Donnerstag, 10. September 2026
Insolvenzen,
Unternehmensinsolvenz,
Wirtschaftsbereich

Düsseldorf (IT.NRW). Im 1. Halbjahr 2026 haben die Amtsgerichte in Nordrhein-Westfalen 3.428 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das +7,5 % mehr als im 1. Halbjahr 2025. Damals hatte es 3.190 gemeldete Unternehmensinsolvenzen gegeben. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen erreichte im 1. Halbjahr 2026 den höchsten Stand seit dem 1. Halbjahr 2016 mit 3.427 Insolvenzen. Bis zum 1. Halbjahr 2022 waren die halbjährlichen Insolvenzzahlen auf 1.805 gesunken; ab diesem Zeitpunkt stiegen sie dann wieder kontinuierlich an.

Beantragte Unternehmensinsolvenzen in NRW

Insolvenzhäufigkeit im Wirtschaftsbereich „Verkehr und Lagerei“ am höchsten

Im 1. Halbjahr 2026 wurden, bezogen auf jeweils 10.000 Unternehmen, durchschnittlich 46 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Die höchste Insolvenzquote verzeichnete dabei der Wirtschaftsbereich „Verkehr und Lagerei” mit 105 gemeldeten Insolvenzverfahren je 10.000 Unternehmen. Es folgten das „Baugewerbe” mit 82 Verfahren und das „Gastgewerbe” mit 82 Verfahren je 10.000 Unternehmen.

Rückgänge bei den betroffenen Beschäftigten und den voraussichtlichen Forderungen

Die Zahl der insgesamt von einer Unternehmensinsolvenz betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer war im 1. Halbjahr 2026 mit 13.853 Beschäftigten um −34,9 % niedriger als im Vorjahreszeitraum. Damals hatte es 21.274 betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegeben. Nach ersten Auswertungen war im 1. Halbjahr 2026 der Großteil der betroffenen Beschäftigten im Wirtschaftsbereich „Verarbeitendes Gewerbe” beschäftigt.

Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen der Unternehmensinsolvenzen summierte sich im 1. Halbjahr 2026 auf 3,7 Milliarden Euro. Damit waren die Forderungen um −16,3 % niedriger als im 1. Halbjahr 2025. Damals hatte die Höhe der summierten Forderungen bei 4,4 Milliarden Euro gelegen.

Gesamtzahl der Insolvenzen um fast 8 % höher als im 1. Halbjahr 2025

Die Gesamtzahl der gemeldeten Insolvenzverfahren in NRW (Unternehmens- und Privatinsolvenzen) war im 1. Halbjahr 2026 mit 16.698 Verfahren um +7,8 % höher als im 1. Halbjahr 2025 mit 15.491 Verfahren. Neben den Unternehmensinsolvenzen gab es unter anderem 10.322 Verbraucherinsolvenzen, deren Zahl um +10,1 % gestiegen ist. Im 1. Halbjahr 2025 waren es 9.374 Verfahren gewesen.

Weitere Ergebnisse finden sich auf unserer Statistikseite.

Hinweise zur Statistik

Die Insolvenzstatistik gibt Auskunft zu beantragten und beendeten Insolvenzverfahren von Unternehmen, Verbraucherinnen und Verbrauchern, ehemals selbstständig Tätigen und anderen natürlichen Personen in NRW. Erfasst wird auch die Höhe der voraussichtlichen Forderungen. Bei Insolvenzen von Unternehmen werden zusätzliche Angaben nachgewiesen, z. B. zum Wirtschaftszweig, zur Rechtsform und zur Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die Meldungen über Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens erfolgen durch die 19 Insolvenzgerichte in NRW.

Für die Ermittlung der Insolvenzhäufigkeit wurden Daten aus dem statistischen Unternehmensregister zum Unternehmensbestand der Vorvorperiode verwendet. Als Unternehmen gelten dabei rechtliche Einheiten, also juristische und natürliche Personen, die eigenständig einer wirtschaftlichen Tätigkeit nachgehen. Dazu zählen unter anderem Aktiengesellschaften, Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH), offene Handelsgesellschaften sowie Einzelunternehmen.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

Ergebnisse zu den Unternehmensinsolvenzen für NRW nach Wirtschaftszweigen (absolute Zahlen) finden Sie als Excel-Datei aus der Landesdatenbank NRW.

Ergebnisse zu den Insolvenzverfahren für Unternehmen und weiteren Schuldnerarten (Verbraucher, ehemals selbstständig Tätige und Andere Schuldner) für Städte und Gemeinden finden Sie in der Landesdatenbank NRW.

(260 / 26) Düsseldorf, den 10. September 2026

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Mittwoch, 10. Juni 2026
Insolvenzen,
Unternehmensinsolvenzen,
Wirtschaftsbereiche

Düsseldorf (IT.NRW). Im 1. Quartal 2026 haben die Amtsgerichte in Nordrhein-Westfalen 1.720 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 9,4 % mehr als im 1. Quartal 2025. Damals hatte es 1.572 gemeldete Unternehmensinsolvenzen gegeben. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen erreichte im 1. Quartal 2026 den dritthöchsten Stand innerhalb der letzten 10 Jahre. Mehr Insolvenzen gab es nur im 2. Quartal 2016 und im 3. Quartal 2025.

Beantragte Insolvenzverfahren in Nordrhein-Westfalen nach Quartalen

Insolvenzhäufigkeit im Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei am höchsten

Im 1. Quartal 2026 wurden bezogen auf jeweils 10.000 Unternehmen durchschnittlich 23,2 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Die höchste Insolvenzhäufigkeit verzeichnete dabei der Wirtschaftsbereich „Verkehr und Lagerei” mit 47,9 gemeldeten Insolvenzverfahren je 10.000 Unternehmen in diesem Wirtschaftsbereich. Es folgten das „Gastgewerbe” mit 45,2 Verfahren und das „Baugewerbe” mit 44,1 Verfahren je 10.000 Unternehmen.

Rückgang bei den betroffenen Beschäftigten – Anstieg bei den voraussichtlichen Forderungen

Die Zahl der insgesamt von einer Unternehmensinsolvenz betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer war im 1. Quartal 2026 mit 5.468 Beschäftigten um 46,9 % niedriger als im entsprechenden Vorjahresquartal. Damals hatte es 10.296 betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegeben. Nach ersten Auswertungen lag im 1. Quartal 2026 der Großteil der betroffenen Beschäftigten im Wirtschaftsbereich „Verarbeitendes Gewerbe”.

Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen der Unternehmensinsolvenzen summierte sich im 1. Quartal 2026 auf 2,7 Milliarden Euro. Damit waren die Forderungen um 30,9 % höher als im Vorjahresquartal. Damals hatte die Höhe der summierten Forderungen bei rund 2 Milliarden Euro gelegen.

Gesamtzahl der Insolvenzen fast 16 % höher als im Vorjahresquartal

Die Gesamtzahl der gemeldeten Insolvenzverfahren in NRW (Unternehmens- und Privatinsolvenzen) war im 1. Quartal 2026 mit 8.604 Verfahren um 15,9 % höher als im entsprechenden Vorjahresquartal (1. Quartal 2025: 7.421 Verfahren). Neben den Unternehmensinsolvenzen gab es unter anderem 5.347 Verbraucherinsolvenzen, deren Zahl um 22,1 % gestiegen ist (1. Quartal 2025: 4.378 Verfahren). Weitere Quartalsergebnisse finden sich auf unserer Statistikseite.

Hinweise zur Statistik

Die Insolvenzstatistik gibt Auskunft zu beantragten und beendeten Insolvenzverfahren von Unternehmen, Verbraucherinnen und Verbrauchern, ehemals selbstständig Tätigen und anderen natürlichen Personen in NRW. Erfasst wird auch die Höhe der voraussichtlichen Forderungen. Bei Insolvenzen von Unternehmen werden zusätzliche Angaben nachgewiesen, z. B. zum Wirtschaftszweig, zur Rechtsform und zur Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die Meldungen über Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens erfolgen durch die 19 Insolvenzgerichte in NRW.

Für die Ermittlung der Insolvenzhäufigkeit wurden Daten aus dem statistischen Unternehmensregister zum Unternehmensbestand der Vorvorperiode verwendet. Als Unternehmen gelten dabei rechtliche Einheiten, also juristische und natürliche Personen, die eigenständig einer wirtschaftlichen Tätigkeit nachgehen. Dazu zählen unter anderem Aktiengesellschaften, Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH), offene Handelsgesellschaften sowie Einzelunternehmen.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

Ergebnisse zu den Unternehmensinsolvenzen für NRW nach Wirtschaftszweigen (absolute Zahlen) finden Sie als Excel-Datei aus der Landesdatenbank NRW.

Ergebnisse zu den Insolvenzverfahren für Unternehmen und weiteren Schuldnerarten (Verbraucher, ehemals selbstständig Tätige und Andere Schuldner) für Städte und Gemeinden finden Sie in der Landesdatenbank NRW.

(160 / 26) Düsseldorf, den 10. Juni 2026

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Dienstag, 10. März 2026
Insolvenzen,
Unternehmensinsolvenzen,
Verbraucherinsolvenz

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2025 haben die Amtsgerichte in Nordrhein-Westfalen 6.502 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 15,3 % mehr als im Jahr 2024. Damals hatte es 5.640 gemeldete Unternehmensinsolvenzen gegeben. Die Zahl der insgesamt von einer Unternehmensinsolvenz betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer war im Jahr 2025 mit 37.135 Beschäftigten jedoch um 33,1 % niedriger als im Vorjahr. Damals waren 55.534 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen gewesen.

Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen der Unternehmensinsolvenzen summierte sich im Jahr 2025 auf 8,3 Milliarden Euro. Damit waren die Forderungen um 38,8 % niedriger als im Vorjahr. Damals hatte die Höhe der summierten Forderungen bei 13,6 Milliarden Euro gelegen. Die Rückgänge bei den betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und bei der Höhe der voraussichtlichen Forderungen bei zugleich steigenden Unternehmensinsolvenzzahlen deuten auf einen Rückgang von Insolvenzanträgen wirtschaftlich bedeutender Unternehmen und Unternehmensketten hin.

Wirtschaftsbereiche „Handel; Instandhaltung und Reparatur von KFZ“ sowie „Baugewerbe“ und „Gastgewerbe“ besonders betroffen

Die meisten gemeldeten beantragten Insolvenzverfahren gab es im Jahr 2025 mit 1.189 Verfahren im Wirtschaftsbereich „Handel; Instandhaltung und Reparatur von KFZ“, darunter die Mehrheit im Einzelhandel mit 615 Verfahren. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Anstieg von 28,5 %. Es folgten die Wirtschaftsbereiche „Baugewerbe“ mit 1.164 Verfahren und „Gastgewerbe“ mit 701 Verfahren.

Beantragte Unternehmensinsolvenzen in Nordrhein-Westfalen
nach ausgewählten Wirtschaftsbereichen
Nr. der Klassifikation Ausgewählte Wirtschaftsbereiche 2024 2025 Veränderung
in %
Anzahl
F Baugewerbe  1.031 1.164 +12,9
G Handel; Instandhaltung und Reperatur von KFZ  925 1.189 +28,5
I Gastgewerbe 548 701 +27,9
M Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen 587 654 +11,4
N Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen  589 679 +15,3

Verarbeitendes Gewerbe mit höchster Forderungssumme und den meisten betroffenen Beschäftigten

Die meisten betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und die höchste voraussichtlichen Forderungssumme gab es 2025 im Wirtschaftsbereich „Verarbeitendes Gewerbe“. Es waren 11.065 Beschäftigte betroffen und die Höhe der voraussichtlichen Forderungen lag bei rund 2 Milliarden Euro.

Gesamtzahl der Insolvenzverfahren um 13,6 % gestiegen – Verbraucherinsolvenzen mit einem Plus von 14,4 %

Im Jahr 2025 haben die Amtsgerichte insgesamt 32.181 beantragte Insolvenzverfahren gemeldet, das entspricht einem Plus von 13,6 % gegenüber dem Vorjahr (2024: 28.334 Verfahren). Neben den Unternehmensinsolvenzen gab es unter anderem 19.777 Verbraucherinsolvenzverfahren, deren Zahl um 14,4 % gestiegen ist (2024: 17.285 Verfahren). Mehr Informationen finden Sie in den Eckdatentabellen.

Hinweise zur Statistik

Die Insolvenzstatistik gibt Auskunft zu beantragten und beendeten Insolvenzverfahren von Unternehmen, Verbraucherinnen und Verbrauchern, ehemals selbstständig Tätigen und anderen natürlichen Personen in NRW. Erfasst wird auch die Höhe der voraussichtlichen Forderungen. Bei Insolvenzen von Unternehmen werden zusätzliche Angaben nachgewiesen, z. B. zum Wirtschaftszweig, zur Rechtsform und zur Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die Meldungen über Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens erfolgen durch die 19 Insolvenzgerichte in NRW.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

Ergebnisse zu den Insolvenzverfahren für Unternehmen, Verbraucher, ehemals selbstständig Tätige und übrige Schuldner für Städte und Gemeinden jeweils für das Jahr 2024 und 2025 finden Sie als Excel-Datei aus der Landesdatenbank NRW.

 

Weitere Ergebnisse der Statistik über beantragte Insolvenzverfahren finden Sie in der Landesdatenbank NRW.

 

(058 / 26) Düsseldorf, den 10. März 2026

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Donnerstag, 11. Dezember 2025
Insolvenzen,
Unternehmensinsolvenz,
Verbraucherinsolvenz

Düsseldorf (IT.NRW). Im 3. Quartal 2025 haben die Amtsgerichte in Nordrhein-Westfalen 1.742 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 19,2 % mehr als im 3. Quartal 2024. Damals hatte es 1.461 gemeldete Unternehmensinsolvenzen gegeben.

Höher war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen zuletzt vor zehn Jahren im 4. Quartal 2015 mit 1.831 Verfahren. Nach Rückgängen bis zum 4. Quartal 2021 war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen fast kontinuierlich gestiegen. Es ist zu beachten, dass das Insolvenzgeschehen in den Jahren 2020 und 2021 von Sonderregelungen geprägt war. Unter anderem war infolge der Corona-Pandemie die Insolvenzantragspflicht für Unternehmen teilweise ausgesetzt.

Beantragte Unternehmensinsolvenzverfahren in Nordrhein-Westfalen

Die meisten Insolvenzen gab es im Wirtschaftsbereich „Handel; Instandhaltung und Reparatur von KFZ“

Die meisten gemeldeten beantragten Insolvenzverfahren gab es im 3. Quartal 2025 mit 335 Verfahren im Wirtschaftsbereich „Handel; Instandhaltung und Reparatur von KFZ”, darunter die Mehrheit im Einzelhandel. Gegenüber dem Vorjahresquartal war das ein Anstieg von 43,2 %. Es folgten die Wirtschaftsbereiche „Baugewerbe” mit 322 Verfahren und „Gastgewerbe” mit 179 Verfahren.

Zahl der betroffenen Beschäftigten und Höhe der voraussichtlichen Forderungen gestiegen

Die Zahl der insgesamt von einer Unternehmensinsolvenz betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer war im 3. Quartal 2025 mit 9.703 Beschäftigten um 26,1 % höher als im entsprechenden Vorjahresquartal. Damals hatte es 7.696 betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegeben.

Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen der Unternehmensinsolvenzen summierte sich im 3. Quartal 2025 auf 2,7 Milliarden Euro. Damit waren die Forderungen um 61 % höher als im Vorjahresquartal. Damals hatte die Höhe der summierten Forderungen bei 1,7 Milliarden Euro gelegen.

Die Zunahmen bei den betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und die Höhe der voraussichtlichen Forderungen bei zugleich steigenden Unternehmensinsolvenzzahlen, deuten auf einen Anstieg von Insolvenzanträgen wirtschaftlich bedeutender Unternehmen und Unternehmensketten hin.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

Weitere Ergebnisse zu Unternehmensinsolvenzen in NRW nach Wirtschaftszweigen finden Sie als Excel-Datei aus der Landesdatenbank NRW.

Ergebnisse zu den Insolvenzverfahren für Unternehmen und weiteren Schuldnerarten (Verbraucher, ehemals selbstständig Tätige und Andere Schuldner) für Städte und Gemeinden finden Sie in der Landesdatenbank NRW.

(370 / 25) Düsseldorf, den 11. Dezember 2025

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Mehrere Aktenstapel auf einem Schreibtisch
Mittwoch, 10. September 2025
Insolvenzen,
Unternehmensinsolvenzen,
Verbraucherinsolvenzen

Düsseldorf (IT.NRW). Im 1. Halbjahr 2025 haben die Amtsgerichte in Nordrhein-Westfalen 3.190 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 17,2 % mehr als im 1. Halbjahr 2024. Damals hatte es 2.722 gemeldete Unternehmensinsolvenzen gegeben.

Mit 3.427 Unternehmensinsolvenzen hatten diese zuletzt im 1. Halbjahr 2016 ein höheres Niveau als aktuell erreicht. Nach Rückgängen bis zum 1. Halbjahr 2022 war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen kontinuierlich gestiegen. Es ist zu beachten, dass das Insolvenzgeschehen in den Jahren 2020 und 2021 von Sonderregelungen geprägt war. Unter anderem war infolge der Corona-Pandemie die Insolvenzantragspflicht für Unternehmen teilweise ausgesetzt.

Beantragte Insolvenzen in NRW

Über 21.000 betroffene Beschäftigte und 4,4 Milliarden Euro an voraussichtlichen Forderungen

Die Zahl der im 1.Halbjahr 2025 von einer Unternehmensinsolvenz betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer lag insgesamt bei 21.274 Beschäftigten und damit um 46,4 % niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Damals waren 39.683 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen.

Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen der Unternehmensinsolvenzen summierte sich im 1. Halbjahr 2025 auf 4,4 Milliarden Euro. Damit waren die Forderungen um 54,0 % niedriger als im Vorjahreshalbjahr. Damals hatte die Summe der Forderungen bei 9,6 Milliarden Euro gelegen.

Die Rückgänge bei den betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie bei den voraussichtlichen Forderungen bei zugleich steigenden Unternehmensinsolvenzenzahlen deuten auf eine geringere Zahl von Insolvenzanträgen wirtschaftlich bedeutender Unternehmen und Unternehmensketten hin.

Höchste Zahl an Unternehmensinsolvenzen im Wirtschaftsbereich „Handel; Instandhaltung und Reparatur von KFZ“

Im 1. Halbjahr 2025 gab es die meisten gemeldeten beantragten Insolvenzverfahren im Wirtschaftsbereich „Handel; Instandhaltung und Reparatur von KFZ“. Mit insgesamt 574 Verfahren lag die Zahl um 25,9 % über dem Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums.

An zweiter und dritter Stelle folgten das „Baugewerbe“ mit 548 Verfahren und die „sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ mit 350 Verfahren. Zum letzteren Bereich gehören unter anderem der Garten- und Landschaftsbau, Reisebüros und Wach- und Sicherheitsdienste. 

Nach ersten Auswertungen lag im 1. Halbjahr 2025 der Großteil der betroffenen Beschäftigten und der voraussichtlichen Forderungen im Wirtschaftsbereich „Verarbeitendes Gewerbe“, in dem es 271 Verfahren gab.

Gesamtzahl der Insolvenzen 9,4 % höher als im 1. Halbjahr 2024

Die Gesamtzahl der gemeldeten Insolvenzverfahren in NRW war im 1. Halbjahr 2025 mit 15.491 Verfahren um 9,4 % höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (1. Halbjahr 2024: 14.157 Verfahren). Neben den Unternehmensinsolvenzen gab es unter anderem 9.374 Verbraucherinsolvenzen, deren Zahl um 7,2 % gestiegen ist (1. Halbjahr 2024: 8.748 Verfahren). Weitere Halbjahresergebnisse finden Sie auf unserer Statistikseite.

Methodische Hinweise

Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass es sich bei den Forderungen um diejenigen handelt, die von den Gläubigerinnen und Gläubigern bis zum Zeitpunkt der Datenübermittlung an das Statistische Landesamt bei den Amtsgerichten angemeldet wurden.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

Weitere Quartalsergebnisse zu den Unternehmensinsolvenzen für NRW nach Wirtschaftszweigen finden Sie als Excel-Datei aus der Landesdatenbank NRW.

Weitere Quartalsergebnisse zu den Insolvenzverfahren für Unternehmen und weiteren Schuldnerarten für Städte und Gemeinden finden Sie als Excel-Datei aus der Landesdatenbank NRW.

(263 / 25) Düsseldorf, den 10. September 2025

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Mehrere Aktenstapel auf einem Schreibtisch
Freitag, 13. Juni 2025
Insolvenzen,
Unternehmensinsolvenz,
Wirtschaftsbereich

Düsseldorf (IT.NRW). Im 1. Quartal 2025 haben die Amtsgerichte in Nordrhein-Westfalen 1.572 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 19,7 % mehr als im 1. Quartal 2024. Damals hatte es 1.313 gemeldete Unternehmensinsolvenzen gegeben. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen erreichte im 1. Quartal 2025 den höchsten Stand seit neun Jahren (1. Quartal 2016: 1.669 Verfahren).

Beantragte Unternehmensinsolvenzen in Nordrhein-Westfalen
nach ausgewählten Wirtschaftsbereichen
Nr. der 
Klassifikation
Ausgewählte
Wirtschaftsbereiche
  1. Quartal 2024
  1. Quartal 2025
Veränderung
Anzahl%
FBaugewerbe 236274+16,1
GHandel; Instandhaltung und Reperatur von KFZ 240294+22,5
NSonst.wirtschaftl.Dienstleistg. 137173+26,3

Die meisten gemeldeten beantragten Insolvenzverfahren gab es im 1. Quartal 2025 mit 294 Verfahren im Wirtschaftsbereich „Handel; Instandhaltung und Reparatur von KFZ“, darunter die Mehrheit im Einzelhandel. Gegenüber dem Vorjahresquartal war das ein Anstieg von 22,5 %. Höher als im 1. Quartal 2025 war die Zahl zuletzt vor sechs Jahren mit 298 gemeldeten Verfahren gewesen. Es folgten die Wirtschaftsbereiche „Baugewerbe“ mit 274 Verfahren und die „sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ mit 173 Verfahren; dazu zählen zum Beispiel der Garten- und Landschaftsbau, Reisebüros und Wach- und Sicherheitsdienste.

Rund 10.000 betroffene Beschäftigte und 2,0 Milliarden Euro an voraussichtlichen Forderungen

Die Zahl der insgesamt von einer Unternehmensinsolvenz betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer war im 1. Quartal 2025 mit 10.296 Beschäftigten um 33,5 % niedriger als im entsprechenden Vorjahresquartal. Damals hatte es 15.472 betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegeben.

Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen der Unternehmensinsolvenzen summierte sich im 1. Quartal 2025 auf 2,0 Milliarden Euro. Damit waren die Forderungen um 45,4 % niedriger als im Vorjahresquartal. Damals hatte die Höhe der summierten Forderungen bei 3,7 Milliarden Euro gelegen. Nach ersten Auswertungen lag im 1. Quartal 2025 der Großteil der betroffenen Beschäftigten und der voraussichtlichen Forderungen im Wirtschaftsbereich „Verarbeitendes Gewerbe“. Der Gesamtrückgang der betroffenen Beschäftigten und der voraussichtlichen Forderungen war trotz steigender Zahl an Unternehmensinsolvenzen darauf zurückzuführen, dass es eine geringere Zahl von Insolvenzanträgen wirtschaftlich bedeutender Unternehmen und Unternehmensketten gab.

Gesamtzahl der Insolvenzen fast 5 % höher als im Vorjahresquartal

Die Gesamtzahl der gemeldeten Insolvenzverfahren in NRW (Unternehmens- und Privatinsolvenzen) war im 1. Quartal 2025 mit 7.421 Verfahren um 4,8 % höher als im entsprechenden Vorjahresquartal (1. Quartal 2024: 7.079 Verfahren). Neben den Unternehmensinsolvenzen gab es unter anderem 4.378 Verbraucherinsolvenzen, deren Zahl um 0,5 % gesunken ist (1. Quartal 2024: 4.401 Verfahren). Weitere Quartalsergebnisse finden sich in der Eckdatentabelle.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

Ergebnisse zu den Unternehmensinsolvenzen für NRW nach Wirtschaftszweigen finden Sie als Excel-Datei in der Landesdatenbank NRW.

Ergebnisse zu den Insolvenzverfahren für Unternehmen und weiteren Schuldnerarten (Verbraucher, ehemals selbstständig Tätige und Andere Schuldner) für Städte und Gemeinden finden Sie in der Landesdatenbank NRW.

(166/ 25) Düsseldorf, den 13. Juni 2025

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Mehrere Aktenstapel auf einem Schreibtisch
Mittwoch, 14. Mai 2025
Insolvenzen,
Unternehmensinsolvenzen,
Verbraucherinsolvenzen

Düsseldorf (IT.NRW). Für März 2025 haben die Amtsgerichte in Nordrhein-Westfalen 577 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 31,1 % mehr als im März 2024. Damals hatte es 440 gemeldete Unternehmensinsolvenzen gegeben. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen erreichte im März 2025 den höchsten Stand seit achteinhalb Jahren (September 2016: 594 Verfahren).

Fast 4.000 betroffene Beschäftigte

Die Zahl der von einer Unternehmensinsolvenz betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer war im März 2025 mit 3.963 Beschäftigten um 86,8 % höher als im entsprechenden Vorjahresmonat. Damals hatte es 2.122 betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegeben. Ursächlich für den Anstieg der betroffenen Beschäftigten war eine erhöhte Zahl von Insolvenzanträgen wirtschaftlich bedeutender Unternehmen und Unternehmensketten.

Beantragte Insolvenzen in Nordrhein-Westfalen

Rückgang bei Verbraucherinsolvenzen

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, ist die Zahl der beantragten Verbraucherinsolvenzverfahren in NRW im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,9 % gesunken. Hierzu zählen die Verfahren von Arbeitnehmer(inne)n, Rentner(inne)n und Erwerbslosen. Im März 2025 gab es 1.506 Verbraucherinsolvenzen; ein Jahr zuvor waren es noch 1.636 gewesen.

Neben den Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen gab es im März 2025 noch 533 weitere gemeldete Insolvenzverfahren von übrigen Schuldnerinnen und Schuldnern. Zu den übrigen Schuldnerinnen und Schuldnern gehören ehemals selbstständig Tätige, natürliche Personen als Gesellschafter u. Ä., Nachlässe und Gesamtgut. Die Gesamtzahl der gemeldeten Insolvenzverfahren in NRW war im März 2025 mit 2.616 Verfahren um 2,4 % höher als im entsprechenden Vorjahresmonat (März 2024: 2.555 Verfahren).

Zahl der Insolvenzen höher als vor der Pandemie

Im Vergleich zum Vorkrisenniveau 2019 war die Zahl der Insolvenzverfahren insgesamt im März 2025 um 24,6 % höher (Monatsdurchschnitt 2019: 2.100 Verfahren). Die Zahl der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen war um 29,4 % höher als im Jahr 2019 (Monatsdurchschnitt Unternehmen: 446 Verfahren) und die Zahl der gemeldeten Verbraucherinsolvenzen lag mit 14,4 % über dem Niveau von 2019 (Monatsdurchschnitt Verbraucher: 1.316 Verfahren).

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

Monatliche Ergebnisse inkl. vorläufiger Ergebnisse finden Sie in der Eckdatentabelle

Weitere Ergebnisse finden Sie in der Landesdatenbank NRW

(132 / 25) Düsseldorf, den 14. Mai 2025

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Mehrere Aktenstapel auf einem Schreibtisch
Donnerstag, 13. März 2025
Insolvenzen,
Unternehmensinsolvenzen,
Verbraucherinsolvenz

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2024 haben die nordrhein-westfälischen Amtsgerichte 5 640 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Das waren 23,4 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen als ein Jahr zuvor (Jahr 2023: 4 572 Verfahren). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Beginns der Corona-Pandemie vor fünf Jahren mitteilt, lag die Zahl der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen erstmals wieder über dem Vorkrisenniveau (2019: 5 351 Verfahren), nachdem sie in den Jahren bis 2022 zurückgegangen war.

Zum Zeitpunkt der Übermittlung der Daten waren 55 534 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von einer Unternehmensinsolvenz betroffen, das waren 3,2 Prozent mehr als im Jahr 2023 (damals: 53 815 Beschäftigte). Im Vergleich zu den Zahlen vor der Corona-Krise (2019: 36 363 Beschäftigte) waren 52,7 Prozent mehr Beschäftigte von Unternehmensinsolvenzen betroffen. Allerdings waren zwischenzeitlich im ersten Pandemiejahr 2020 sogar rund 74 000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von einer Unternehmensinsolvenz betroffen. Damit lag die Zahl 2024 um 24,7 Prozent niedriger als zu Beginn der Corona-Pandemie 2020.

Beantragte Unternehmensinsolvenzen in Nordrhein-Westfalen

Die voraussichtlichen Forderungen waren mehr als viermal so hoch wie im Jahr 2019

Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen der Unternehmensinsolvenzen beliefen sich im Jahr 2024 auf 13,6 Milliarden Euro und lagen damit um 58,2 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (Jahr 2023: 8,6 Milliarden Euro). Die voraussichtlichen Forderungen waren mehr als viermal so hoch wie im Jahr 2019 (damals: 3,2 Milliarden Euro).

Zahl der Verbraucherinsolvenzen um 9,4 Prozent höher als 2019

Die Zahl der gemeldeten Verfahren von beantragten Verbraucherinsolvenzen (dazu zählen Arbeitnehmende, Personen in Rente oder Erwerbslose) stieg gegenüber dem Jahr 2023 (damals: 17 186 Verfahren) um 0,6 Prozent auf 17 285 Verfahren. Im Vergleich zu 2019 lag die Zahl der Verbraucherinsolvenzen um 9,4 Prozent höher (damals: 15 797). Die voraussichtlichen Forderungen waren mit 0,79 Milliarden Euro nahezu auf dem Vorjahresniveau (2023: 0,81 Milliarden Euro); 2019 lagen sie bei 0,73 Milliarden Euro.

Beantragte Verbraucherinsolvenzen in Nordrhein-Westfalen nach Jahren

Neben den Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen gab es im Jahr 2024 noch 5 409 weitere gemeldete Insolvenzverfahren von übrigen Schuldnerinnen und Schuldnern. Insgesamt haben die Amtsgerichte im Jahr 2024 damit 28 334 beantragte Insolvenzverfahren gemeldet, das entspricht einem Plus von 6,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2023: 26 737 Verfahren) und einem Anstieg von 12,4 Prozent gegenüber 2019 (damals: 25 198 Verfahren).

Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass es sich bei den Forderungen um diejenigen handelt, die von den Gläubigerinnen und Gläubigern bis zum Zeitpunkt der Datenübermittlung an das Statistische Landesamt bei den Amtsgerichten angemeldet wurden. Es ist zu beachten, dass das Insolvenzgeschehen in den Jahren 2020 und 2021 von Sonderregelungen geprägt war. Unter anderem war infolge der Corona-Pandemie die Insolvenzantragspflicht für Unternehmen teilweise ausgesetzt.

Ende Februar 2020 wurden die ersten COVID-19-Fälle in Nordrhein-Westfalen festgestellt. Am 11. März 2020 folgte die Ausrufung der Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Anlässlich des fünften Jahrestages der Pandemie finden Sie auf der Themenseite „Fünf Jahre Corona” weitere Pressemitteilungen, die Veränderungen im Zeitraum seit Beginn der Corona-Pandemie in ausgewählten Bereichen in NRW statistisch beleuchten. Die Seite wird sukzessiv befüllt mit Meldungen zu den Themen Flugpassagiere, Gastgewerbe, Todesursachen, Coronahilfen und Straßenverkehrsunfälle. (IT.NRW)

(069 / 25) Düsseldorf, den 13. März 2025

Ergebnisse zu den Insolvenzverfahren für Unternehmen, Verbraucher, ehemals selbstständig Tätige und übrige Schuldner für Städte und Gemeinden jeweils für das Jahr 2023 und 2024 finden Sie in der Landesdatenbank NRW

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Mehrere Stapel mit Unterlagen
Dienstag, 10. Dezember 2024
Insolvenzen,
Unternehmensinsolvenzen,
Verbraucherinsolvenz

Düsseldorf (IT.NRW). Im dritten Quartal 2024 haben die nordrhein-westfälischen Amtsgerichte 1 461 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 13,0 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen als ein Jahr zuvor (Juli bis September 2023: 1 293 Verfahren). Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen lag damit auf dem höchsten Stand seit sieben Jahren (3. Quartal 2017: 1 522 Unternehmensinsolvenzen).

Beantragte Insolvenzverfahren in Nordrhein-Westfalen nach Quartalen

Zum Zeitpunkt der Übermittlung der Daten waren 7 696 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von einer Unternehmensinsolvenz betroffen, das waren etwa gleich viele wie von Juli bis September 2023 (damals: 7 698 Beschäftigte). Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen der Unternehmensinsolvenzen summierte sich im dritten Quartal 2024 auf 1,7 Milliarden Euro (Juli bis September 2023: 1,5 Milliarden Euro) und war damit um 8,7 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Insolvenzen im Baugewerbe um rund 13 Prozent gestiegen

Die meisten gemeldeten beantragten Insolvenzverfahren gab es von Juli bis September 2024 mit 276 Verfahren im Wirtschaftsbereich „Baugewerbe”. Gegenüber dem Vorjahresquartal war das ein Anstieg von 13,1 Prozent (Juli bis September 2023: 244 Verfahren). Darauf folgten die Wirtschaftsbereiche „Handel; Instandhaltung und Reparatur von KFZ” mit 234 Insolvenzen und „Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen” mit 158 Insolvenzen. Hier gab es Anstiege von 0,4 Prozent („Handel; Instandhaltung und Reparatur von KFZ”) und 7,5 Prozent („Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen”) gegenüber dem Vorjahresquartal.

Privatinsolvenzen um 4,1 Prozent gesunken

Weitere 4 356 der Insolvenzverfahren in Nordrhein-Westfalen betrafen Verbraucherinnen und Verbraucher (dazu zählen Arbeitnehmer/-innen, Personen in Rente oder Erwerbslose); das waren 4,1 Prozent weniger als im dritten Quartal 2023 (damals: 4 543 Verfahren). Die voraussichtlichen Forderungen der Verbraucherinsolvenzen beliefen sich im dritten Quartal 2024 auf 202 Millionen Euro und waren damit um 2,6 Prozent geringer als im Vorjahreszeitraum (208 Millionen Euro).

Insolvenzen übriger Schuldnerinnen und Schuldner um 2,8 Prozent gesunken

Neben den Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen gab es im dritten Quartal 2024 noch 1 347 weitere Anträge von übrigen Schuldnerinnen und Schuldnern auf Eröffnung von Insolvenzverfahren. Hier wurde im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Rückgang von 2,8 Prozent verzeichnet (1 386 Anträge). Zu den übrigen Schuldnerinnen und Schuldnern gehören ehemals selbstständig Tätige, natürliche Personen als Gesellschafter u. Ä., Nachlässe und Gesamtgut.

Insolvenzen insgesamt um 0,8 Prozent gesunken

In der Summe war die Zahl der gemeldeten Insolvenzverfahren im dritten Quartal 2024 mit 7 164 um 0,8 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum (Juli bis September 2023: 7 222 Verfahren). Die voraussichtlichen Forderungen beliefen sich auf 2,1 Milliarden Euro und waren damit um 2,3 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum (Juli bis September 2023: 2,0 Milliarden Euro).

Insolvenzen insgesamt im Vergleich zum Vorkrisenniveau 2019 gestiegen

Die Zahl der Insolvenzverfahren insgesamt lag 12,4 Prozent über dem Vorkrisenniveau von 2019 (Juli bis September 2019: 6 373 Verfahren). Auch die Zahl der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen (+9,9 Prozent; damals: 1 329) und die Zahl der gemeldeten Verbraucherinsolvenzen (+9,4 Prozent; damals: 3 982) lagen über dem Niveau des dritten Quartals 2019.

Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass es sich bei den Forderungen um diejenigen handelt, die von den Gläubigerinnen und Gläubigern bis zum Zeitpunkt der Datenübermittlung an das Statistische Landesamt bei den Amtsgerichten angemeldet wurden. (IT.NRW)

(382 / 24) Düsseldorf, den 10. Dezember 2024

Ergebnisse zu den Unternehmensinsolvenzen für NRW nach Wirtschaftszweigen finden Sie in der Landesdatenbank NRW

Ergebnisse zu den Insolvenzverfahren für Unternehmen, Verbraucher, ehemals selbstständig Tätige und Andere Schuldner für Städte und Gemeinden finden Sie in der Landesdatenbank NRW

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Mehrere Stapel mit Unterlagen
Donnerstag, 12. September 2024
Insolvenzen,
Unternehmensinsolvenzen,
Verbraucherinsolvenz

Düsseldorf (IT.NRW). Von Januar bis Juni 2024 haben die nordrhein-westfälischen Amtsgerichte 2 722 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 26,0 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen als ein Jahr zuvor (Januar bis Juni 2023: 2 160 Verfahren). Zum Zeitpunkt der Übermittlung der Daten waren 39 683 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von einer Unternehmensinsolvenz betroffen, das waren etwas weniger als von Januar bis Juni 2023 (damals: 40 933 Beschäftigte). Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen der Unternehmensinsolvenzen summierte sich im ersten Halbjahr 2024 auf 9,6 Milliarden Euro (Januar bis Juni 2023: 5,7 Milliarden Euro) und war damit um 69,3 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Ursächlich, insbesondere für den Anstieg der voraussichtlichen Forderungen insgesamt, war eine erhöhte Zahl von Insolvenzanträgen wirtschaftlich bedeutender Unternehmen und Unternehmensketten. Es handelt sich hierbei um alle Forderungen, die von den Gläubigerinnen und Gläubigern bis zum Zeitpunkt der Datenübermittlung an das Statistische Landesamt bei den Amtsgerichten angemeldet wurden.

Insolvenzen im freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Wirtschaftsbereich um rund 42 Prozent gestiegen

Den größten Anstieg der beantragten Insolvenzverfahren mit 41,9 Prozent gab es von Januar bis Juni 2024 im Wirtschaftsbereich „Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen”. Darunter fallen beispielsweise Unternehmensberatungen, Architektur-, und Ingenieurbüros. Hier gab es 264 Verfahren (Vorjahreszeitraum: 186 Verfahren).

Beantragte Insolvenzverfahren in Nordrhein-Westfalen

Privatinsolvenzen um 5,3 Prozent gestiegen

Weitere 8 748 der Insolvenzverfahren in Nordrhein-Westfalen betrafen Verbraucherinnen und Verbraucher (dazu zählen Arbeitnehmer/-innen, Personen in Rente oder Erwerbslose); das waren 5,3 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2023 (damals: 8 309 Verfahren). Die voraussichtlichen Forderungen der Verbraucherinsolvenzen beliefen sich im ersten Halbjahr 2024 auf 39 Millionen Euro und waren damit fast identisch zum Vorjahreszeitraum (40 Millionen Euro).

Insolvenzen übriger Schuldnerinnen und Schuldner um 11,1 Prozent gestiegen

Neben den Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen gab es im ersten Halbjahr 2024 noch 2 687 weitere Anträge von übrigen Schuldnerinnen und Schuldnern auf Eröffnung von Insolvenzverfahren. Hier wurde im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Anstieg von 11,1 Prozent verzeichnet (2 419 Anträge). Zu den übrigen Schuldnerinnen und Schuldnern gehören ehemals selbstständig Tätige, natürliche Personen als Gesellschafter u. Ä., Nachlässe und Gesamtgut.

Insolvenzen insgesamt um 9,8 Prozent gestiegen

In der Summe war die Zahl der gemeldeten Insolvenzverfahren im ersten Halbjahr mit 14 157 um 9,8 Prozent höher als im Vorjahreshalbjahr (Januar bis Juni 2023: 12 888 Verfahren). Die voraussichtlichen Forderungen beliefen sich im ersten Halbjahr 2024 auf 10,6 Milliarden Euro und waren damit um 65,6 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum (Januar bis Juni 2023: 6,4 Milliarden Euro).

Insolvenzen insgesamt im Vergleich zum Vorkrisenniveau 2019 gestiegen

Damit lag die Zahl der Insolvenzverfahren insgesamt 6,7 Prozent über dem Vorkrisenniveau von 2019 (Januar bis Juni 2019: 13 273). Die Zahl der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen war um 3,2 Prozent niedriger als im ersten Halbjahr 2019 (damals: 2 811). Die Zahl der gemeldeten Verbraucherinsolvenzen lag mit 3,2 Prozent über dem Niveau von 2019 (Januar bis Juni 2019: 8 476). (IT.NRW)

(288 / 24) Düsseldorf, den 12. September 2024

Ergebnisse zu den Insolvenzverfahren für Unternehmen, Verbraucher, ehemals selbstständig Tätige und Andere Schuldner für Städte und Gemeinden jeweils für das 1. und 2. Quartal finden Sie in der Landesdatenbank NRW

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