Landesbetrieb IT.NRW
Statistik und IT-Dienstleistungen

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2023 gab es in NRW rund 8,9 Millionen Privathaushalte. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, wird laut aktueller Haushaltsmodellrechnung bis 2070 ein Rückgang um 4,4 % auf 8,5 Millionen Haushalte erwartet. Damit werden in weniger als 50 Jahren rund 390.000 Haushalte in NRW wegfallen. Mit einem Minus von 9,9 % wird bei Dreipersonenhaushalten für das Jahr 2070 der stärkste Rückgang gegenüber 2023 erwartet. Bei Vier- und Mehrpersonenhaushalten ist von einer Verringerung um 9,0 % auszugehen. Für die Zahl der Einpersonenhaushalte wird ein Absinken um 1,9 % und für die Zweipersonenhaushalte um 3,7 % erwartet.

Privathaushalte in NRW 2023 bis 2070 nach Haushaltstypen

Rückgänge von größeren Haushalten in beinahe allen Regionen – Anstieg nur in Mönchengladbach, Gelsenkirchen und Herne

In fast allen Kreisen und kreisfreien Städten wird bis zum Jahr 2050 ein Rückgang von Haushalten mit drei und vier oder mehr Personen erwartet. Mit Anstiegen ist bei den Dreipersonenhaushalten in Mönchengladbach und bei den Vier- und Mehrpersonenhaushalten in Gelsenkirchen, Herne und ebenfalls in Mönchengladbach zu rechnen. Bei Einpersonenhaushalten ist in 32 kreisfreien Städten und Kreisen, also bei mehr als der Hälfte, von einer Zunahme bis 2050 auszugehen. Bei den Zweipersonenhaushalten trifft das mit 18 kreisfreien Städten und Kreisen lediglich auf etwa ein Drittel zu.

Weitere regionale Ergebnisse sowie methodische Erläuterungen zur neuen Haushaltsmodellrechnung finden Sie in der neuen Veröffentlichung Statistik kompakt „Haushaltsmodellrechnung für NRW 2024 bis 2050/2070”.

Methodische Hinweise

Die Haushaltsmodellrechnung zeigt mögliche zukünftige Entwicklungen bei den Privathaushalten auf. Sie berücksichtigt dabei einerseits die Bevölkerungsentwicklung entsprechend den Ergebnissen der aktuellen Bevölkerungsvorausberechnung sowie andererseits die aktuellen Haushaltsstrukturen, die sich aus den Daten des Mikrozensus ergeben.

Ziel der Haushaltsmodellrechnung ist es, aufzuzeigen, wie sich die Anzahl und Verteilung der Haushaltstypen unter bestimmten Annahmen zukünftig entwickeln kann. Folglich gilt für die Haushaltsmodellrechnung, genauso wie für die Bevölkerungsvorausberechnung, dass sich die aufgezeigten zukünftigen Verläufe nur dann ergeben, wenn die getroffenen Annahmen auch eintreten. Weitere Informationen zur Methodik und zu den Annahmen stehen in der o. g. Veröffentlichung Statistik kompakt.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

Ergebnisse für Regierungsbezirke, kreisfreie Städte und Kreise finden Sie als Excel-Datei aus der Landesdatenbank NRW.

(333 / 25) Düsseldorf, den 17. November 2025

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Vater wird von seiner Tochter gefüttert
Dienstag, 27. Mai 2025

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2024 waren 89,5 % der insgesamt 1,52 Millionen Väter in Nordrhein-Westfalen mit minderjährigen Kindern im Haushalt erwerbstätig. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Vatertags am 29. Mai auf Basis von Erstergebnissen des Mikrozensus 2024 mitteilt, waren 91,3 % der erwerbstätigen Väter in Vollzeit und 8,7 % in Teilzeit tätig. Dagegen waren Mütter mit minderjährigen Kindern im Haushalt zu zwei Dritteln (66,5 %) erwerbstätig, lediglich 28,1 % davon in Vollzeit.

Die Teilzeitquote von Vätern variiert nur wenig mit dem Alter des jüngsten Kindes

Von den erwerbstätigen Vätern mit jüngstem Kind im Alter von unter drei Jahren arbeiteten 8,9 % in Teilzeit. War das jüngste Kind drei bis fünf Jahre alt, lag die Teilzeitquote mit 9,5 % höher als in allen anderen Altersgruppen. In den nachfolgenden Altersgruppen sank der Teilzeitanteil der Väter wieder. Dieser Verlauf über die Altersgruppen zeigt sich auch bei den erwerbstätigen Müttern, allerdings bei insgesamt deutlich höheren Teilzeitquoten.

Erwerbstätige Väter und Mütter mit minderjährigen Kindern in NRW 2024 nach Teilzeitanteil und Alter des jüngsten Kindes im Haushalt

Mehr als 93.000 Väter bezogen 2024 Elterngeld – im Schnitt für 4,1 Monate

Laut der Statistik zum Elterngeld empfingen 93.560 Väter von Säuglingen und Kleinkindern in NRW im Jahr 2024 Leistungen in Form von Basiselterngeld und/oder Elterngeld Plus. In NRW gab es insgesamt 380.071 Beziehende; der sog. Väteranteil lag damit bei 24,6 %. Das Elterngeld soll Mütter und Väter unterstützen, die ihr Kind nach der Geburt selbst betreuen und deshalb nicht oder nicht voll erwerbstätig sein können.

Die männlichen Elterngeldbeziehenden planten, die Leistung im Schnitt 4,1 Monate in Anspruch zu nehmen. Zum Vergleich: Bei den Frauen lag die durchschnittliche geplante Bezugsdauer bei 15,0 Monaten.

Zahl der Elterngeldempfänger(innen) in NRW 2024 nach Höhe des monatlichen Elterngeldanspruchs

Rund drei Viertel der Väter, die Elterngeld bezogen, hatten Anspruch auf mindestens 1.000 Euro monatlich; ein Viertel kam sogar auf 1.800 Euro und mehr pro Monat. Anders war dies bei den Müttern: Rund zwei Drittel von ihnen hatten einen monatlichen Elterngeldanspruch von weniger als 1.000 Euro.

Methodische Hinweise

Die hier vorgestellten Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit basieren auf dem Mikrozensus, einer seit 1957 jährlich bei einem Prozent der Bevölkerung durchgeführten Befragung der amtlichen Statistik. Betrachtet werden Eltern mit mindestens einem im Haushalt lebenden minderjährigen Kind. Dargestellt wird hier das Konzept der realisierten Erwerbstätigkeit: Eltern, die ihr bestehendes Erwerbsverhältnis aufgrund von Mutterschutz oder Elternzeit unterbrochen haben, gelten als (zeitweise) nicht erwerbstätig. Weitere Informationen zum Mikrozensus.

Grundlage der Auswertung zum Elterngeld sind die Ergebnisse der Elterngeldstatistik des Statistischen Bundesamtes. Die Höhe des Basiselterngeldes hängt vom durchschnittlich verfügbaren Erwerbseinkommen im Jahr vor der Geburt ab und beträgt mindestens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro monatlich. Elterngeld Plus kann doppelt so lange bezogen werden wie das Basiselterngeld, fällt jedoch in der Regel geringer aus. Der Väteranteil gibt den Anteil der Männer an allen Elterngeldbeziehern und -bezieherinnen wieder. Mehr Informationen zum Elterngeld

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW) 

Ergebnisse zur Zahl der Elterngeldempfänger(innen) nach Geschlecht und Höhe des monatlichen Elterngeldanspruchs für kreisfreie Städte und Kreise finden sich in der Excel-Datei aus der Landesdatenbank NRW

Weitere Ergebnisse der Statistik zum Elterngeld finden sich in der Landesdatenbank NRW.
 

(144 / 25) Düsseldorf, den 27. Mai 2025

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Logo des Zensus 2022
Donnerstag, 10. Oktober 2024

Düsseldorf (IT.NRW). Zum Zensusstichtag am 15. Mai 2022 waren von den gut 8,66 Millionen Privathaushalten fast 44 Prozent Einpersonenhaushalte. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt weiter mitteilt, steigt der Anteil der Einpersonenhaushalte seit 1950 kontinuierlich an. Beim Vergleich der Ergebnisse der zurückliegenden Volkszählungen sowie des Zensus 2011 und des Zensus 2022 zeigt sich, dass 1950 und 1961 der Anteil der Einpersonenhaushalte noch unter 20 Prozent lag. 1987 lebte bereits in jedem dritten Haushalt nur eine Person und 2011 waren es schon rund 38 Prozent. Gleichzeitig nahm der Anteil der Privathaushalte mit fünf und mehr Personen von 15,9 Prozent im Jahr 1950 auf 4,8 Prozent im Jahr 2022 ab.

Größe des privaten HaushaltsPrivathaushalte am 15.05.2022Privathaushalte am 13.09.1950
Anzahlin ProzentAnzahlin Prozent
Insgesamt8 663 8521004 248 794100
  davon:    
    1 Person3 784 86443,7717 29616,9
    2 Personen2 627 41230,31 087 79225,6
    3 Personen1 050 92012,11 053 51124,8
    4 Personen784 0649,0715 73916,8
    5 und mehr Personen416 6004,8674 45615,9
Bei den Ergebnissen des Zensus 2022 addieren sich die ausgewiesenen Einzelwerte in der Tabelle aufgrund des Geheimhaltungsverfahrens nicht notwendigerweise zu den ausgewiesenen Summen. Ausführliche Erläuterungen dazu auf den Seiten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder.

Düsseldorf wies 2022 mit 55,7 Prozent den höchsten Anteil an Einpersonenhaushalten auf

Für 2022 und 2011 ist auch ein regionaler Vergleich möglich: Düsseldorf verzeichnete 2022 mit 55,7 Prozent den höchsten Anteil an Einpersonenhaushalten in Nordrhein-Westfalen. Den niedrigsten Wert wies die Gemeinde Hopsten (25,4 Prozent) auf. Dort war der Anteil an Einpersonenhaushalten auch am Zensusstichtag 9. Mai 2011 mit 17,7 Prozent NRW-weit am geringsten. Die Hochburg der Einpersonenhaushalte war 2011 noch Aachen (51,2 Prozent) vor Düsseldorf (50,0 Prozent). In allen NRW-Gemeinden ist der Anteil der Einpersonenhaushalte seit 2011 gewachsen. Am höchsten war der Anstieg in der Gemeinde Weeze (+12,7 Prozentpunkte) und am niedrigsten in Aachen (+2,1 Prozentpunkte).

In den höheren Altersgruppen lebten vor allem Frauen allein

Im Mai 2022 waren Personen, die an ihrem Hauptwohnsitz allein in einem Haushalt wohnten, mehrheitlich Frauen (53,4 Prozent). Jedoch überwog der Frauenanteil erst in den höheren Altersgruppen. Von den Alleinlebenden zwischen 30 und 49 Jahren waren 37,6 Prozent Frauen, bei den 65- bis 74-Jährigen waren es schon 63,7 Prozent und bei den 85-Jährigen und Älteren sogar 77,7 Prozent.

Diese und weitere interessante Ergebnisse aus dem Zensus 2022 sind in unserem Statistikangebot abrufbar. (IT.NRW)

(317 / 24) Düsseldorf, den 10. Oktober 2024

Bitte beachten Sie die Korrektur der lokalen Daten in Text und Tabelle.

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Kind auf der Couch vor dem Fernsehgerät

Düsseldorf (IT.NRW). In NRW gab es im Jahr 2023 insgesamt knapp 3,5 Millionen Einpersonenhaushalte. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt auf Basis erster Ergebnisse des Mikrozensus 2023 weiter mitteilt, entsprach dies einem Anteil von 40,0 Prozent an den insgesamt 8,72 Millionen Haushalten in NRW. Rund ein Drittel (33,9 Prozent) der nordrhein-westfälischen Haushalte waren Zweipersonenhaushalte, 11,9 Prozent Dreipersonenhaushalte und 9,9 Prozent Vierpersonenhaushalte. Haushalte mit fünf oder mehr Personen machten mit 4,4 Prozent nur einen geringen Anteil der Haushalte aus.

Anteil der Einpersonenhaushalte in Großstädten höher als in kleineren Gemeinden

Tendenziell gilt: Je größer die Gemeinde, desto größer ist der Anteil an Haushalten, in denen nur eine Person lebt. Während in kleineren Gemeinden mit einer Bevölkerung bis unter 20 000 weniger als ein Drittel der Haushalte aus nur einer Person bestand (32,3 Prozent), waren es in Städten ab 200 000 Einwohnerinnen und Einwohnern schon über 46 Prozent.

Privathaushalte in Nordrhein-Westfalen 2023

Auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte wiesen die Städte Aachen (54,7 Prozent), Münster (51,3 Prozent) und Köln (48,3 Prozent) im Jahr 2023 die höchsten Anteile an Einpersonenhaushalten auf. Am niedrigsten waren die Anteile in den Kreisen Coesfeld (31,3 Prozent), Viersen (31,7 Prozent) und Gütersloh (31,8 Prozent).

Jede zweite alleinlebende Frau in NRW ist 65 Jahre oder älter

Nach Altersgruppen aufgegliedert stellten die 35-49-Jährigen mit 14,9 Prozent insgesamt gesehen die kleinste und ab 65-Jährigen mit 37,9 Prozent die größte Gruppe der Alleinlebenden in NRW dar. Die Altersstruktur der Alleinlebenden unterscheidet sich zwischen Männern und Frauen deutlich. Insbesondere bei den Frauen zeigen sich altersspezifische Unterschiede: Während 9,2 Prozent der alleinlebenden Frauen 35-49 Jahre alt waren, war jede zweite alleinlebende Frau (50,9 Prozent) 65 oder älter.

Alleinlebende in Nordrhein-Westfalen 2023

Alleinlebende in Großstädten häufig jünger als Alleinlebende in kleineren Gemeinden

Alleinlebende in größeren Städten haben eine jüngere Altersstruktur als Alleinlebende in kleineren Gemeinden. In 2023 waren lediglich 14,7 Prozent der Alleinlebenden in Gemeinden bis unter 20 000 Einwohnerinnen und Einwohnern unter 35 Jahren alt, in Großstädten ab 500 000 Personen waren es 28,3 Prozent. Der Anteil Alleinlebender im Alter von 65 und mehr Jahren war dagegen in kleineren Gemeinden höher als in größeren: In Gemeinden unter 20 000 Personen waren insgesamt 44,8 Prozent mindestens 65 Jahre alt, in Großstädten mit einer Einwohnerzahl ab 500 000 betraf dies nur 32,2 Prozent.

Alleinlebende in Nordrhein-Westfalen 2023

Die hier vorgestellten Ergebnisse basieren auf dem Mikrozensus, einer seit 1957 jährlich bei einem Prozent der Bevölkerung durchgeführten Befragung der amtlichen Statistik. Dank der Selbstauskünfte der Befragten liegen aussagekräftige statistische Daten zu den Arbeits- und Lebensverhältnissen der Bevölkerung vor. Die befragten Haushalte übernehmen mit ihren Angaben einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Die Ergebnisse des Mikrozensus dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. Sie stehen auch der Wissenschaft, der Presse und allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.

IT.NRW weist darauf hin, dass sich die hier dargestellten Ergebnisse auf Hauptwohnsitzhaushalte beziehen. Hierbei handelt es sich um Haushalte, in denen mindestens eine Person ab 16 Jahren am Hauptwohnsitz wohnt.

Aufgrund methodischer Änderungen sind die Ergebnisse ab dem Erhebungsjahr 2020 nur eingeschränkt mit denen aus den Vorjahren vergleichbar.

Weitere Informationen zum Mikrozensus finden Sie im Internetangebot von IT.NRW. (IT.NRW)

(099 / 24) Düsseldorf, den 5. April 2024

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Berufstätige Frauen in einer Unterhaltung
Montag, 2. Oktober 2023

Düsseldorf (IT.NRW). In Nordrhein-Westfalen ist der Anteil erwerbstätiger Frauen mit minderjährigen Kindern seit 1997 von 47,7 Prozent auf 64,8 Prozent im Jahr 2022 gestiegen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Erwerbsbeteiligung damit in NRW niedriger als im Bundesdurchschnitt (1997: 57,9 Prozent; 2022: 69,4 Prozent).

Regionale Erwerbstätigenquote von Müttern mit Kindern unter 18 Jahren

Der Anteil der erwerbstätigen Mütter hat sich in NRW seit 1997 um 17,1 Prozentpunkte erhöht und lag damit über dem deutschlandweiten Anstieg von 11,5 Prozentpunkten. In der Raumordnungsregion Aachen war mit 24,4 Prozentpunkten (von 43,3 Prozent im Jahr 1997 auf 67,7 Prozent im Jahr 2022) der Anstieg der Erwerbsbeteiligung von Müttern mit minderjährigen Kindern deutschlandweit am höchsten.

Ein interaktives Kartenangebot bietet regional tief gegliederte Ergebnisse zum Thema „Familie und Erwerbstätigkeit”

Diese und weitere Ergebnisse haben die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder in einer neuen StoryMap zum Thema „Familie und Erwerbstätigkeit” veröffentlicht. Die Anwendung visualisiert mit interaktiven Karten und Infografiken ausgewählte Ergebnisse des Mikrozensus zur Veränderung von Familienstrukturen und der Erwerbstätigen- und Vollzeitquoten von Müttern und Vätern im Zeitraum von 1997 bis 2022.

Die Kartendarstellungen bieten neben Ergebnissen für die Bundesländer und Deutschland auch regionale Ergebnisse bis auf die Ebene der 96 Raumordnungsregionen. Regionale Trends sind aufgrund von Farbgebungen direkt erkennbar; die Werte für einzelne Regionen lassen sich gezielt auswählen. Schieberegler ermöglichen auf allen Karten dynamische Wechsel zwischen den Ergebnissen von 2022 und 1997 und visualisieren den strukturellen Wandel im Zeitverlauf.

Alle Ergebnisse stehen zudem als Excel-Dateien zum Download bereit. Weiterführende Informationen zur Methodik sind in der Anwendung verlinkt. Die neue StoryMap kann im Statistikportal abgerufen werden. (IT.NRW)

(313 / 23) Düsseldorf, den 2. Oktober 2023

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4-köpfige Familie am Frühstückstisch
Montag, 25. September 2023

Düsseldorf (IT.NRW). 1,63 Millionen der rund 5,56 Millionen Personen mit Migrationshintergrund in NRW haben im Jahr 2022 im häuslichen Umfeld ausschließlich deutsch gesprochen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Europäischen Tags der Sprachen am 26. September 2023 anhand von ersten Ergebnissen des Mikrozensus mitteilt, entspricht dies einem Anteil von 29,3 Prozent.

Gut die Hälfte (52,1 Prozent) der Personen mit Migrationshintergrund gab an, zu Hause neben Deutsch noch mindestens eine weitere Sprache zu verwenden. Von diesen Personen sprachen 28,4 Prozent zu Hause überwiegend deutsch. Am zweithäufigsten wurde Türkisch (14,1 Prozent) als hauptsächlich verwendete Sprache genannt; es folgten Russisch (9,5 Prozent) und Arabisch (9,2 Prozent).

Bevölkerung mit Migrationshintergrund in NRW im jahr 2022 nach vorwiegend zu Hause gesprochener Sprache

Knapp ein Fünftel (18,7 Prozent) der Personen mit Migrationshintergrund in NRW sprachen zu Hause gar kein deutsch. Diese Personengruppe verständigte sich am häufigsten auf Türkisch (15,0 Prozent), Arabisch (13,7 Prozent), Russisch (8,2 Prozent) und Polnisch (8,1 Prozent).

Die hier vorgestellten Ergebnisse basieren auf dem Mikrozensus, einer seit 1957 jährlich bei einem Prozent der Bevölkerung durchgeführten Befragung der amtlichen Statistik. Dank der Selbstauskünfte der Befragten liegen aussagekräftige statistische Daten zu den Arbeits- und Lebensverhältnissen der Bevölkerung vor. Die befragten Haushalte übernehmen mit ihren Angaben einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Die Ergebnisse des Mikrozensus dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. Sie stehen auch der Wissenschaft, der Presse und allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.

Zu den Personen mit Migrationshintergrund zählen in NRW Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit und Personen, die nach 1955 in das Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland zugewandert sind und Personen mit mindestens einem zugewanderten Elternteil. Angaben zur im Haushalt vorwiegend gesprochenen Sprache werden seit 2017 im Mikrozensus erhoben. Der Mikrozensus gibt jedoch keine Auskunft darüber, wie gut die Befragten eine Sprache beherrschen oder welche Sprachen sie ggf. zusätzlich zu den im Haushalt vorwiegend gesprochenen Sprachen beherrschen. Die Ergebnisse beziehen sich nur auf die Bevölkerung in privaten Haushalten, da aufgrund der Änderung des Mikrozensusgesetzes der Migrationsstatus ab 2017 nicht mehr für Personen in Gemeinschaftsunterkünften ermittelt werden kann. (IT.NRW)

(303 / 23) Düsseldorf, den 25. September 2023

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Telefonistin mit Headset im Telefonat

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2022 hat fast ein Viertel der abhängig Beschäftigten (ohne Auszubildende) in Nordrhein-Westfalen zumindest zeitweise von zu Hause aus gearbeitet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt auf Basis erster Ergebnisse des Mikrozensus 2022 mitteilt, nutzten 23,4 Prozent der Beschäftigten im Land das Homeoffice. Dieser Anteil hat sich gegenüber dem Jahr 2021 (23,8 Prozent) kaum verändert.

Die Zahl der Arbeitstage im Homeoffice ist gegenüber 2021 gesunken

Allerdings ist der Anteil der abhängig Beschäftigten, die im Jahr 2022 an jedem Ar-beitstag von zu Hause aus gearbeitet haben, gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen: 2021 hatten noch 40,4 Prozent der Beschäftigten angegeben, jeden Tag mindestens einen Teil ihrer Tätigkeit von zu Hause aus erledigt zu haben – im vergangenen Jahr waren dies nur noch 28,6 Prozent.

Abhängig Beschäftigte in NRW mit Erwerbstätgikeit zu Hause ("Homeoffice")

Der Anteil der Personen im Homeoffice, die an weniger als der Hälfte ihrer Arbeitstage von zu Hause aus tätig waren, ist dagegen von 28,6 Prozent im Jahr 2021 auf 38,0 Prozent im Jahr 2022 angestiegen.

Homeoffice-Nutzung ist bei Beschäftigten mittleren Alters am höchsten

24,3 Prozent der abhängig beschäftigten Männer und 22,5 Prozent der Frauen in abhängiger Beschäftigung arbeiteten zumindest teilweise im Homeoffice.

Abhängig Beschäftigte in NRW mit Erwerbstätgikeit zu Hause ("Homeoffice")

Größere Unterschiede zeigen sich bei der Betrachtung der Beschäftigten nach Altersgruppen: Bei den unter 25-Jährigen lag der Anteil der Personen im Homeoffice bei 14,7 Prozent. Bei den 25- bis 44-Jährigen war dieser Anteil mit über 27 Prozent am höchsten. Mit zunehmendem Alter nimmt der Anteil der im Homeoffice Tätigen dann kontinuierlich ab.

Mit steigendem Qualifikationsniveau und steigendem Einkommen erhöht sich auch der Homeoffice-Anteil

Die Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten hängt eng mit der Art der beruflichen Tätigkeit zusammen: Je höher das Qualifikationsniveau der Beschäftigten, desto höher ist auch der Anteil derer, die ihre Tätigkeit zumindest teilweise im Homeoffice ausüben können. 46,2 Prozent der hochqualifizierten Beschäftigten in NRW nutzte 2022 das Homeoffice. Bei Beschäftigten mit mittlerer Qualifikation lag dieser Anteil bei 16,4 Prozent und war damit fast viermal so hoch wie der der Beschäftigten mit niedrigem Bildungsabschluss (4,2 Prozent).

Abhängig Beschäftigte in NRW mit Erwerbstätgikeit zu Hause ("Homeoffice")

Je höher das Erwerbseinkommen desto höher ist auch der Anteil der Beschäftigten mit Homeoffice-Nutzung: Von den Beschäftigten mit einem durchschnittlichen monatlichen Nettoerwerbseinkommen von unter 1 250 Euro haben 2022 nur 10,4 Prozent ihre berufliche Tätigkeit (auch) in ihren eigenen vier Wänden ausgeübt. Bei Beschäftigtem mit einem Monatseinkommen ab 5 000 Euro fiel dieser Anteil mit 62,4 Prozent sechsmal so hoch aus.

Die hier vorgestellten Ergebnisse basieren auf dem Mikrozensus, einer seit 1957 jährlich bei einem Prozent der Bevölkerung durchgeführten Befragung der amtlichen Statistik. Dank der Selbstauskünfte der Befragten liegen aussagekräftige statistische Daten zu den Arbeits- und Lebensverhältnissen der Bevölkerung vor. Die befragten Haushalte übernehmen mit ihren Angaben einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Die Ergebnisse des Mikrozensus dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. Sie stehen auch der Wissenschaft, der Presse und allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.

Im Mikrozensus wurde bezüglich des Themas Homeoffice danach gefragt, ob und wie oft in den letzten vier Wochen vor der Befragung von zu Hause aus gearbeitet wurde.

Aufgrund methodischer Änderungen sind die Ergebnisse für die Jahre 2020 und 2021 nur eingeschränkt mit denen aus den Vorjahren vergleichbar. Weitere Informationen hierzu sowie zu den Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf den Mikrozensus 2020 und 2021. (IT.NRW)

(258 / 23) Düsseldorf, den 14. August 2023

Familie mit Kindern beim Waffelnessen
Mittwoch, 28. September 2022

Düsseldorf (IT.NRW). Laut Haushaltsmodellrechnung wird die Zahl der Privathaushalte im Jahr 2070 mit 8,78 Millionen um 1,4 Prozent niedriger liegen als 2021. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, werden dann durchschnittlich 1,99 Personen in einem Haushalt zusammenleben. 2021 hatte dieser Wert bei 2,02 Personen je Haushalt gelegen. Bis 2070 ist zu erwarten, dass weiterhin rund drei Viertel der Bevölkerung in Ein- und Zweipersonenhaushalten leben werden (2070: 76,9 Prozent).

Während der Anteil der Einpersonenhaushalte an allen Haushalten von 41,2 Prozent (2021) bis 2070 auf 42,5 Prozent steigt, wird ein geringerer Anteil der Bevölkerung mit drei oder mehr Personen in einem Haushalt leben (2021: 24,4 Prozent; 2070: 23,2 Prozent. Der Anteil der Zweipersonenhaushalte wird 2070 mit 34,4 Prozent genauso hoch sein wie im Jahr 2021.

Für die überwiegende Zahl der Kreise und kreisfreien Städte (39) erwartet das Statistische Landesamt bis 2050 Zuwächse der Zahl der Einpersonenhaushalte. In 15 Kreisen und kreisfreien Städten wurden aber Rückgänge in dieser Kategorie ermittelt. Bis 2050 werden die größten Zuwächse bei den Einpersonenhaushalten in den Kreisen Euskirchen (+16,5 Prozent), Coesfeld (+16,2 Prozent) und Heinsberg (+15,6 Prozent) erwartet. Die höchsten Rückgänge wird es hier im Märkischen Kreis (−6,9 Prozent), in Gelsenkirchen (−5,9 Prozent) und im Kreis Siegen-Wittgenstein (−4,6 Prozent) geben.

Weitere Ergebnisse der Haushaltsmodellrechnung, wie beispielsweise die regionale Entwicklung der Vier- und Mehrpersonenhaushalte oder die künftige Altersstruktur der einzelnen Haushaltsgrößen stehen im neuen Statistik Kompakt „Haushaltsmodellrechnung für NRW” bereit. (IT.NRW)

(401 / 22) Düsseldorf, den 28. September 2022

Familie beim Kuchenessen am Esstisch
Freitag, 12. August 2022

Düsseldorf (IT.NRW). Der Anteil der 15- bis 24-Jährigen, die im Jahr 2021 im Haushalt ihrer Eltern lebten, lag in Nordrhein-Westfalen bei 69,6 Prozent. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Tags der Jugend (12. August 2022) auf Basis von ersten Ergebnissen des Mikrozensus mitteilt, waren das 5,8 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2011 (damals: 75,4 Prozent). NRW lag damit im vergangenen Jahr über dem Bundesdurchschnitt: 2021 lebten bundesweit 68,8 Prozent der 15- bis 24-Jährigen noch bei ihren Eltern; 2011 hatte dieser Wert bei 72,5 Prozent gelegen.

Junge Männer bleiben nach wie vor länger im elterlichen Haushalt als junge Frauen: Im Jahr 2021 lebten in NRW 73,1 Prozent der männlichen 15- bis 24-Jährigen mit ihren Eltern zusammen; bei jungen Frauen war dieser Anteil mit 65,8 Prozent um 7,3 Prozentpunkte niedriger. Im Jahr 2011 hatte der Anteil der im Haushalt der Eltern lebenden jungen Männer bei 80,3 Prozent und der der Frauen bei 70,3 Prozent gelegen.

Die hier vorgestellten Ergebnisse basieren auf dem Mikrozensus, einer jährlich bei einem Prozent der Bevölkerung durchgeführten Befragung und beziehen sich auf Personen in privaten Haushalten. Der Mikrozensus wurde 2020 methodisch neu gestaltet. Die Ergebnisse für die Jahre 2020 und 2021 sind deshalb nur eingeschränkt mit den Vorjahren vergleichbar.

Weitere Informationen zu diesen methodischen Änderungen und den Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf den Mikrozensus 2020 und 2021.

IT.NRW erhebt und veröffentlicht als Statistisches Landesamt zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für eine informierte demokratische Gesellschaft leisten. Nur auf Basis aussagekräftiger statistischer Daten können Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft getroffen werden. (IT.NRW)

(344 / 22) Düsseldorf, den 12. August 2022

Moderne Neubau Immobilien, Mehrfamilienhäuser in neuer Wohnanlage in der Stadt

Düsseldorf (IT.NRW). Die Haushalte in Köln mussten im Jahr 2018 mit durchschnittlich 10,01 Euro landesweit die höchsten Mieten pro Quadratmeter für ihre Wohnungen zahlen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt auf Basis einer experimentellen Analyse mitteilt, waren die Bestandsmieten entlang der Rheinschiene, in Münster und in Aachen am höchsten. Die geringsten durchschnittlichen Mieten wurden für Teile des Sauerlandes und Ostwestfalen-Lippes geschätzt. In Nieheim (Kreis Höxter) mussten die Haushalte mit durchschnittlich 4,02 Euro pro Quadratmeter am wenigsten für ihre Wohnungsmieten aufbringen. Ergebnisse für alle Städte und Gemeinden des Landes können ab sofort im Internet in einer interaktiven Karteerkundet werden.

Wie hoch die durchschnittlichen Mietpreise in den nordrhein- westfälischen Städten und Gemeinden sind, konnte bislang mit Mikrozensus-Ergebnissen lediglich für kreisfreie Städte und Kreise ermittelt werden. IT.NRW hat jetzt im Rahmen einer experimentellen Analyse ein statistisches Verfahren angewandt, um auch Ergebnisse auf Ebene der Gemeinden berechnen zu können. Mithilfe der sog. Small Area-Methode konnte die durchschnittliche Bruttokaltmiete im Bestand für alle 396 Gemeinden auf Basis des Mikrozensus 2018 geschätzt werden.

Wie das Statistische Landesamt mitteilt, sollen Small Area- Verfahren weiter erprobt werden, um perspektivisch das Angebot an kleinräumigen Auswertungen ausweiten zu können. Diese Verfahren ermöglichen auch bei geringen Stichprobenumfängen Schätzungen für kleine regionale Einheiten in guter Qualität. Unter der Rubrik „Experimentelle Statistik” steht im Internet ein Steckbrief mit den wesentlichen Ergebnissen des Projekts sowie eine ausführliche Methodenbeschreibung des statistischen Verfahrens (https://www.it.nrw/experimentelle-statistik) bereit.

Weitere interessante Ergebnisse des Mikrozensus für kreisfreie Städte und Kreise finden Sie unter https://www.landesdatenbank.nrw.de/link/statistikTabellen/12211.

IT.NRW als Statistisches Landesamt erhebt und veröffentlicht zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein- Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für eine informierte demokratische Gesellschaft leisten. Nur auf Basis aussagekräftiger statistischer Daten können Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft getroffen werden. (IT.NRW)

(303 / 22) Düsseldorf, den 15. Juli 2022