölkerungsentwicklung flossen auch Korrekturen mit ein, die hauptsächlich auf sogenannte „Rücknahmen von Zu- bzw. Fortzügen” zurückzuführen sind, die von den Kommunen erst nach Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden (2024: +805).

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen.  (IT.NRW)

Ergebnisse für Städte und Gemeinden finden Sie als Excel-Datei in der Landesdatenbank NRW

Weitere Ergebnisse finden Sie in der Landesdatenbank NRW.

(171 / 25) Düsseldorf, den 18. Juni 2025

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Luftaufnahme Siedlung mit Häusern
Montag, 26. Mai 2025

Düsseldorf (IT.NRW). Ab dem 2. Juni 2025 werden im Rahmen der sogenannten „Wohnsitzanalyse“ ausgewählte Personen zu ihren Wohnverhältnissen befragt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, erproben die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder damit von Juni bis August 2025 ein neues Verfahren für einen zukünftigen Registerzensus. Stellvertretend für die gesamte Bevölkerung werden in Deutschland 100.000 Personen bzw. 21.000 Personen in Nordrhein-Westfalen befragt. Die Teilnahme an der Befragung ist gesetzlich verpflichtend.

Weniger Datenmeldungen von Bürgerinnen und Bürger durch Nutzung vorhandener Quellen erforderlich

Bei der Durchführung des Zensus im Jahr 2022 in Deutschland wurde die amtliche Bevölkerungszahl mit Daten aus den Melderegistern ermittelt und mit Angaben von Bürgerinnen und Bürgern aus einer Stichprobenerhebung ergänzt. Mit diesem Ansatz lassen sich jedoch perspektivisch die steigenden Anforderungen auf nationaler und europäischer Ebene nicht mehr erfüllen. Daher testen die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder derzeit die Methodik eines Registerzensus. Im Unterschied zum bisherigen Zensus sollen die Daten so weit wie möglich aus vorhandenen Quellen der Verwaltung und Statistik gewonnen, automatisiert zusammengeführt sowie aufbereitet werden. Dies ermöglicht zukünftige Einsparungen beim Erhebungsaufwand, da die Anzahl der zu befragenden Bürgerinnen und Bürgerreduziert werden kann. Außerdem können auf diese Weise Ergebnisse des Zensus häufiger, aktueller und tiefer regional untergliedert bereitgestellt werden.

Gemäß dem neuen Verfahren werden Einträge zu Personen aus den Melderegistern mit Einträgen aus mehreren Vergleichsregistern, wie bspw. der Bundesagentur für Arbeit oder der gesetzlichen Rentenversicherung, abgeglichen bzw. zugeordnet. Aus all jenen Personen, bei denen diese Zuordnung nicht eindeutig möglich ist, wird eine Stichprobe für die sogenannte „Wohnsitzanalyse“ gezogen. Diese Personen werden postalisch durch die Statistischen Ämter der Länder kontaktiert und nach ihrer Hauptwohnung zum Stichtag 15. Mai 2022 befragt. Auch wenn sich die Analyse aus statistikinternen, konzeptionellen und technischen Gründen weit in die Vergangenheit richtet, können wertvolle Erkenntnisse zu den bisherigen methodischen Überlegungen gewonnen und überprüft werden.

Beantwortung des Fragebogens dauert circa fünf Minuten

Personen, die zur Meldung für die Wohnsitzanalyse aufgefordert wurden, können dies schnell und bequem online erledigen. Die Beantwortung des Fragebogens dauert circa fünf Minuten. Er enthält Fragen zur Hauptwohnung und ggf. noch weiteren Wohnungen innerhalb Deutschlands.

Datenschutz gewährleistet – keine Rückschlüsse auf einzelne Personen

Wie bei allen Erhebungen der amtlichen Statistik werden auch bei der Wohnsitzanalyse alle gesetzlichen Datenschutzbestimmungen befolgt. Die gewonnenen Informationen werden anonymisiert weiterverarbeitet und ausschließlich für statistische Zwecke genutzt. Rückschlüsse auf einzelne Personen oder die Weitergabe von Daten an Dritte sind ausgeschlossen.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir schaffen Mehrwerte für Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Als Statistisches Landesamt erheben und veröffentlichen wir zuverlässige sowie objektive Daten und begleiten die Digitalisierung in der Landesverwaltung NRW. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

(142 / 25) Düsseldorf, den 26. Mai 2025

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Polnische Flaggen

Düsseldorf (IT.NRW). Zum Zensusstichtag am 15. Mai 2022 lebten 536.103 Personen mit einer polnischen Staatsangehörigkeit in NRW. Somit waren 3,0 % der Bevölkerung polnische Staatsangehörige. Anlässlich der Präsidentschaftswahlen in Polen am 18. Mai 2025 liefert Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt auf Basis der Ergebnisse des Zensus 2022 Fakten zur Struktur der polnischen Bevölkerung in NRW.

Knapp zwei Drittel aller polnischen Personen in NRW sind Doppelstaatlerinnen oder Doppelstaatler

Von den polnischen Staatsangehörigen in NRW waren 18,6 % im Mai 2022 unter 18 Jahren alt. Demgegenüber waren 81,4 % der Polinnen und Polen – etwas über 436.000 Personen – volljährig. Fast zwei Drittel bzw. 65,7 % der Polinnen und Polen in NRW besaßen neben der polnischen auch die deutsche Staatsangehörigkeit. Insgesamt waren rund 352.000 Personen deutsch-polnische Doppelstaatlerinnen bzw. Doppelstaatler. Genau 34 % der Polinnen und Polen besaßen ausschließlich die polnische Staatsangehörigkeit und 0,3 % waren Staatsangehörige von Polen und einem weiteren Land.

Emmerich und Weeze: Jede/jeder Zehnte hat die polnische Staatsangehörigkeit

Auf Ebene der Gemeinden zeigen sich deutliche Unterschiede in Bezug auf den Anteil polnischer Personen an der Gesamtbevölkerung. So besaß im Mai 2022 jede zehnte Person in Emmerich am Rhein (10,4 %) und in Weeze (10,1 %) die polnische Staatsangehörigkeit. Auch in anderen Gemeinden im Kreis Kleve fand sich ein überdurchschnittlich hoher Anteil von Polinnen und Polen, so zum Beispiel in den Städten Straelen mit 8,9 %, Kleve mit 8,5 % oder Kevelaer mit 8,3 %. Demgegenüber fanden sich die geringsten Anteile in einzelnen Gemeinden im Kreis Höxter und im Kreis Steinfurt. Zu nennen sind insbesondere die Stadt Marienmünster, in der 0,4 % der Bevölkerung polnisch war, und die Gemeinde Hopsten sowie die Stadt Brakel mit einem Anteil von jeweils 0,5 % polnischer Staatsangehöriger.

Personen mit polnischer Staatsangehörigkeit in den Städten und Gemeinden in NRW 2022

Insgesamt leben mehr als eine halbe Million Polinnen und Polen in NRW, die meisten in Dortmund und Köln

Gemessen an den absoluten Werten lebten im Mai 2022 auf Gemeindeebene die meisten Polinnen und Polen in der Stadt Dortmund. Dort besaßen 22.787 Personen die polnische Staatsangehörigkeit. Mit 22.737 Polinnen und Polen folgte Köln dicht dahinter auf Platz zwei. In Essen wohnten 19.490 polnische Staatsangehörige. Damit belegte Essen Platz drei. Bei Betrachtung der Kreise und kreisfreien Städte in NRW verliert Essen allerdings seinen dritten Platz: Im Märkischen Kreis besaßen 2022 insgesamt 20.269 Personen die polnische Staatsangehörigkeit.

Methodische Hinweise

Zur Identifizierung von Polinnen und Polen wurden die Angaben zu den ersten beiden Staatsangehörigkeiten aus den Ergebnissen des Zensus 2022 ausgewertet.

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Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir schaffen Mehrwerte für Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Als Statistisches Landesamt erheben und veröffentlichen wir zuverlässige sowie objektive Daten und begleiten die Digitalisierung in der Landesverwaltung NRW. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen.

(131 / 25) Düsseldorf, den 13. Mai 2025

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Junge Angestellte am Arbeitsplatz

Düsseldorf (IT.NRW). Zum Zensusstichtag am 15. Mai 2022 sind 56,2 Prozent der Studierenden in NRW erwerbstätig gewesen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lebten im Mai 2022 über 481 000 Studierende im Alter von 18 bis 26 Jahren in NRW. Mehr als 270 000 von ihnen waren erwerbstätig. Dabei lag der Anteil Erwerbstätiger bei den Studentinnen mit 58,7 Prozent um fünf Prozentpunkte höher als der Anteil bei den Studenten (53,7 Prozent).

Kreis Borken mit der höchsten Erwerbstätigenquote: Fast 67 Prozent der Studierenden sind erwerbstätig

Eine regionale Betrachtung zeigt, dass die Städteregion Aachen mit 46,9 Prozent den niedrigsten Anteil erwerbstätiger Personen unter den Studierenden aufwies. Für die Universitätsstadt Aachen separat ergab sich mit 46,2 Prozent sogar ein noch geringerer Wert. Für eine weitere große Universitätsstadt zeigte sich ein ganz anderes Bild: Mit einem Anteil von 64,8 Prozent waren in Münster fast zwei von drei Studierenden im Alter von 18 bis 26 Jahren im Jahr 2022 erwerbstätig. Lediglich der Kreis Borken wies mit 66,8 Prozent eine noch höhere Erwerbstätigenquote unter den Studierenden in NRW auf.

Erwerbstätige Studierende im Alter von 18 bis 26 Jahren in Kreisen/kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen

Lehrende und ausbildende Berufe bei erwerbstätigen Studierenden auf dem Spitzenplatz

Von den erwerbstätigen Studierenden im Alter von 18 bis 26 Jahren waren 2022 mit einem Anteil von 13,9 Prozent die meisten Personen in der Gruppe „Lehrende und ausbildende Berufe” beschäftigt. Darunter werden beispielsweise Tätigkeiten als Nachhilfelehrerin oder -lehrer, aber auch die wissenschaftliche Mitarbeit an Hochschulen abgebildet. Sowohl bei Studenten als auch bei Studentinnen waren „Lehrende und ausbildende Berufe” mit 12,7 bzw. 15,1 Prozent auf dem Spitzenplatz. Am zweithäufigsten arbeiteten Studierende in sogenannten „Verkaufsberufen” (11,0 Prozent). Insbesondere bei Studentinnen waren Beschäftigungen im Verkauf verbreitet (12,9 Prozent). Dieser Anteil war bei Männern etwas geringer (8,8 Prozent). Auf Platz 3 der Top-Berufsgruppen bei Studierenden landeten mit 9,1 Prozent Beschäftigungen der Gruppe „Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufe”, so zum Beispiel im Gastronomieservice. Hier war der Anteil bei Studentinnen mit 11,5 Prozent fast doppelt so hoch wie der Anteil bei Studenten mit 6,5 Prozent.

Fast 42 Prozent der erwerbstätigen Studierenden gehen einer Gelegenheitsarbeit oder einem Minijob nach

Grundsätzlich gingen fast 113 000 Studierende und somit 41,7 Prozent aller erwerbstätigen Studierenden in NRW im Jahr 2022 einer Gelegenheitsarbeit oder einem Minijob als Haupttätigkeit nach. Allerdings war auch über ein Drittel der erwerbstätigen Studierenden (35,2 Prozent) als Angestellte bzw. Angestellter und somit in größerem Umfang erwerbstätig.

Ergebnisse des Mikrozensus zeigen, dass im Jahr 2022 nur etwas mehr als jede zehnte studierende Person im Alter von 18 bis 26 Jahren (11,3 Prozent) in NRW den eigenen Lebensunterhalt überwiegend durch Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BaföG) oder ein Stipendium bestritt.

Methodische Hinweise

Grundlegend für die hier dargestellte Zahl zum BaföG sind die Endergebnisse des Mikrozensus 2022. Die restlichen Ergebnisse basieren auf der zusätzlichen Befragung (Stichprobenerhebung) im Rahmen des Zensus 2022. Personen in Gemeinschaftsunterkünften, im Ausland tätige Angehörige der Bundeswehr, der Polizeibehörden und des Auswärtigen Dienstes sowie ihre dort ansässigen Familien sind nicht inkludiert. Gemäß der International Labour Organisation (ILO) gilt in dieser Pressemitteilung jede Person im erwerbsfähigen Alter, die in einem einwöchigen Berichtszeitraum mindestens eine Stunde lang gegen Entgelt oder im Rahmen einer selbstständigen oder mithelfenden Tätigkeit gearbeitet hat, als erwerbstätig. Auch eine Person, die sich in einem formalen Arbeitsverhältnis befindet, das diese im Berichtszeitraum nur vorübergehend nicht ausgeübt hat, gilt als erwerbstätig. Die ausgewiesenen Zahlen zu Studierenden beruhen auf der Selbsteinschätzung der befragten Personen zu ihrer aktuellen Tätigkeit. Die Auswertung der Berufe erfolgte gemäß der Berufshauptgruppen der „Klassifikation der Berufe 2010 – überarbeitete Fassung 2020” der Statistik der Bundesagentur für Arbeit. (IT.NRW)

(091 / 25) Düsseldorf, den 2. April 2025

Weitere Ergebnisse aus dem Zensus 2022 sind abrufbar.

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Menschen beim Stadtbummel von oben
Dienstag, 18. März 2025

Düsseldorf (IT.NRW). Zum Zensusstichtag am 15. Mai 2022 lebten knapp 7,7 Millionen verheiratete Menschen in Nordrhein-Westfalen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war damit etwa jede zweite volljährige Person in NRW verheiratet (51,5 Prozent). Zum Vergleich: Zur Volkszählung 1970 belief sich der Anteil verheirateter Personen ab 18 Jahren noch auf mehr als zwei Drittel (70,2 Prozent).

Anteil geschiedener Menschen seit 1970 um mehr als das Vierfache gestiegen

Im Jahr 1970 lebten rund 273 000 Geschiedene in Nordrhein-Westfalen. 1987 betrug diese Anzahl schon über 642 000; 2022 waren es dann knapp 1,4 Millionen. Gemessen an der Bevölkerung ab 18 Jahren hat sich der Anteil Geschiedener damit von 2,2 Prozent im Jahr 1970 auf 9,3 Prozent im Jahr 2022 mehr als vervierfacht. Ebenfalls ist der Anteil lediger Erwachsener im selben Zeitraum in NRW von 16,2 Prozent auf 29,5 Prozent gestiegen. Dagegen ist die Quote verwitweter Erwachsener in NRW von 11,3 Prozent im Jahr 1970 auf 8,3 Prozent im Jahr 2022 zurückgegangen.

Bevölkerung ab 18 Jahren in NRW nach Familienstand und Jahr

Anteil verheirateter Erwachsener variiert NRW-weit zwischen 37,8 und 62,1 Prozent

Auf Ebene der Gemeinden zeigt sich, dass Erwachsene in Gemeinden mit niedrigerem Verstädterungsgrad überdurchschnittlich häufig verheiratet sind. So waren 2022 in NRW 57,3 Prozent der volljährigen Bevölkerung in Gemeinden mit einem niedrigen Verstädterungsgrad verheiratet. Demgegenüber waren Erwachsene in Kommunen mit einem hohen Verstädterungsgrad (wie beispielsweise in Großstädten im Ruhrgebiet, entlang des Rheins oder in den Universitätsstädten Aachen, Münster, Bielefeld und Paderborn) im Schnitt seltener verheiratet (47,9 Prozent). Die Spannweite reichte von Odenthal im Rheinisch-Bergischen Kreis mit 62,1 Prozent verheirateten Erwachsenen bis zur kreisfreien Stadt Aachen mit 37,8 Prozent volljährigen verheirateten Personen.

Bevölkerung ab 18 Jahren in NRW nach Familienstand und Verstädterungsgrad

In städtischeren Gebieten leben prozentual mehr ledige Erwachsene als in ländlicheren

Spiegelbildlich verhielt sich der Anteil Geschiedener: So waren 7,8 Prozent der Erwachsenen in Gemeinden mit niedrigem Verstädterungsgrad zum Zensusstichtag 2022 geschieden. In dicht besiedelten Kommunen lag dieser Anteil dagegen bei 9,7 Prozent.

Ein ähnliches regionales Muster zeigt sich beim Anteil lediger Erwachsener in den NRW-Kommunen. Während in Gebieten mit hohem Verstädterungsgrad der Anteil lediger Erwachsenen bei gut einem Drittel lag (32,9 Prozent), war anteilig in gering besiedelten Gemeinden durchschnittlich nur etwa jede vierte volljährige Person ledig (25,2 Prozent).

Anteil verheirateter und lediger Menschen an der volljährigen Bevölkerung

Beim Anteil der verwitweten Personen sind für das Jahr 2022 NRW-weit vergleichsweise geringe Unterschiede zwischen dicht besiedelten und weniger dicht besiedelten Gemeinden festzustellen. Allerdings gab es auch hier regionale Differenzen: So reichte die Spannweite von 5,9 Prozent in Münster bis zu 13,1 Prozent verwitweten Erwachsenen in Bad Sassendorf im Kreis Soest.

Methodische Hinweise:

Datengrundlage: Die hier dargestellten Zahlen basieren auf den Ergebnissen der Volkszählungen 1970 und 1987 sowie dem Zensus 2011 und dem Zensus 2022.

Angaben zu Verheirateten, Geschiedenen und Verwitweten implizieren für den Zensus 2011 ebenfalls eingetragene Lebenspartnerschaften. Für den Zensus 2022 beinhalten sie eingetragene Lebenspartnerschaften, die vor Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts am 1. Oktober 2017 eingegangen und nicht in eine Ehe umgewandelt wurden.

Die Einteilung des Verstädterungsgrad erfolgte anhand der Eurostat-Typologie DEGURBA. Diese unterteilt die Gemeinden in der EU nach einheitlichen Kriterien in die drei folgenden Kategorien: 1. Städte, 2. Kleinere Städte und Vororte, 3. Ländliche Gebiete. Für weitere Details siehe Applying the Degree of Urbanisation. Die Zuordnung der einzelnen Gemeinden ist abrufbar.

Die Volljährigkeit wurde in Westdeutschland bis 1974 erst mit dem 21. Lebensjahr erreicht. Für eine bessere Vergleichbarkeit in dieser Pressemitteilung wurde für alle Zeitpunkte die Bevölkerung ab 18 Jahren betrachtet. (IT.NRW)

(072 / 25) Düsseldorf, den 18. März 2025

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