Landesbetrieb IT.NRW
IT-Dienstleister und Statistik
Freitag, 19. Juni 2026
Musik
Fête de la Musique
Kultur

Düsseldorf (IT.NRW). Mehr Schülerinnen und Schüler an öffentlichen Musikschulen – aber weniger Musikstudierende und abhängig Beschäftigte in der Musikwirtschaft: Anlässlich der Fête de la Musique am 21. Juni 2026 wirft Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt auf Basis amtlicher und externer Datenquellen einen Blick auf Zahlen und Entwicklungen rund um das Thema Musik. Seit mehr als 40 Jahren wird die Fête de la Musique weltweit gefeiert. Von Großstädten bis zu ländlichen Regionen werden Menschen bei kleinen Straßenkonzerten bis hin zu großen Bühnenshows zusammengebracht und können Musik kostenfrei und öffentlich erleben. In Nordrhein-Westfalen findet die Fête de la Musique u. a. in Aachen und Essen statt.

Wer Musik hört, tut dies durchschnittlich mehr als eine Stunde pro Tag

In der NRW-Bevölkerung ab 10 Jahren spielt Musik im täglichen Leben eine Rolle: Menschen, die laut eigener Angabe Radio, Musik oder andere Tonaufnahmen hörten, taten dies laut Zeitverwendungserhebung 2022 täglich etwa 1 Stunde und 5 Minuten. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung im Alter von 16 bis 74 Jahren, konkret 36 %, hatte 2025 laut der europäischen Erhebung über die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in privaten Haushalten in den letzten 3 Monaten Abonnements für Musik-Streaming-Dienste, die sie selbst bezahlten. Dabei gab es jedoch Altersunterschiede. Während bei den 16- bis 44-Jährigen mit einem Anteil von 48 % etwa die Hälfte ein solches Abonnement hatte, lag der Anteil bei den 45- bis 74-Jährigen nur bei 24 %.

Knapp zwei Drittel der Musikschülerinnen und Musikschüler waren zwischen 6 und 14 Jahre alt

Besonders für junge Menschen hat das eigene Musizieren einen Stellenwert: An den 161 öffentlichen Musikschulen in Nordrhein-Westfalen waren im Jahr 2023 rund 375.000 Musikschülerinnen und Musikschüler angemeldet, um in den verschiedenen Musikinstrumenten unterrichtet zu werden. Dies geht aus Zahlen des Verbandes deutscher Musikschulen hervor. Die Zahl der Musikschülerinnen und Musikschüler war um 14,6 % höher als im Jahr 2014. Fast zwei Drittel der Musikschülerinnen und Musikschüler waren zwischen 6 und 14 Jahren alt.

Instrumentalmusik im Studienbereich Musik, Musikwissenschaft am häufigsten studiert

Dagegen nahm in den letzten Jahren die Zahl der Personen ab, die eine professionelle musikalische Ausbildung anstrebten: Knapp 4.900 Studierende waren im Wintersemester 2024/25 im Studienbereich Musik, Musikwissenschaft eingeschrieben. Das waren 10 % weniger als im Wintersemester 2015/16. Das Geschlechterverhältnis war im Wintersemester 2024/25 mit 50,6 % Frauen und 49,4 % Männern nahezu ausgeglichen. Bei der Betrachtung der einzelnen Studienfächer im Studienbereich Musik, Musikwissenschaft gab es jedoch große Unterschiede: Während der Frauenanteil im Studienfach Tonmeister mit 13,7 % unter allen Studienfächern des Studienbereichs am niedrigsten war, war er im Studienfach Orchestermusik mit 59 % am höchsten. Am häufigsten studierten Frauen und Männer das Studienfach Instrumentalmusik, gefolgt von Musikerziehung und Musikwissenschaft/-geschichte.

Studierende im Studienbereich Musik, Musikwissenschaft nach Geschlecht und Studienfächern im Wintersemester 2024/25

20 % weniger Mitglieder in selbstständigen Konzertorchestern

Knapp 900 Mitglieder hatten die 10 selbstständigen Konzertorchester laut der Theaterstatistik des Deutschen Bühnenvereins in Nordrhein-Westfalen in der Spielzeit 2022/23. Im Zehnjahresvergleich ist die Mitgliederzahl um rund 20 % zurückgegangen. Die knapp 1.000 Konzerte in der Spielzeit 2022/23 wurden mehr als 411.000-mal besucht. Zum Vergleich: In der Spielzeit 2013/14 waren es noch mehr als 1.200 Konzerte mit rund 755.000 Besucherinnen und Besuchern gewesen.

Umsatzplus trotz Unternehmensrückgang in der Musikwirtschaft

Rückgänge waren in den letzten Jahren auch in der Musikwirtschaft zu verzeichnen. So sank von 2019 bis 2023 die Zahl der Unternehmen um 7,3 % und die Zahl der abhängig Beschäftigten ging im selben Zeitraum um 18,4 % zurück. Gleichzeitig erzielte diese Branche jedoch ein Umsatzplus von 12,4 %. Zur Musikwirtschaft zählen z. B. der Einzelhandel mit Musikinstrumenten und Musikalien, selbstständige Musikerinnen und Musiker sowie Theater- und Konzertveranstalter. Mehr Informationen liefert der Artikel „Kultur- und Kreativwirtschaft in NRW”, der die Bedeutung der Teilmärkte der Kreativwirtschaft in NRW beleuchtet.

Hinweise zur Statistik

Die Statistik der Zeitverwendungserhebung findet alle zehn Jahre statt und liefert Angaben zu den vollständigen zeitlichen Aufwänden (privat und beruflich) der NRW-Bevölkerung ab 10 Jahren. Die 2022er Ergebnisse basieren auf den Aufzeichnungen von 4.210 Personen und wurden auf die rund 16 Millionen Personen dieser Altersgruppe hochgerechnet.

Die europäische Erhebung über die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in privaten Haushalten (IKT) ist seit 2021 als freiwillige Unterstichprobe in den Mikrozensus integriert. Für diese Erhebung werden Personen im Alter von 16 bis 74 Jahren zum Internetzugang und zur Internetnutzung befragt.

Die Statistischen Jahrbücher des Verbands deutscher Musikschulen e.V. (VdM) geben Auskunft über öffentliche Musikschulen in Nordrhein-Westfalen. Erhoben wird u. a. die Anzahl an Musikschulen und die Anzahl und Verteilung der Schülerinnen und Schüler nach Altersgruppen. Berichtszeitraum ist seit 2013 das Kalenderjahr. Die Daten werden jährlich erhoben. Die Anzahl der Musikschulen wird zum Stichtag 01.01. erhoben. Es handelt sich um eine Vollerhebung unter den Mitgliedschulen des VdM. Öffentliche Musikschulen, die nicht Mitglied des Verbands sind und private Musikschulen sind nicht enthalten.

Die Statistik der Studierenden gibt Auskunft über die Studierenden an den nordrhein-westfälischen Hochschulen. In den Ergebnissen werden ausschließlich Haupthörer/-innen im 1. Studienfach ausgewiesen.

Die Ergebnisse zu Mitgliedern, Konzerten und Besuchen der selbstständigen Konzertorchester stammen von der Theaterstatistik des Deutschen Bühnenvereins. Es besteht keine Verpflichtung zur Datenmeldung, daher können die Daten unvollständig im Sinne einer Totalerhebung sein.

Die dargestellten Ergebnisse zur „Kultur- und Kreativwirtschaft” sind einer Sonderauswertung aus dem Statistischen Unternehmensregister entnommen. Die Abgrenzung der Kunst- und Kreativwirtschaft sowie die Zuordnung zu den einzelnen Teilmärkten folgt der Definition durch die Wirtschaftsministerkonferenz.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

(173 / 26) Düsseldorf, den 19. Juni 2026

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Dienstag, 16. Juni 2026
Internet
Hate Speech
Netzkultur
Netiquette

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2025 haben 37 % der Internetnutzerinnen und -nutzer in Nordrhein-Westfalen im Alter von 16 bis 74 Jahren im Internet Hassrede bzw. „Hate Speech” wahrgenommen. Damit sind Inhalte gemeint, die feindselig oder erniedrigend gegenüber Personengruppen oder Einzelpersonen sind. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Internationalen Tages für die Bekämpfung von Hassrede am 18. Juni mitteilt, haben hochgerechnet ca. 4,7 Millionen Menschen in NRW nach ihrer Selbsteinschätzung Hassrede im Internet beobachtet. Gegenüber der Vorgängererhebung im Jahr 2023 ist der Anteil um 7 Prozentpunkte gestiegen.

Jüngere sind häufiger auf Hasskommentare gestoßen

Unter den 16- bis 44-Jährigen Internetnutzenden ist in 2025 mit 48 % nahezu jede/-r Zweite im Internet auf Hasskommentare gestoßen. Dagegen haben nur 27 % der 45- bis 74-jährigen Internetnutzenden entsprechende Äußerungen wahrgenommen.

Internetnutzende im Alter von 16 bis 74 Jahren, die in den letzten drei Monaten Hassrede wahrgenommen haben

Politische oder gesellschaftliche Ansichten waren häufigstes wahrgenommenes Angriffsziel

Hassrede im Internet trifft Menschen aus ganz unterschiedlichen Gründen. Unter den Internetnutzenden, die im Netz auf Hassrede gestoßen sind, beobachteten mehr als vier von fünf (83 %) Angriffe aufgrund politischer oder gesellschaftlicher Ansichten. Dies war das am häufigsten wahrgenommene Motiv für Anfeindungen.

Ziele von Hassrede, die von Internetnutzenden im Alter von 16 bis 74 Jahren in den letzten drei Monaten wahrgenommen wurden

Weitere häufige Zielscheiben waren die ethnische Herkunft (62 %), die sexuelle Orientierung (56 %) sowie die Religion oder Weltanschauung (54 %). Auch das Geschlecht (39 %), Behinderungen (24 %) und das Alter (17 %) wurden als Beweggründe für Hass im Netz beobachtet. Bei der Frage zu den Angriffszielen der wahrgenommenen Hassrede waren Mehrfachnennungen möglich.

Hinweise zur Statistik

Die Ergebnisse basieren auf der europäischen Erhebung über die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in privaten Haushalten (IKT), die in Deutschland seit 2021 als freiwillige Unterstichprobe in den Mikrozensus integriert ist. Für diese Erhebung werden Personen im Alter von 16 bis 74 Jahren zum Internetzugang und zur Internetnutzung befragt.

Die Fragen zur Wahrnehmung von Hassrede werden seit 2023 im zweijährlichen Turnus gestellt und beziehen sich auf die drei Monate vor der Befragung. Im Jahr 2025 ist die Antwortkategorie „Alter” als wahrgenommenes Ziel von Hassrede erstmalig separat erhoben worden.

Der Mikrozensus ist eine seit 1957 jährlich bei einem Prozent der Bevölkerung durchgeführten Befragung der amtlichen Statistik. Dank der Selbstauskünfte der Befragten liegen aussagekräftige statistische Daten zu den Arbeits- und Lebensverhältnissen der Bevölkerung vor. Die Ergebnisse des Mikrozensus dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen, stehen aber auch der Wissenschaft, der Presse und allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. Weitere Informationen zum Mikrozensus.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

(167 / 26) Düsseldorf, den 16. Juni 2026

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Mittwoch, 21. Januar 2026
Internet
künstliche Intelligenz
Digitalisierung

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2025 gaben 37 % der 16- bis 74-Jährigen in Nordrhein-Westfalen an, in den letzten drei Monaten generative KI-Tools wie z. B. ChatGPT, Gemini oder Microsoft Copilot verwendet zu haben, um neue Inhalte wie z. B. Text, Bilder, Programmcode oder Videos zu erstellen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand von aktuellen Ergebnissen der europäischen Erhebung über die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in privaten Haushalten (IKT) weiter mitteilt, lag der Anteil bei den Männern mit 41 % höher als bei den Frauen mit 33 %.

Mehr als die Hälfte der unter 45-Jährigen nutzte generative KI

Erwartungsgemäß zeigten sich auch altersspezifische Unterschiede: Während über die Hälfte (54 %) der Bevölkerung im Alter von 16 bis 44 Jahren angab, in den vergangenen drei Monaten KI-Tools genutzt zu haben, war es in der Altersgruppe der 45- bis 74-Jährigen nur gut ein Fünftel (22 %).

Bevölkerung im Alter von 16 bis 74 Jahren in NRW 2025 nach der Nutzung generativer KI-Tools in den letzten 3 Monaten

Die Nutzung generativer KI-Tools wurde 2025 erstmals erhoben. Die Befragten haben zudem Angaben zu ihren Softwarekenntnissen und ihren Fähigkeiten zur Erstellung digitaler Inhalte gemacht.

7 % der 16- bis 74-Jährigen nutzten eine Programmiersprache

Mit 54 % hat über die Hälfte der 16- bis 74-jährigen nach eigener Aussage in den drei Monaten vor der Erhebung Textverarbeitungs-Software, wie z. B. Word oder Google Docs verwendet. Im Jahr 2021 lag der Anteil noch bei 46 %. Tabellenkalkulations-Software, wie z. B. Excel oder Google Sheets verwendeten wiederum 40 % (2021: 33 %).

Weitere 38 % gaben an, mithilfe von Programmen Fotos, Videos oder Audio-Dateien editiert zu haben (2021: 31 %), während 29 % (Multimedia-)Dateien, wie z. B. Präsentationen, grafische Darstellungen oder Videos bestehend aus mehreren Elementen wie Text, Bildern, Tabellen, Diagrammen, Animationen oder Klangelementen, erstellt haben (2021: 25 %).

Zudem nutzten 7 % eine Programmiersprache um ein Programm zu schreiben (2021: 5 %). Damit sahen sich knapp unter einer Million Menschen im Alter von 16 bis 74 Jahren in Nordrhein-Westfalen in der Lage zu programmieren.

Bevölkerung im Alter von 16 bis 74 Jahren in NRW 2021 und 2025 nach ausgewählten Tätigkeiten in den letzten 3 Monaten

Hinweise zur Statistik

Die Ergebnisse basieren auf der europäischen Erhebung über die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in privaten Haushalten (IKT), die in Deutschland seit 2021 als freiwillige Unterstichprobe in den Mikrozensus integriert ist. Für diese Erhebung werden Personen im Alter von 16 bis 74 Jahren zum Internetzugang und zur Internetnutzung befragt. Die hier dargestellten Ergebnisse beziehen sich sowohl auf die Nutzung zu privaten als auch zu beruflichen Zwecken.

Der Mikrozensus ist eine seit 1957 jährlich bei einem Prozent der Bevölkerung durchgeführten Befragung der amtlichen Statistik. Dank der Selbstauskünfte der Befragten liegen aussagekräftige statistische Daten zu den Arbeits- und Lebensverhältnissen der Bevölkerung vor. Die Ergebnisse des Mikrozensus dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen, stehen aber auch der Wissenschaft, der Presse und allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. Weitere Informationen zum Mikrozensus.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

(016 / 26) Düsseldorf, den 21. Januar 2026

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Zubehör für Spielekonsolen
Freitag, 15. August 2025
Internet
Online-Gaming
Spielekonsole

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2024 gaben 29 % der 16- bis 74-Jährigen in Nordrhein-Westfalen an, in den letzten drei Monaten Online-Spiele gespielt bzw. heruntergeladen zu haben (einschl. Download von Updates/Upgrades/DLCs). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich der bevorstehenden Gamescom in Köln mitteilt, gibt es dabei relativ große alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede: Mit 45 % war der Anteil der 16-44-Jährigen, die in den letzten drei Monaten Online-Gaming betrieben haben, mehr als doppelt so hoch wie bei den 45-74-Jährigen mit 17 %. Bei den 16-74-jährigen Männern lag der Anteil mit 35 % höher als bei den Frauen mit 23 %.

Auf Basis der IKT-Erhebung in privaten Haushalten teilt das Statistische Landesamt weiter mit, dass mit 22 % gut jede fünfte Person im Alter von 16 bis 74 Jahren in den letzten drei Monaten zu Hause eine mit dem Internet verbundene Spielekonsole genutzt hat. Dies traf auf 38 % der 16- bis 44-Jährigen und für 10 % der 45- bis 74-Jährigen zu. Bei den 16-74-jährigen Männern lag der Anteil mit 29 % fast doppelt so hoch wie bei den Frauen mit 15 %.

Methodische Hinweise

Die Ergebnisse basieren auf der europäischen Erhebung über die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in privaten Haushalten (IKT), die seit 2021 als freiwillige Unterstichprobe in den Mikrozensus integriert ist. Aufgrund der damit verbundenen methodischen Änderungen ist ein Vergleich der Ergebnisse mit früheren Erhebungsjahren nur sehr eingeschränkt möglich (Zeitreihenbruch). Die Frage nach der Nutzung von internetverbundenen Spielekonsolen wurde 2024 erstmals gestellt. Für diese Erhebung werden Personen im Alter von 16 bis 74 Jahren zum Internetzugang und zur Internetnutzung befragt. Weitere Ergebnisse aus dieser Erhebung finden Sie auf unserer Themenseite Wie digital ist NRW?

Über den Mikrozensus

Der Mikrozensus ist eine seit 1957 jährlich bei einem Prozent der Bevölkerung durchgeführten Befragung der amtlichen Statistik. Dank der Selbstauskünfte der Befragten liegen aussagekräftige statistische Daten zu den Arbeits- und Lebensverhältnissen der Bevölkerung vor. Die Ergebnisse des Mikrozensus dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen, stehen aber auch der Wissenschaft, der Presse und allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Mikrozensus finden Sie hier.

(232 / 25) Düsseldorf, den 15. August 2025

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Eine Person hält ein Tablet
Freitag, 4. April 2025
Internetnutzung
Unterhaltung
Streaming
Gaming
Podcasts

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2024 gaben 89 Prozent der 16- bis 74-Jährigen in Nordrhein-Westfalen an, das Internet in den letzten drei Monaten täglich oder fast täglich für private Zwecke genutzt zu haben. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt auf Basis der IKT-Erhebung in privaten Haushalten weiter mitteilt, stehen mediale Unterhaltungsangebote dabei hoch im Kurs.

Mit 65 Prozent gaben fast zwei Drittel der 16- bis 74-Jährigen in NRW im Jahr 2024 an, in den letzten drei Monaten vor der Befragung Videos auf Video-Sharing-Diensten wie YouTube, Instagram oder TikTok angesehen zu haben. Jeweils 64 Prozent hörten Musik über Internetradio oder Apps wie Spotify bzw. schauten Fernsehsendungen über das Internet (zeitversetzt oder in Mediatheken).

Videos von kommerziellen Streaming-Anbietern wie z. B. Amazon Prime Video oder Netflix wurden von insgesamt 58 Prozent der 16- bis 74-Jährigen in NRW angesehen. Mit 31 bzw. 29 Prozent berichteten jeweils rund drei von zehn Befragten, in den letzten drei Monaten Podcasts gehört bzw. Online-Spiele gespielt oder heruntergeladen zu haben.

Bevölkerung im Alter von 16 bis 74 Jahren in NRW 2024 nach Altersgruppen und Internetaktivitäten zu Unterhaltungszwecken

Online-Unterhaltung bei Jüngeren beliebter

Das Internet wird von der jüngeren Generation häufiger als Unterhaltungsmedium genutzt als von der älteren. So gaben z. B. 83 Prozent der 16- bis 44-Jährigen an, das Internet zu nutzen, um Videos auf Plattformen wie YouTube oder TikTok anzuschauen, während dieser Anteil bei den 45- bis 74-Jährigen bei nur 50 Prozent lag. Ein ähnlicher Unterschied zeigt sich beim Musikstreaming: 83 Prozent der 16- bis 44-Jährigen hörten Musik über das Internet, verglichen mit 49 Prozent in der älteren Altersgruppe.

Besonders groß sind die Altersunterschiede beim Konsum von Podcasts und beim Online-Gaming. Mit 46 Prozent war der Anteil der 16-44-Jährigen, die in den letzten drei Monaten Podcasts gehört oder heruntergeladen hatten, mehr als doppelt so hoch wie bei den 45-74-Jährigen mit 19r Prozent. Auch im Bereich Online-Gaming waren mit 45 Prozent anteilig mehr als doppelt so viele der 16-44-Jährigen aktiv wie bei den 45-74-Jährigen mit 17r Prozent.

Methodische Hinweise

Die Ergebnisse basieren auf der europäischen Erhebung über die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in privaten Haushalten (IKT), die seit 2021 als freiwillige Unterstichprobe in den Mikrozensus integriert ist. Für diese Erhebung werden Personen im Alter von 16 bis 74 Jahren zum Internetzugang und zur Internetnutzung befragt. Die Vergleichbarkeit mit Ergebnissen früherer Erhebungen ist aufgrund methodischer Änderungen eingeschränkt. Weitere Ergebnisse aus dieser Erhebung finden Sie auf unserer Themenseite Wie digital ist NRW?

Über den Mikrozensus

Der Mikrozensus ist eine seit 1957 jährlich bei einem Prozent der Bevölkerung durchgeführten Befragung der amtlichen Statistik. Dank der Selbstauskünfte der Befragten liegen aussagekräftige statistische Daten zu den Arbeits- und Lebensverhältnissen der Bevölkerung vor. Die Ergebnisse des Mikrozensus dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen, stehen aber auch der Wissenschaft, der Presse und allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. Weitere Informationen zum Mikrozensus. (IT.NRW)

(095 / 25) Düsseldorf, den 4. April 2025

Korrekturhinweis (Stand 24.07.2025): In der ursprünglichen Version der Pressemitteilung wurden zwei Werte bei der Beschreibung der Altersgruppen versehentlich vertauscht. Die korrigierten Werte sind durch ein angehängtes „r” gekennzeichnet.

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Mehrere Packungen verschiedener Tabletten
Mittwoch, 12. Februar 2025
Online-Shopping
Konsum
Mikrozensus

Düsseldorf (IT.NRW). Der Kauf von Arznei- und Nahrungsergänzungsmitteln über das Internet wird immer beliebter. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, gab im Jahr 2024 etwa ein Fünftel (21 Prozent) der Befragten im Alter von 16 bis 74 Jahren an, in den letzten drei Monaten vor der Befragung Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel wie z. B. Vitaminpräparate online gekauft zu haben.

Insgesamt ist der Anteil derjenigen, die Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel online kaufen, in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Während 2021 noch 15 Prozent der 16- bis 74-Jährigen entsprechende Online-Käufe tätigten, waren es 2024 bereits 21 Prozent.

Anteil bei Frauen höher als bei Männern

Frauen nutzten diese Einkaufsmöglichkeit häufiger als Männer: 24 Prozent der Frauen gaben 2024 an, in den vergangenen drei Monaten Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel online erworben zu haben, während es bei den Männern 18 Prozent waren.

Bevölkerung im Alter von 16 bis 74 Jahren in NRW nach Geschlecht und Einkäufen von    Arzneimitteln/Nahrungsergänzungsmitteln über das Internet in den letzten drei Monaten

Kaum Altersunterschiede bei Online-Einkäufen von Arznei- und Nahrungsergänzungsmitteln

Der Anteil der 16- bis 44-Jährigen, die Online-Einkäufe von Arznei- und Nahrungsergänzungsmitteln getätigt haben, lag 2024 bei 20 Prozent und bei den 45- bis 74-Jährigen bei 21 Prozent.

Methodische Hinweise

Die Ergebnisse basieren auf der europäischen Erhebung über die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in privaten Haushalten (IKT), die seit 2021 als freiwillige Unterstichprobe in den Mikrozensus integriert ist. Für diese Erhebung werden Personen im Alter von 16 bis 74 Jahren zum Internetzugang und zur Internetnutzung befragt.

Der Mikrozensus ist eine seit 1957 jährlich bei einem Prozent der Bevölkerung durchgeführten Befragung der amtlichen Statistik. Dank der Selbstauskünfte der Befragten liegen aussagekräftige statistische Daten zu den Arbeits- und Lebensverhältnissen der Bevölkerung vor. Die Ergebnisse des Mikrozensus dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen, stehen aber auch der Wissenschaft, der Presse und allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. Weitere Informationen zum Mikrozensus. (IT.NRW)

(038 / 25) Düsseldorf, den 12. Februar 2025

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Junge Frau sitzt mit Laptop zwischen gestapelten Paketen
Freitag, 20. Dezember 2024
Onlineshopping
Konsum
Mikrozensus

Düsseldorf (IT.NRW). Nicht nur zu Weihnachten erfreut sich das Online-Shopping großer Beliebtheit. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen auf Basis der Erhebung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien privater Haushalte mitteilt, gaben im Jahr 2024 insgesamt 83 Prozent der Personen im Alter von 16 bis 74 Jahren in NRW an, schon einmal über das Internet gekauft oder bestellt zu haben. Bei den Jüngeren ist Online-Shopping weiterverbreitet als bei den Älteren: 90 Prozent der 16-44-Jährigen in NRW haben schon einmal online eingekauft, bei den 45-74-Jährigen sind es immerhin noch 78 Prozent.

Jede(r) Zweite kaufte Kleidung, Schuhe und Accessoires im Internet

Nach ihren Online-Einkäufen in den letzten drei Monaten gefragt, gaben insgesamt mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der 16-74-Jährigen an, in diesem Zeitraum etwas über das Internet eingekauft zu haben. Bei den 16-44-Jährigen lag dieser Anteil bei 79 Prozent, bei den 45-74-Jährigen bei 60 Prozent.

Bevölkerung im Alter von 16 bis 74 Jahren in NRW 2024 nach Altersgruppen und Art der Einkäufe/Bestellungen über das Internet in den letzten drei Monaten

Kleidung, Schuhe und Accessoires stehen dabei an erster Stelle: Mit 51 Prozent hat insgesamt gut die Hälfte der Personen in den letzten drei Monaten vor der Befragung Artikel dieser Art online bestellt. Von den 16-44-Jährigen hatten sogar 62 Prozent Kleidungsstücke über das Internet gekauft gegenüber 42 Prozent der 45-74-Jährigen.

Über 40 Prozent der 16-44-Jährigen zahlten für Streamingdienste

An zweiter Stelle stehen Filme, Serien und Musik, die insgesamt 44 Prozent der 16-74-Jährigen online gekauft haben. Hierbei werden sowohl kostenpflichtige Streamingdienste als auch physische Bild- und Tonträger in Form von DVDs, CDs u. ä. erfasst.

Streaming-Dienste waren dabei deutlich häufiger gefragt als physische Produkte: Während 34 Prozent der 16- bis 74-Jährigen die Leistungen kostenpflichtiger Streamingdienste für Filme, Serien oder Sport in Anspruch genommen haben und 30 Prozent kostenpflichtig Musik streamten, bestellten lediglich 15 Prozent physische Bild- und Tonträger im Internet. Dabei wurden Streamingdienste deutlich häufiger von den Jüngeren genutzt: Die Anteile der 16-44-Jährigen, die Streamingdienste für Filme, Serien oder Sport bzw. Musik bezahlten, lagen mit 45 bzw. 44 Prozent jeweils merklich über den Anteilen bei den 45-74-Jährigen (25 bzw. 20 Prozent).

Knapp ein Drittel kaufte Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs online

Auf Rang drei stehen Lebensmittel und andere Güter des täglichen Bedarfs wie Getränke, Drogerieprodukte oder Tierfutter: Insgesamt 30 Prozent der 16-74-Jährigen haben derartige Artikel in den letzten drei Monaten vor der Befragung über das Internet gekauft.

Lieferdienste für Essen wurden von 29 Prozent der Personen online beauftragt, standen bei den jüngeren Personen deutlich höher im Kurs als bei älteren: 44 Prozent der 16-44-Jährigen hatten in den letzten drei Monaten online bei Restaurants oder Fast-Food-Läden bestellt, bei den 45-74-Jährigen waren es lediglich 18 Prozent.

Die Ergebnisse basieren auf der europäischen Erhebung über die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in privaten Haushalten (IKT), die seit 2021 als freiwillige Unterstichprobe in den Mikrozensus integriert ist. Für diese Erhebung werden Personen im Alter von 16 bis 74 Jahren zum Internetzugang und zur Internetnutzung befragt.

Der Mikrozensus ist eine seit 1957 jährlich bei einem Prozent der Bevölkerung durchgeführten Befragung der amtlichen Statistik. Dank der Selbstauskünfte der Befragten liegen aussagekräftige statistische Daten zu den Arbeits- und Lebensverhältnissen der Bevölkerung vor. Die Ergebnisse des Mikrozensus dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen, stehen aber auch der Wissenschaft, der Presse und allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. Weitere Informationen zum Mikrozensus. (IT.NRW)

(398 / 24) Düsseldorf, den 20. Dezember 2024

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Junge Frau liegt mit einem Tablet auf dem Sofa
Mittwoch, 24. Juli 2024
Informationstechnologie
Kommunikationstechnologie
Kommunikation
Behörden

Düsseldorf (IT.NRW). Gut die Hälfte der Bevölkerung (51,2 Prozent) im Alter von 16 bis 74 Jahren in Nordrhein-Westfalen hat im Jahr 2023 über Webseiten oder Apps in den letzten zwölf Monaten Kontakte zu privaten Zwecken mit Behörden und öffentlichen Einrichtungen aufgenommen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt weiter mitteilt, wurde die Informationssuche auf Webseiten oder Apps von Behörden und öffentlichen Einrichtungen (33,9 Prozent) am häufigsten als Tätigkeit genannt. Dazu zählen Informationen z. B. über Dienstleistungen, Geld- bzw. geldwerte Leistungen/Ansprüche, Gesetze oder Öffnungszeiten.

Personen die Online-Kontakte mit Behörden und öffentlichen Einrichtungen im Jahr 2023 aufgenommen haben

Auch die Vereinbarung von Terminen mit Behörden oder Krankenkassen sowie Reservierungen (z. B. von Büchern in einer Bibliothek) mit einem Anteil von 31,5 Prozent wurden angegeben. Ebenso wurde das Herunterladen oder Ausdrucken amtlicher Formulare von Webseiten/Apps (30,8 Prozent) jeweils von knapp einem Drittel der Bevölkerung als Aktivitäten genannt. Lediglich ein Fünftel (20,0 Prozent) hat Dokumente online abgerufen wie z. B. Benachrichtigungen über Geldbußen oder Rechnungen, Steuerbescheide oder andere offizielle Schreiben.

Die Ergebnisse stammen aus der Erhebung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT-Haushalte), die diese Thematik auf freiwilliger Basis abgefragt hat.

In der Themenseite „Wie digital ist NRW?” werden weitere Digitalkompetenzen für Nordrhein-Westfalen, Deutschland und die EU verglichen. Darüber hinaus werden weitere ausgewählte Statistiken zum Stand der Digitalisierung im Alltag, in der Wirtschaft und in Studium und Ausbildung dargestellt. (IT.NRW)

Korrektur: Im ersten Absatz wurden am 21.11.2025 Textänderungen vorgenommen. 

(232 / 24) Düsseldorf, den 24. Juli 2024

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Zwei junge Personen mit Laptops sitzen auf einem Sofa
Freitag, 17. Mai 2024
Falschmeldungen
Falsche Informationen
Lügen
Hetze

Düsseldorf (IT.NRW). Etwa jede dritte Person im Alter von 16 bis 74 Jahren (29,6 Prozent) in Nordrhein-Westfalen hat nach eigener Einschätzung auf Webseiten oder in den sozialen Medien Beiträge oder Kommentare als Hassrede wahrgenommen. Als „Hatespeech” oder sogenannte Hassrede werden Kommentare und Aussagen bezeichnet, die sich als feindselig oder erniedrigend gegen Einzelpersonen oder Personengruppen richten. Dies zeigen die Ergebnisse der Erhebung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in privaten Haushalten (IKT-Haushalte), die diese Thematik erstmalig im Jahr 2023 abgefragt hat. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt weiter mitteilt, sind damit ca. 3,7 Millionen Internetnutzende nach eigener Einschätzung mit Hatespeech konfrontiert worden.

Anteile der Internetnutzenden in NRW die 2023 Fake News und Hatespeech wahrgenommen haben

Jüngere haben im Vergleich zu Älteren häufiger Hatespeech wahrgenommen

In Abhängigkeit des Alters der Befragungsteilnehmer unterscheidet sich die Häufigkeit der Wahrnehmung von Hatespeech stark: Nach eigener Einschätzung ist bei den 16- bis 44-Jährigen deutlich mehr als ein Drittel (39,7 Prozent) auf Hatespeech im Internet gestoßen. Bei den 45- bis 74-Jährigen hat dagegen lediglich ein Fünftel (19,6 Prozent) Hatespeech im Internet in Bezug auf sich oder andere Personengruppen beobachtet.

Merkmale von Hatespeech, die von Internetnutzenden in NRW im Alter von 16 bis 74 Jahren im Jahr 2023 wahrgenommen wurden

Politische oder gesellschaftliche Ansichten als häufigstes Ziel von Hatespeech

Unter den Internetnutzenden, die Hatespeech wahrgenommen haben, wurde am häufigsten genannt, dass politische oder gesellschaftliche Ansichten (77,9 Prozent) angegriffen wurden. Weitere negative Beiträge oder Kommentare bezogen sich auf die ethnische Herkunft (56,8 Prozent), sexuelle Orientierung (52,1 Prozent), die Religion und Weltanschauung (47 Prozent), das biologische Geschlecht (36,9 Prozent), sowie andere persönliche Merkmale (26,7 Prozent). Unter den beobachteten Arten von Hatespeech sind Bezüge auf Behinderungen (22 Prozent) am geringsten verbreitet. In der Befragung konnten mehrere Kategorien angegeben werden.

Internetnutzende sehen sich häufig mit Fake News konfrontiert

Beim Surfen im Internet stoßen Internetnutzende nicht nur auf Hassrede, sondern auch auf Falschinformationen, sogenannte „Fake News”. Im Jahr 2023 hat mehr als die Hälfte aller Internetnutzenden (52,3 Prozent) in Nordrhein-Westfalen auf Webseiten oder Social-Media-Plattformen Beiträge vorgefunden, die nach eigener Einschätzung falsch oder unglaubwürdig gewesen sind. Bei den 16- bis 44-Jährigen (60,2 Prozent) lag der Anteil derjenigen, die nach eigener Einschätzung Fake News bemerkt haben, deutlich höher als bei den 45- bis 74-Jährigen (44,6 Prozent).

In der Themenseite „Wie digital ist NRW?” werden weitere Digitalkompetenzen für Nordrhein-Westfalen, Deutschland und die EU verglichen. Darüber hinaus werden weitere ausgewählte Statistiken zum Stand der Digitalisierung im Alltag, in der Wirtschaft und in Studium und Ausbildung dargestellt. (IT.NRW)

(146 / 24) Düsseldorf, den 17. Mai 2024

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Mutter und Tochter sitzen gemeinsam vor dem Laptop
Dienstag, 7. Mai 2024
Digitalkompetenzen
Internet

Düsseldorf (IT.NRW). Etwa jede zweite Person im Alter von 16 bis 74 Jahren (52,8 Prozent) in Nordrhein-Westfalen konnte 2023 mindestens grundlegende Digitalkompetenzen nach EU-Definition vorweisen. Das zeigen die Ergebnisse der Erhebung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in privaten Haushalten (IKT-Haushalte). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt weiter mitteilt, lag dieser Wert damit auf (52,2 Prozent). Im Vergleich zur Europäischen Union (55,6 Prozent) zeigt sich allerdings bei den Digitalkompetenzen in der Bevölkerung ein Rückstand sowohl für NRW als auch für Deutschland.

Bevölkerung mit mindestens grundlegenden Digitalkompetenzen im Jahr 2023

Grundlegende Kommunikations- und Kollaborationsfähigkeiten am weitesten verbreitet

Die Betrachtung einzelner Fähigkeiten und Kompetenzbereiche zeigt, dass grundlegende digitale Kommunikations- und Kollaborationsfähigkeiten in der Bevölkerung in NRW am häufigsten verbreitet sind. Einer Person werden hierbei Kompetenzen zugeschrieben, wenn ein Mindestmaß an Aktivitäten aus z. B. den Bereichen Senden und Empfangen von Mails und Kurznachrichten, Telefonieren über das Internet, Teilnahmen an Diskussionen im Internet, in der Befragung angegeben worden sind. Hier wiesen etwa neun von zehn Personen in NRW (92,2 Prozent) mindestens grundlegende Fähigkeiten auf und damit ein im Vergleich zu Deutschland (91,1 Prozent) wie auch der EU (89,3 Prozent) größerer Bevölkerungsteil.

Deutliche Defizite im Bereich der Informations- und Datenkompetenz im Vergleich zur EU

Dagegen sind die größten Rückstände im Bereich der Informations- und Datenkompetenz erkennbar. Dazu gehören Aktivitäten wie das Finden von Informationen über Waren, Güter und Gesundheitsthemen, das Lesen von Online-Nachrichten, Zeitungen oder Magazinen sowie Tätigkeiten zur Überprüfung von Informationen aus Onlinequellen. Hier lagen sowohl NRW mit 74,8 Prozent wie auch Deutschland insgesamt mit 74,3 Prozent im Jahr 2023 im Vergleich zum EU-Wert von 81,7 Prozent am deutlichsten zurück.

In der Themenseite „Wie digital ist NRW?” werden weitere Digitalkompetenzen für Nordrhein-Westfalen, Deutschland und die EU verglichen. Darüber hinaus werden weitere ausgewählte Statistiken zum Stand der Digitalisierung im Alltag, in der Wirtschaft und in Studium und Ausbildung dargestellt.

Methodische Erläuterungen:
Insgesamt mindestens grundlegende Digitalkompetenzen liegen vor, wenn in jedem der fünf Einzelbereiche:

  1. Kenntnisse in Informations- und Datenkompetenz,
  2. Kommunikations- und Kollaborationsfähigkeiten,
  3. Fähigkeiten zur Erstellung digitaler Inhalte,
  4. Sicherheitskompetenzen (Z. B. Verwalten von diversen Zugriffen auf persönliche Daten und Geräte),
  5. Fähigkeiten zur Problemlösung (Z. B. Laden und Installieren von Programmen, Onlineeinkauf und Verkauf, Internetbanking, Arbeitsplatzsuche, Nutzen von Lerninhalten)

ein gewisses Mindestmaß an Aktivitäten gemäß der Definition von Eurostat von den Befragten genannt worden ist.

Kenntnisse in Informations- und Datenkompetenz liegen vor, wenn ein Mindestmaß aus den folgenden Aktivitäten genannt worden ist: Finden von Informationen über Waren und Güter, Suchen von Gesundheitsbezogenen Informationen, Lesen von Online-Nachrichten, Zeitungen oder Magazinen, Aktivitäten in Bezug auf Überprüfungen von Informationen aus Onlinequellen Kommunikations- und Kollaborationsfähigkeiten liegen vor, wenn ein Mindestmaß aus den folgenden Aktivitäten genannt worden ist: Senden und Empfangen von Mails, Telefon und Videoanrufe über Internet tätigen, Nutzung von Sofortnachrichtendiensten, Meinungen zu politischen Themen auf Websites oder in sozialen Medien äußern oder auch an Abstimmungen teilnehmen.

Methodische Erläuterungen zu den Indikatoren zur Messung der Digitalkompetenz finden Sie auf den Seiten von Eurostat. (IT.NRW)

(131 / 24) Düsseldorf, den 7. Mai 2024

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