Themenschwerpunkt Bestattungen

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Freitag, 21. Oktober 2022

Themenschwerpunkt Bestattungen

Ausgewählte Statistiken rund um das Friedhofs- und Bestattungswesen in NRW

Mit Allerheiligen, dem ersten Novembertag des Jahres, beginnt in Nordrhein-Westfalen die Zeit des Toten­gedenkens. Viele Menschen machen sich auf den Weg und besuchen die Gräber ihrer ver­storbenen Angehörigen auf dem Friedhof.

Auf dieser Seite beleuchten wir das Thema Friedhofs- und Bestattungs­wesen aus verschiedenen statistischen Blickwinkeln. Wie viele Menschen sterben jährlich in Nordrhein-Westfalen? Woher bezieht NRW die meisten Särge? Wie viele Bestattungs­unternehmen gibt es und wie viele junge Menschen lassen sich im Bestattungs­wesen ausbilden? Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie in den nach­folgenden Aus­führungen.

Jährlich rund 211 000 Sterbefälle im Durchschnitt der letzten fünf Jahre

2021 starben in Nordrhein-Westfalen 220 035 Menschen. Das waren 2,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (214 313 Ver­storbene). Im Durch­schnitt der letzten fünf Jahre (2017 bis 2021) lag die Zahl der Ge­storbenen in Nordrhein-Westfalen bei 211 362 Personen pro Jahr.

TS Bestattungen Grafik1 Gestorbene

TS Bestattungen Grafik1 Gestorbene

21.10.2022

Neun von zehn importierten Särgen stammen aus Polen

Im Jahr 2021 wurden aus dem Ausland 194 580 Särge aus Holz nach Nordrhein-Westfalen importiert. Diese hatten einen Ein­fuhrwert von 13,4 Millionen Euro. Dabei war Polen das Haupt­lieferland: 187 912 Stück und damit 96,6 Prozent der importierten Särge aus Holz stammten aus Polen.

1 287 Bestattungsinstitute erzielten 2020 einen Jahresumsatz von rund 487 Millionen Euro

Nach Angaben des Unternehmens­registers gab es im Jahr 2020 in Nordrhein-Westfalen 1 287 Bestattungs­institute. Von den insgesamt 5 637 abhängig Beschäftigten waren etwas mehr als die Hälfte (52,2 Prozent bzw. 2 942 Beschäftigte) gering­fügig beschäftigt. Die Unternehmen er­wirtschafteten einen Jahres­umsatz in Höhe von 486,9 Millionen Euro.

723 Unternehmen mit über 4 000 Beschäftigten im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk tätig

Im Jahr 2020 waren 4 159 Personen in Steinmetz- und Steinbildhauerunternehmen in Nordrhein-Westfalen tätig. Insgesamt zählten 723 Handwerks­unternehmen zu diesem Gewerbe. Der Branchen­umsatz betrug 473,2 Millionen Euro.

Der Gewerbe­zweig der Stein­metzinnen und Stein­­metze sowie Stein­bildhauerinnen und Stein­bildhauer ist eine kleine Branche innerhalb des zulassungs­pflichtigen Hand­werks. Im Jahr 2020 entsprach der Anteil der bei Stein­metzunternehmen tätigen Personen rund 0,4 Prozent der insgesamt 1,15 Millionen Handwerks­beschäftigten.

TS Bestattungen Grafik2 Unternehmen und Beschäftigte im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk

TS Bestattungen Grafik2 Unternehmen und Beschäftigte im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk

21.10.2022

Rund 198 Millionen Euro kommunale Einnahmen durch Gebühren und Entgelte im Friedhofs- und Bestattungswesen

Die Städte und Gemeinden des Landes Nordrhein-Westfalen erzielten im Jahr 2020 Ein­nahmen von mehr als 198,3 Millionen Euro aus Benutzungsgebühren und ähnlichen Ent­gelten im Friedhofs- und Bestattungs­wesen. Das waren 2,2 Prozent mehr als 2019 und 2,5 Prozent weniger als 2018.

TS Bestattungen Grafik3 Einahmen der Städte

TS Bestattungen Grafik3 Einahmen der Städte

21.10.2022

Mehrheitlich männliche Beschäftigte im kommunalen öffentlichen Friedhofs- und Bestattungswesen

Im kommunalen öffent­lichen Friedhofs- und Bestattungs­wesen gab es 2021 in Nordrhein-Westfalen rechnerisch 2 285 Voll­zeit­stellen (Vollzeitäquivalente). Dabei waren vier von fünf Beschäftigten (Vollzeitäquivalenten) männlich (80,5 Prozent). Der Anteil ver­beamteter Beschäftigter lag bei 3,3 Prozent.

TS Bestattungen Grafik4 Beschäftigte

TS Bestattungen Grafik4 Beschäftigte

21.10.2022

Etwa gleich viele Auszubildende im Bestattungswesen und im Bereich Friedhofsgärtnerei

Zum 31.12.2021 erlernten 177 Aus­zubildende in Nordrhein-Westfalen den Beruf der Bestattungs­fachkraft. Frauen waren in diesem Ausbildungs­beruf in der Überzahl: 99 von ihnen waren weiblich (55,4 Prozent) und 78 männlich (44,6 Prozent).

Als Gärtnerin bzw. Gärtner mit der Fach­richtung Friedhofs­gärtnerei ließen sich Ende 2021 insgesamt 180 Personen ausbilden. Mit einem Anteil von 69,8 Prozent waren in diesem Ausbildungs­beruf mehr Männer als Frauen tätig.

TS Bestattungen Grafik5 Auszubildende im Bestattungswesen

TS Bestattungen Grafik5 Auszubildende im Bestattungswesen

21.10.2022

NRW-Friedhöfe zusammen so groß wie die Stadt Solingen

Die nordrhein-westfälischen Friedhöfe nahmen Ende 2021 insgesamt eine Fläche von 8 976 Hektar ein. Das entspricht 0,3 Prozent der Landes­fläche und in etwa der Gesamtfläche der Stadt Solingen (8 954 Hektar). Den höchsten Anteil an der Gemeindefläche hatte die Friedhofs­fläche mit 1,8 Prozent (264 Hektar) in der Stadt Bochum, es folgten Herten (1,7 Prozent; 63 Hektar), Essen (1,6 Prozent; 347 Hektar) und Gelsenkirchen (1,6 Prozent; 173 Hektar).

Welcher Friedhof in der eigenen Stadt der größte ist, zeigt die folgende interaktive Karte.

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