Landesbetrieb IT.NRW
IT-Dienstleister und Statistik
Luftaufnahme Siedlung mit Häusern
Montag, 26. Mai 2025
Zensus
Registerzensus
Wohnsitzanalyse

Düsseldorf (IT.NRW). Ab dem 2. Juni 2025 werden im Rahmen der sogenannten „Wohnsitzanalyse“ ausgewählte Personen zu ihren Wohnverhältnissen befragt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, erproben die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder damit von Juni bis August 2025 ein neues Verfahren für einen zukünftigen Registerzensus. Stellvertretend für die gesamte Bevölkerung werden in Deutschland 100.000 Personen bzw. 21.000 Personen in Nordrhein-Westfalen befragt. Die Teilnahme an der Befragung ist gesetzlich verpflichtend.

Weniger Datenmeldungen von Bürgerinnen und Bürger durch Nutzung vorhandener Quellen erforderlich

Bei der Durchführung des Zensus im Jahr 2022 in Deutschland wurde die amtliche Bevölkerungszahl mit Daten aus den Melderegistern ermittelt und mit Angaben von Bürgerinnen und Bürgern aus einer Stichprobenerhebung ergänzt. Mit diesem Ansatz lassen sich jedoch perspektivisch die steigenden Anforderungen auf nationaler und europäischer Ebene nicht mehr erfüllen. Daher testen die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder derzeit die Methodik eines Registerzensus. Im Unterschied zum bisherigen Zensus sollen die Daten so weit wie möglich aus vorhandenen Quellen der Verwaltung und Statistik gewonnen, automatisiert zusammengeführt sowie aufbereitet werden. Dies ermöglicht zukünftige Einsparungen beim Erhebungsaufwand, da die Anzahl der zu befragenden Bürgerinnen und Bürgerreduziert werden kann. Außerdem können auf diese Weise Ergebnisse des Zensus häufiger, aktueller und tiefer regional untergliedert bereitgestellt werden.

Gemäß dem neuen Verfahren werden Einträge zu Personen aus den Melderegistern mit Einträgen aus mehreren Vergleichsregistern, wie bspw. der Bundesagentur für Arbeit oder der gesetzlichen Rentenversicherung, abgeglichen bzw. zugeordnet. Aus all jenen Personen, bei denen diese Zuordnung nicht eindeutig möglich ist, wird eine Stichprobe für die sogenannte „Wohnsitzanalyse“ gezogen. Diese Personen werden postalisch durch die Statistischen Ämter der Länder kontaktiert und nach ihrer Hauptwohnung zum Stichtag 15. Mai 2022 befragt. Auch wenn sich die Analyse aus statistikinternen, konzeptionellen und technischen Gründen weit in die Vergangenheit richtet, können wertvolle Erkenntnisse zu den bisherigen methodischen Überlegungen gewonnen und überprüft werden.

Beantwortung des Fragebogens dauert circa fünf Minuten

Personen, die zur Meldung für die Wohnsitzanalyse aufgefordert wurden, können dies schnell und bequem online erledigen. Die Beantwortung des Fragebogens dauert circa fünf Minuten. Er enthält Fragen zur Hauptwohnung und ggf. noch weiteren Wohnungen innerhalb Deutschlands.

Datenschutz gewährleistet – keine Rückschlüsse auf einzelne Personen

Wie bei allen Erhebungen der amtlichen Statistik werden auch bei der Wohnsitzanalyse alle gesetzlichen Datenschutzbestimmungen befolgt. Die gewonnenen Informationen werden anonymisiert weiterverarbeitet und ausschließlich für statistische Zwecke genutzt. Rückschlüsse auf einzelne Personen oder die Weitergabe von Daten an Dritte sind ausgeschlossen.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir schaffen Mehrwerte für Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Als Statistisches Landesamt erheben und veröffentlichen wir zuverlässige sowie objektive Daten und begleiten die Digitalisierung in der Landesverwaltung NRW. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

(142 / 25) Düsseldorf, den 26. Mai 2025

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Polnische Flaggen
Dienstag, 13. Mai 2025
Zensus
Volkszählung
Polnische Bevölkerung
Polen

Düsseldorf (IT.NRW). Zum Zensusstichtag am 15. Mai 2022 lebten 536.103 Personen mit einer polnischen Staatsangehörigkeit in NRW. Somit waren 3,0 % der Bevölkerung polnische Staatsangehörige. Anlässlich der Präsidentschaftswahlen in Polen am 18. Mai 2025 liefert Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt auf Basis der Ergebnisse des Zensus 2022 Fakten zur Struktur der polnischen Bevölkerung in NRW.

Knapp zwei Drittel aller polnischen Personen in NRW sind Doppelstaatlerinnen oder Doppelstaatler

Von den polnischen Staatsangehörigen in NRW waren 18,6 % im Mai 2022 unter 18 Jahren alt. Demgegenüber waren 81,4 % der Polinnen und Polen – etwas über 436.000 Personen – volljährig. Fast zwei Drittel bzw. 65,7 % der Polinnen und Polen in NRW besaßen neben der polnischen auch die deutsche Staatsangehörigkeit. Insgesamt waren rund 352.000 Personen deutsch-polnische Doppelstaatlerinnen bzw. Doppelstaatler. Genau 34 % der Polinnen und Polen besaßen ausschließlich die polnische Staatsangehörigkeit und 0,3 % waren Staatsangehörige von Polen und einem weiteren Land.

Emmerich und Weeze: Jede/jeder Zehnte hat die polnische Staatsangehörigkeit

Auf Ebene der Gemeinden zeigen sich deutliche Unterschiede in Bezug auf den Anteil polnischer Personen an der Gesamtbevölkerung. So besaß im Mai 2022 jede zehnte Person in Emmerich am Rhein (10,4 %) und in Weeze (10,1 %) die polnische Staatsangehörigkeit. Auch in anderen Gemeinden im Kreis Kleve fand sich ein überdurchschnittlich hoher Anteil von Polinnen und Polen, so zum Beispiel in den Städten Straelen mit 8,9 %, Kleve mit 8,5 % oder Kevelaer mit 8,3 %. Demgegenüber fanden sich die geringsten Anteile in einzelnen Gemeinden im Kreis Höxter und im Kreis Steinfurt. Zu nennen sind insbesondere die Stadt Marienmünster, in der 0,4 % der Bevölkerung polnisch war, und die Gemeinde Hopsten sowie die Stadt Brakel mit einem Anteil von jeweils 0,5 % polnischer Staatsangehöriger.

Personen mit polnischer Staatsangehörigkeit in den Städten und Gemeinden in NRW 2022

Insgesamt leben mehr als eine halbe Million Polinnen und Polen in NRW, die meisten in Dortmund und Köln

Gemessen an den absoluten Werten lebten im Mai 2022 auf Gemeindeebene die meisten Polinnen und Polen in der Stadt Dortmund. Dort besaßen 22.787 Personen die polnische Staatsangehörigkeit. Mit 22.737 Polinnen und Polen folgte Köln dicht dahinter auf Platz zwei. In Essen wohnten 19.490 polnische Staatsangehörige. Damit belegte Essen Platz drei. Bei Betrachtung der Kreise und kreisfreien Städte in NRW verliert Essen allerdings seinen dritten Platz: Im Märkischen Kreis besaßen 2022 insgesamt 20.269 Personen die polnische Staatsangehörigkeit.

Methodische Hinweise

Zur Identifizierung von Polinnen und Polen wurden die Angaben zu den ersten beiden Staatsangehörigkeiten aus den Ergebnissen des Zensus 2022 ausgewertet.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir schaffen Mehrwerte für Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Als Statistisches Landesamt erheben und veröffentlichen wir zuverlässige sowie objektive Daten und begleiten die Digitalisierung in der Landesverwaltung NRW. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen.

(131 / 25) Düsseldorf, den 13. Mai 2025

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Junge Angestellte am Arbeitsplatz
Mittwoch, 2. April 2025
Zensus
Volkszählung
Studierende
Erwerbstätigkeit

Düsseldorf (IT.NRW). Zum Zensusstichtag am 15. Mai 2022 sind 56,2 Prozent der Studierenden in NRW erwerbstätig gewesen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lebten im Mai 2022 über 481 000 Studierende im Alter von 18 bis 26 Jahren in NRW. Mehr als 270 000 von ihnen waren erwerbstätig. Dabei lag der Anteil Erwerbstätiger bei den Studentinnen mit 58,7 Prozent um fünf Prozentpunkte höher als der Anteil bei den Studenten (53,7 Prozent).

Kreis Borken mit der höchsten Erwerbstätigenquote: Fast 67 Prozent der Studierenden sind erwerbstätig

Eine regionale Betrachtung zeigt, dass die Städteregion Aachen mit 46,9 Prozent den niedrigsten Anteil erwerbstätiger Personen unter den Studierenden aufwies. Für die Universitätsstadt Aachen separat ergab sich mit 46,2 Prozent sogar ein noch geringerer Wert. Für eine weitere große Universitätsstadt zeigte sich ein ganz anderes Bild: Mit einem Anteil von 64,8 Prozent waren in Münster fast zwei von drei Studierenden im Alter von 18 bis 26 Jahren im Jahr 2022 erwerbstätig. Lediglich der Kreis Borken wies mit 66,8 Prozent eine noch höhere Erwerbstätigenquote unter den Studierenden in NRW auf.

Erwerbstätige Studierende im Alter von 18 bis 26 Jahren in Kreisen/kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen

Lehrende und ausbildende Berufe bei erwerbstätigen Studierenden auf dem Spitzenplatz

Von den erwerbstätigen Studierenden im Alter von 18 bis 26 Jahren waren 2022 mit einem Anteil von 13,9 Prozent die meisten Personen in der Gruppe „Lehrende und ausbildende Berufe” beschäftigt. Darunter werden beispielsweise Tätigkeiten als Nachhilfelehrerin oder -lehrer, aber auch die wissenschaftliche Mitarbeit an Hochschulen abgebildet. Sowohl bei Studenten als auch bei Studentinnen waren „Lehrende und ausbildende Berufe” mit 12,7 bzw. 15,1 Prozent auf dem Spitzenplatz. Am zweithäufigsten arbeiteten Studierende in sogenannten „Verkaufsberufen” (11,0 Prozent). Insbesondere bei Studentinnen waren Beschäftigungen im Verkauf verbreitet (12,9 Prozent). Dieser Anteil war bei Männern etwas geringer (8,8 Prozent). Auf Platz 3 der Top-Berufsgruppen bei Studierenden landeten mit 9,1 Prozent Beschäftigungen der Gruppe „Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufe”, so zum Beispiel im Gastronomieservice. Hier war der Anteil bei Studentinnen mit 11,5 Prozent fast doppelt so hoch wie der Anteil bei Studenten mit 6,5 Prozent.

Fast 42 Prozent der erwerbstätigen Studierenden gehen einer Gelegenheitsarbeit oder einem Minijob nach

Grundsätzlich gingen fast 113 000 Studierende und somit 41,7 Prozent aller erwerbstätigen Studierenden in NRW im Jahr 2022 einer Gelegenheitsarbeit oder einem Minijob als Haupttätigkeit nach. Allerdings war auch über ein Drittel der erwerbstätigen Studierenden (35,2 Prozent) als Angestellte bzw. Angestellter und somit in größerem Umfang erwerbstätig.

Ergebnisse des Mikrozensus zeigen, dass im Jahr 2022 nur etwas mehr als jede zehnte studierende Person im Alter von 18 bis 26 Jahren (11,3 Prozent) in NRW den eigenen Lebensunterhalt überwiegend durch Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BaföG) oder ein Stipendium bestritt.

Methodische Hinweise

Grundlegend für die hier dargestellte Zahl zum BaföG sind die Endergebnisse des Mikrozensus 2022. Die restlichen Ergebnisse basieren auf der zusätzlichen Befragung (Stichprobenerhebung) im Rahmen des Zensus 2022. Personen in Gemeinschaftsunterkünften, im Ausland tätige Angehörige der Bundeswehr, der Polizeibehörden und des Auswärtigen Dienstes sowie ihre dort ansässigen Familien sind nicht inkludiert. Gemäß der International Labour Organisation (ILO) gilt in dieser Pressemitteilung jede Person im erwerbsfähigen Alter, die in einem einwöchigen Berichtszeitraum mindestens eine Stunde lang gegen Entgelt oder im Rahmen einer selbstständigen oder mithelfenden Tätigkeit gearbeitet hat, als erwerbstätig. Auch eine Person, die sich in einem formalen Arbeitsverhältnis befindet, das diese im Berichtszeitraum nur vorübergehend nicht ausgeübt hat, gilt als erwerbstätig. Die ausgewiesenen Zahlen zu Studierenden beruhen auf der Selbsteinschätzung der befragten Personen zu ihrer aktuellen Tätigkeit. Die Auswertung der Berufe erfolgte gemäß der Berufshauptgruppen der „Klassifikation der Berufe 2010 – überarbeitete Fassung 2020” der Statistik der Bundesagentur für Arbeit. (IT.NRW)

(091 / 25) Düsseldorf, den 2. April 2025

Weitere Ergebnisse aus dem Zensus 2022 sind abrufbar.

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Menschen beim Stadtbummel von oben
Dienstag, 18. März 2025
Zensus
Volkszählung
Familienstand

Düsseldorf (IT.NRW). Zum Zensusstichtag am 15. Mai 2022 lebten knapp 7,7 Millionen verheiratete Menschen in Nordrhein-Westfalen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war damit etwa jede zweite volljährige Person in NRW verheiratet (51,5 Prozent). Zum Vergleich: Zur Volkszählung 1970 belief sich der Anteil verheirateter Personen ab 18 Jahren noch auf mehr als zwei Drittel (70,2 Prozent).

Anteil geschiedener Menschen seit 1970 um mehr als das Vierfache gestiegen

Im Jahr 1970 lebten rund 273 000 Geschiedene in Nordrhein-Westfalen. 1987 betrug diese Anzahl schon über 642 000; 2022 waren es dann knapp 1,4 Millionen. Gemessen an der Bevölkerung ab 18 Jahren hat sich der Anteil Geschiedener damit von 2,2 Prozent im Jahr 1970 auf 9,3 Prozent im Jahr 2022 mehr als vervierfacht. Ebenfalls ist der Anteil lediger Erwachsener im selben Zeitraum in NRW von 16,2 Prozent auf 29,5 Prozent gestiegen. Dagegen ist die Quote verwitweter Erwachsener in NRW von 11,3 Prozent im Jahr 1970 auf 8,3 Prozent im Jahr 2022 zurückgegangen.

Bevölkerung ab 18 Jahren in NRW nach Familienstand und Jahr

Anteil verheirateter Erwachsener variiert NRW-weit zwischen 37,8 und 62,1 Prozent

Auf Ebene der Gemeinden zeigt sich, dass Erwachsene in Gemeinden mit niedrigerem Verstädterungsgrad überdurchschnittlich häufig verheiratet sind. So waren 2022 in NRW 57,3 Prozent der volljährigen Bevölkerung in Gemeinden mit einem niedrigen Verstädterungsgrad verheiratet. Demgegenüber waren Erwachsene in Kommunen mit einem hohen Verstädterungsgrad (wie beispielsweise in Großstädten im Ruhrgebiet, entlang des Rheins oder in den Universitätsstädten Aachen, Münster, Bielefeld und Paderborn) im Schnitt seltener verheiratet (47,9 Prozent). Die Spannweite reichte von Odenthal im Rheinisch-Bergischen Kreis mit 62,1 Prozent verheirateten Erwachsenen bis zur kreisfreien Stadt Aachen mit 37,8 Prozent volljährigen verheirateten Personen.

Bevölkerung ab 18 Jahren in NRW nach Familienstand und Verstädterungsgrad

In städtischeren Gebieten leben prozentual mehr ledige Erwachsene als in ländlicheren

Spiegelbildlich verhielt sich der Anteil Geschiedener: So waren 7,8 Prozent der Erwachsenen in Gemeinden mit niedrigem Verstädterungsgrad zum Zensusstichtag 2022 geschieden. In dicht besiedelten Kommunen lag dieser Anteil dagegen bei 9,7 Prozent.

Ein ähnliches regionales Muster zeigt sich beim Anteil lediger Erwachsener in den NRW-Kommunen. Während in Gebieten mit hohem Verstädterungsgrad der Anteil lediger Erwachsenen bei gut einem Drittel lag (32,9 Prozent), war anteilig in gering besiedelten Gemeinden durchschnittlich nur etwa jede vierte volljährige Person ledig (25,2 Prozent).

Anteil verheirateter und lediger Menschen an der volljährigen Bevölkerung

Beim Anteil der verwitweten Personen sind für das Jahr 2022 NRW-weit vergleichsweise geringe Unterschiede zwischen dicht besiedelten und weniger dicht besiedelten Gemeinden festzustellen. Allerdings gab es auch hier regionale Differenzen: So reichte die Spannweite von 5,9 Prozent in Münster bis zu 13,1 Prozent verwitweten Erwachsenen in Bad Sassendorf im Kreis Soest.

Methodische Hinweise:

Datengrundlage: Die hier dargestellten Zahlen basieren auf den Ergebnissen der Volkszählungen 1970 und 1987 sowie dem Zensus 2011 und dem Zensus 2022.

Angaben zu Verheirateten, Geschiedenen und Verwitweten implizieren für den Zensus 2011 ebenfalls eingetragene Lebenspartnerschaften. Für den Zensus 2022 beinhalten sie eingetragene Lebenspartnerschaften, die vor Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts am 1. Oktober 2017 eingegangen und nicht in eine Ehe umgewandelt wurden.

Die Einteilung des Verstädterungsgrad erfolgte anhand der Eurostat-Typologie DEGURBA. Diese unterteilt die Gemeinden in der EU nach einheitlichen Kriterien in die drei folgenden Kategorien: 1. Städte, 2. Kleinere Städte und Vororte, 3. Ländliche Gebiete. Für weitere Details siehe Applying the Degree of Urbanisation. Die Zuordnung der einzelnen Gemeinden ist abrufbar.

Die Volljährigkeit wurde in Westdeutschland bis 1974 erst mit dem 21. Lebensjahr erreicht. Für eine bessere Vergleichbarkeit in dieser Pressemitteilung wurde für alle Zeitpunkte die Bevölkerung ab 18 Jahren betrachtet. (IT.NRW)

(072 / 25) Düsseldorf, den 18. März 2025

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Älteres Paar bei der Arbeit in einem Blumenladen
Donnerstag, 20. Februar 2025
Zensus
Volkszählung
Erwerbstätigkeit
Senioren

Düsseldorf (IT.NRW). Zum Zensusstichtag am 15.05.2022 waren 10,0 Prozent der Seniorinnen und Senioren in NRW erwerbstätig. Als Personen im Seniorenalter werden alle Einwohnerinnen und Einwohner gezählt, die zum Stichtag 65 Jahre und älter waren. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt weiter mitteilt, gingen von den knapp 3,7 Millionen Seniorinnen und Senioren, die zum Zensusstichtag 2022 in NRW lebten, mehr als 370 000 einer Erwerbstätigkeit nach. Der Anteil erwerbstätiger Senioren lag dabei mit 12,8 Prozent höher als der Anteil erwerbstätigen Seniorinnen (7,9 Prozent).

Mit steigendem Alter nahm der Anteil erwerbstätiger Seniorinnen und Senioren sichtbar ab: Von den 65- bis 69-Jährigen ging 2022 mehr als jede fünfte Person (21,3 Prozent) einer Erwerbstätigkeit nach, während dies bei den 70- bis 74-Jährigen etwa auf jede zehnte Person (10,6 Prozent) zutraf. Mit einer Erwerbstätigenquote von 1,2 Prozent waren auch Personen im Alter von 90 und mehr Jahren noch erwerbstätig.

Regionale Unterschiede bei den Erwerbstätigenquoten von Seniorinnen und Senioren

Im regionalen Vergleich war 2022 die Erwerbstätigenquote von Seniorinnen und Senioren im Kreis Borken am höchsten: Mit 15,1 Prozent lag diese rund 5 Prozentpunkte über der Quote für NRW insgesamt (10,0 Prozent). Demgegenüber verzeichnete die Stadt Herne die geringsten Erwerbstätigenquote bei Seniorinnen und Senioren: Insgesamt waren hier 6,5 Prozent aller Personen ab 65 Jahren erwerbstätig.

Berufsgruppe „Fahrzeugführung im Straßenverkehr“ auf Platz 1

Von den erwerbstätigen Seniorinnen und Senioren in NRW waren im Jahr 2022 mit 7,5 Prozent die meisten Personen im Bereich „Fahrzeugführung im Straßenverkehr” beschäftigt. Unter dieser Gruppe werden z. B. Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer sowie Bus-/Straßenbahnfahrerinnen und Bus-/Straßenbahnfahrer abgebildet. Am zweithäufigsten arbeiteten Seniorinnen und Senioren in Berufen der Gruppe „Büro und Sekretariat” (6,1 Prozent). Hierunter fallen beispielsweise allgemeine Tätigkeiten im Büro oder Beschäftigungen in der Auskunft und Kundeninformation. Auf dem dritten Platz der Top-Berufsgruppen von Seniorinnen und Senioren landete mit 5,7 Prozent die Gruppe „Reinigung”, die unter anderem Berufe in der Gebäude-, Textil- und Fahrzeugreinigung umfasst.

Mehr Details und weitere spannende Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit von Personen ab 65 Jahren in Nordrhein-Westfalen, zum Beispiel zu den Geschlechterunterschieden, sind im Artikel „Erwerbstätigkeit von Seniorinnen und Senioren in NRW” zu finden.

Methodische Hinweise

Die Grundlage für die hier dargestellten Zahlen bilden die Ergebnisse der zusätzlichen Befragung (Stichprobenerhebung) im Rahmen des Zensus 2022. Die aus der Stichprobenerhebung hochgerechneten Ergebnisse werden auf ein Vielfaches von zehn gerundet ausgewiesen. Personen in Gemeinschaftsunterkünften, im Ausland tätige Angehörige der Bundeswehr, der Polizeibehörden und des Auswärtigen Dienstes sowie ihre dort ansässigen Familien sind nicht inkludiert. Als erwerbstätig gilt jede Person im erwerbsfähigen Alter, die in einem einwöchigen Berichtszeitraum mindestens eine Stunde lang gegen Entgelt oder im Rahmen einer selbstständigen oder mithelfenden Tätigkeit gearbeitet hat. Auch eine Person, die sich in einem formalen Arbeitsverhältnis befindet, das diese im Berichtszeitraum nur vorübergehend nicht ausgeübt hat, gilt als erwerbstätig. Bei Vergleichen der hier dargestellten Ergebnisse mit anderen Quellen ist zu beachten, dass ggf. verschiedene Altersabgrenzungen zugrunde liegen können. Weitere Ergebnisse aus dem Zensus 2022 sind auf unserer Statistikseite abrufbar. (IT.NRW)

(047 / 25) Düsseldorf, den 20. Februar 2025

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Angeschnittene Geburtstagstorte mit einer brennenden Kerze
Mittwoch, 12. Februar 2025
Valentinstag
Geburtstag
Geburten

Düsseldorf (IT.NRW). Rund 51 500 Menschen in Nordrhein-Westfalen dürfen am kommenden Freitag nicht nur Valentinstag, sondern auch ihren Geburtstag feiern. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, sind seit dem Jahr 2000 insgesamt 10 827 Kinder in NRW an einem 14. Februar zur Welt gekommen. Das macht einen Anteil von 0,28 Prozent an den Geburten insgesamt in diesem Zeitraum aus. Der Durchschnittswert über alle Tage im Jahr seit 2000 beträgt 0,27 Prozent. (IT.NRW)

(039 / 25) Düsseldorf, den 12. Februar 2025

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Flaggen des Vereinigten Königreichs und von NRW
Montag, 20. Januar 2025
Außenhandel
Import
Export
Einbürgerungen

Düsseldorf (IT.NRW). Vor fünf Jahren, am 31. Januar 2020, verließ das Vereinigte Königreich mit Inkrafttreten des Austrittsabkommens die Europäische Union. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren im Jahr 2023 sowohl das Handelsvolumen als auch die Zahl der Einbürgerungen in NRW niedriger als im Jahr 2019 vor dem Brexit.

Rückgang von über zehn Prozent bei den NRW-Exporten

Die nordrhein-westfälische Wirtschaft exportierte 2023 Waren im Wert von 9,5 Milliarden Euro in das Vereinigte Königreich. Das waren 10,3 Prozent weniger als 2019, dem Jahr vor dem Brexit (damals ca. 10,6 Milliarden Euro). Im Zeitraum dazwischen, welcher von Ukraine-Krieg und Coronakrise geprägt war, hatte es jedoch unterschiedliche Entwicklungen gegeben: So war der Exportwert bis 2021 zunächst auf 8,4 Milliarden Euro gesunken, ehe dieser 2022 auf 9,7 Milliarden Euro anstieg.

Entwicklung des NRW-Außenhandels mit dem Vereinigten Königreich

Der Importwert lag 2023 mit 9,4 Milliarden Euro um ca. 1,3 Prozent niedriger als 2019 (damals: 9,5 Milliarden Euro). In der Zeit dazwischen war der Wert der Importe auf 8,0 Milliarden Euro im Jahr 2021 gesunken, 2022 hatte es einen Anstieg auf 11,8 Milliarden Euro gegeben.

Während vor dem Brexit die Exportsumme die Summe der Importe überstiegen hatte, hatten sich beide Werte im Jahr 2023 nahezu angeglichen.

Vereinigtes Königreich 2023 neuntstärkstes Abnehmerland der NRW-Wirtschaft

Das Vereinigte Königreich war 2023 – nach Ländern wie den Niederlanden, Frankreich, den USA und Italien – das neuntstärkste Abnehmerland nordrhein-westfälischer Exporte. 2019, dem Jahr vor dem Brexit, hatte das Vereinigte Königreich noch den siebten Rang belegt. Die höchsten Exportwerte im Jahr 2023 hatten die Warengruppen Lastkraftwagen unter 5 Tonnen (ca. 478 Millionen Euro) und Bänder für Getränkedosenkörper aus Aluminium (ca. 426 Millionen Euro). 2019 hatten PKWs mit Ottomotor (720 Millionen Euro) und Arzneiwaren (524 Millionen Euro) vorne gelegen.

Das Vereinigte Königreich war 2019 das achtwichtigste Herkunftsland für NRW-Importe, 2023 belegte es den zehnten Rang.

Bei den Importwerten standen 2023 Erdöl (ca. 1,9 Milliarden Euro) und Arzneiwaren (ca. 980 Millionen Euro) an der Spitze, ebenso wie 2019 (Erdöl damals: 1,3 Milliarden Euro; Arzneiwaren damals: ca. 800 Millionen Euro).

Zahl der Einbürgerungen von Personen mit britischer Staatangehörigkeit in NRW seit EU-Austritt gesunken

Seit dem EU-Austritt des Vereinigten Königreichs im Jahr 2020 ist die Zahl der Einbürgerungen von Personen mit britischer Staatsangehörigkeit gesunken: Von 2020 bis 2023 wurden insgesamt 1 832 Britinnen und Briten in NRW eingebürgert. Die bisher höchste Zahl wurde im Jahr 2019 mit 3 850 Einbürgerungen erreicht.

Einbürgerungen von Personen mit britischer Staatsangehörigkeit in Nordrhein-Westfalen

Methodische Hinweise

Da in den Importen auch Lieferungen nach NRW enthalten sind, die hier auf Lager genommen und anschließend in andere Bundesländer weitergeleitet werden, ist eine Saldierung von Exporten und Importen in der Außenhandelsstatistik nur begrenzt sinnvoll. (IT.NRW)

(016 / 25) Düsseldorf, den 20. Januar 2025

Weitere Ergebnisse finden Sie auf unserer Statistikseite und in der Landesdatenbank NRW.

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Vorlesung in einem vollbesetzten Hörsaal
Mittwoch, 4. Dezember 2024
Zensus
Volkszählung
Studierende
Wohnorte

Düsseldorf (IT.NRW). Zum Zensusstichtag am 15. Mai 2022 hatten 43,5 Prozent der in NRW lebenden Studierenden ihren alleinigen Wohnsitz im Haushalt ihrer Eltern oder eines Elternteils. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, wohnten zu diesem Zeitpunkt knapp 616 000 Studierende im Bundesland. Über 267 000 von ihnen hatten ihren alleinigen Wohnsitz „zu Hause”. Der Anteil bei Männern lag mit 45,9 Prozent etwas höher als der Anteil bei Frauen, von denen 41,0 Prozent ihren alleinigen Wohnsitz im elterlichen Haushalt hatten.

Der Anteil der Studierenden, die ausschließlich bei ihren Eltern wohnten, nahm mit steigendem Alter deutlich ab. So lebten 2022 in NRW mehr als Dreiviertel (75,5 Prozent) der Studierenden unter 20 Jahren im elterlichen Haushalt. Bei den 20- bis 24-Jährigen waren es bereits etwas weniger als die Hälfte (48,6 Prozent), während es bei den Studierenden zwischen 25 und 29 Jahren lediglich 27,1 Prozent waren.

Studierende mit alleinigem Wohnsitz bei den Eltern in NRW 2022

Höchster Studierendenanteil in Aachen und Münster

Die meisten Studierenden in NRW wohnten 2022 in Kreisen und kreisfreien Städten mit großen Hochschulstandorten. Rund 51 Prozent der knapp 616 000 Studierenden lebten in den kreisfreien Städten Münster, Bonn, Bochum, Köln, Düsseldorf, Bielefeld, Dortmund, Essen, Wuppertal sowie den Kreisen Siegen-Wittgenstein, Paderborn und der Städteregion Aachen.

Die höchsten Studierendenanteile an der Gesamtbevölkerung verzeichneten die kreisfreien Städte Münster (10,8 Prozent) sowie die Städteregion Aachen (8,1 Prozent). Für die kreisfreie Stadt Aachen separat ergab sich sogar der Spitzenwert von 14,9 Prozent.

„Zu Hause“ wohnen: Große regionale Unterschiede

Ein regionaler Vergleich nach Wohnort der Studierenden zeigt, dass die Anteile ausschließlich „zu Hause” wohnender Studierender erwartungsgemäß in den Kreisen und kreisfreien Städten mit großen Hochschulstandorten vergleichsweise niedrig waren. Landesweit verzeichnete die kreisfreie Stadt Münster mit nur 10,1 Prozent den geringsten Anteil „zu Hause” wohnender Studierenden. Ein ähnliches Bild ergab sich für die Städteregion Aachen, in der 18,4 Prozent der dort lebenden Studierenden ihren alleinigen Wohnsitz „zu Hause” hatten. Bei separater Betrachtung der Stadt Aachen traf dies sogar nur auf 10,6 Prozent der Studierenden zu.

Mit Anteilen zwischen 20 und 30 Prozent lagen auch die Städte Bonn (21,7 Prozent), Köln (26,9 Prozent) und Bochum (29,0 Prozent) unter dem NRW-weiten Durchschnitt von 43,5 Prozent. Demgegenüber fanden sich die höchsten Anteile „zu Hause” lebender Studierender im Kreis Heinsberg. Fast Dreiviertel aller dort wohnenden Studierenden (74,0 Prozent) lebten hier 2022 im elterlichen Haushalt. Auch der Kreis Unna sowie der Kreis Olpe wiesen mit 72,5 Prozent bzw. 70,4 Prozent ähnlich hohe Quoten auf.

Methodische Hinweise
Die Grundlage für die hier dargestellten Zahlen bilden die Ergebnisse der zusätzlichen Befragung (Stichprobenerhebung) im Rahmen des Zensus 2022. Die aus der Stichprobenerhebung hochgerechneten Ergebnisse werden auf ein Vielfaches von zehn gerundet ausgewiesen.

Personen in Gemeinschaftsunterkünften (z. B. Pflegeheime, Einrichtungen für geflüchtete Personen), im Ausland tätige Angehörige der Bundeswehr, der Polizeibehörden und des Auswärtigen Dienstes sowie ihre dort ansässigen Familien sind nicht inkludiert. Personen in Wohnheimen (z. B. Studierendenwohnheime) sind Teil der Datengrundlage.

Die ausgewiesenen Zahlen zu Studierenden beruhen auf der Selbsteinschätzung der befragten Personen zu ihrer aktuellen Tätigkeit. Dies begründet unter anderem die Abweichungen in der Anzahl von Studierenden im Vergleich mit Ergebnissen der Hochschulstatistik.

Der tatsächliche Wohnort von Personen kann nur bei Vorliegen eines alleinigen Wohnsitzes bestimmt werden. Bei Vorliegen eines Haupt- und Nebenwohnsitzes wurden Studierende mit einem (Haupt- oder Neben-)Wohnsitz im Elternhaus nicht der Gruppe zugeordnet, die bei ihren Eltern oder einem Elternteil lebten. In diesen Fällen kann der tatsächliche Wohnort nicht bestimmt werden.

Diese und weitere interessante Ergebnisse aus dem Zensus 2022 sind auf unserer Statistikseite abrufbar. (IT.NRW)

(376 / 24) Düsseldorf, den 4. Dezember 2024

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Junge Leute unterhalten sich
Mittwoch, 11. September 2024
Zensus
Volkszählung
Bevölkerung
Alter
Demografie

Düsseldorf (IT.NRW). Zum Zensusstichtag am 15. Mai 2022 war die Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen durchschnittlich 43,9 Jahre alt und damit 0,9 Jahre älter als im Vergleich zum Zensusstichtag am 9. Mai 2011. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt weiter mitteilt, zeigte sich beim Vergleich der Zensusergebnisse zwischen 2011 und 2022 das „Älterwerden” der Babyboomer-Generation: 2011 war diese Generation der damals etwa 40- bis 54-Jährigen mit knapp 25 Prozent am stärksten vertreten. 2022 waren die dann etwa 50- bis 64-Jährigen Babyboomer mit einem Anteil von gut 23 Prozent die größte Gruppe. Weiterhin nahm die Anzahl der 80-Jährigen und Älteren zwischen 2011 und 2022 deutlich zu (+36 Prozent).

Durchschnittsalter der Bevölkerung in NRW jünger als deutsche Gesamtbevölkerung

Während die Gesamtbevölkerung in Deutschland 2022 durchschnittlich 44,3 Jahre alt war, war die Bevölkerung in NRW 0,4 Jahre jünger. Mit einem Durchschnittsalter von 37,9 Jahren war Augustdorf im Kreis Lippe die „jüngste” Gemeinde in NRW und Bad Sassendorf im Kreis Soest mit durchschnittlich 49,5 Jahren die „älteste”. Am stärksten „gealtert” ist die Bevölkerung in Saerbeck im Kreis Steinfurt; hier stieg das Durchschnittsalter von 2011 auf 2022 um vier Jahre. Die deutlichste „Verjüngung” ist in Gelsenkirchen mit einem gesunkenen Durchschnittsalter von 0,8 Jahren festzustellen.

Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit jünger als deutsche Staatsangehörige

In NRW lag 2022 das Durchschnittsalter der deutschen Bevölkerung bei 45,0 Jahren und das der nicht-deutschen Bevölkerung bei 37,2 Jahren. Beim Vergleich der Altersstruktur zeigt sich, dass rund 40 Prozent der Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit 55 Jahre und älter sind. Bei der nicht-deutschen Bevölkerung betrug dieser Anteil nur gut 19 Prozent.

Frauen durchschnittlich 2,7 Jahre älter als Männer

2022 waren die Frauen in NRW durchschnittlich 45,2 Jahre alt, die Männer nur 42,5 Jahre. Dies ist auf den deutlich höheren Frauenanteil in den älteren Altersgruppen ab 65 Jahren zurückzuführen. Diese Beobachtung spiegelte sich in fast allen NRW-Gemeinden wider – lediglich in Wachtendonk im Kreis Kleve lag das Durchschnittsalter der Männer über dem der Frauen.

Diese und weitere interessante Ergebnisse zum demografischen Wandel in Nordrhein-Westfalen sind in unserem Internetangebot zu finden.

Darüber hinaus bieten die abrufbaren Gemeindeblätter Informationen zu jeder NRW-Gemeinde. Pro Gemeinde stehen drei Excel-Dateien zu den Themen Haushalte, Gebäude und Wohnungen sowie Wohnsituation zur Verfügung. (IT.NRW)

(285 / 24) Düsseldorf, den 11. September 2024

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Dienstag, 25. Juni 2024
Zensus
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Düsseldorf (IT.NRW). In Nordrhein-Westfalen lebten am 15. Mai 2022, dem Zensusstichtag, 17 891 698 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, sind das rund 353 000 Menschen mehr als beim letzten Zensus 2011 festgestellt. Der Anteil Nordrhein-Westfalens an der gesamten Bevölkerung Deutschlands (82 728 306 Millionen) beträgt damit knapp 22 Prozent.

Mit 1 017 979 Einwohnerinnen und Einwohnern bleibt Köln die viertgrößte Stadt Deutschlands – nach Berlin, Hamburg und München. Innerhalb Nordrhein-Westfalens folgen auf den weiteren Plätzen Düsseldorf (611 319), Dortmund (598 255) und Essen (571 058). Die kleinste Gemeinde in NRW ist Dahlem im Kreis Euskirchen mit 4 362 Einwohnerinnen und Einwohnern.

Weilerswist im Kreis Euskirchen ist die Gemeinde in NRW mit dem höchsten prozentualen Bevölkerungsanstieg (+21,2 Prozent) seit dem Zensus 2011. Von den NRW-Großstädten verzeichnet Aachen mit 10,5 Prozent den größten Bevölkerungszugewinn. In 128 von 396 Städten und Gemeinden ist die beim Zensus 2022 ermittelte Bevölkerungszahl höher als nach der Bevölkerungsfortschreibung bislang angenommen, in allen anderen Kommunen ist sie niedriger.

Beim Zensus 2022 wurden auch die Gebäude mit Wohnraum sowie die Wohnungen gezählt. Zum Stichtag 15. Mai 2022 gab es in Nordrhein-Westfalen 9 132 252 Wohnungen; das waren gut 410 000 Wohnungen mehr als beim Zensus 2011 festgestellt worden waren. Pro Wohnung lebten demnach im Mai 2022 im Mittel etwa zwei Personen.

IT.NRW-Präsident Dr. Oliver Heidinger präsentierte heute auf der Bundespressekonferenz in Berlin zusammen mit der Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Dr. Ruth Brand sowie dem Präsidenten des Bayerischen Landesamtes für Statistik, Dr. Thomas Gößl die Ergebnisse des Zensus 2022. „Mit den Ergebnissen des Zensus 2022 liegen nun neue präzise Basisdaten vor u. a. zur Bevölkerungsstruktur und zur Wohnsituation für alle Städte, Gemeinden und Kreise Nordrhein-Westfalens. Diese Ergebnisse liefern eine wichtige, zuverlässige Grundlage für Entscheidungen und Planungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft”, so Präsident Dr. Oliver Heidinger. (IT.NRW)

(193 / 24) Düsseldorf, den 25. Juni 2024

Weitere Ergebnisse und Informationen zum Zensus 2022 können Sie unter www.zensus2022.de abrufen.

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