Themenspezial zur Europawahl 2019

Freitag, 10. Mai 2019

Themenspezial zur Europawahl 2019

Mobilität hat viele Gesichter und Dimensionen. Die Europäische Union hat dazu beigetragen, dass Mobilität innerhalb ihrer Grenzen schneller geworden ist.

Wie viel Europa steckt in Nordrhein-Westfalen? – Ein Überblick in Zahlen

Düsseldorf (IT.NRW). Am 26. Mai 2019 steht die neunte Europawahl an. Dieses Ereignis hat der Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt zum Anlass genommen, sich dem Thema Europa anzunehmen und die Frage „Wieviel Europa steckt in Nordrhein-Westfalen?” zu stellen und diese anhand von Zahlen aus verschiedenen Statistiken zu beantworten. Dabei werden Zahlen und Daten aus den vier Themenschwerpunkten Menschen, Mobilität, Wirtschaft und Politik vorgestellt.

EU-Wahl-Banner Mobilität

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10.05.2019

Themenschwerpunkt: Mobilität

Mobilität hat viele Gesichter und Dimensionen, ob physisch, baulich oder geografisch. Die Europäische Union hat ein großes Stück dazu beigetragen, dass Mobilität innerhalb ihrer Grenzen und durch den Abbau von Grenzen einfacher und schneller geworden ist. Rund 32 000 Erwerbstätige pendelten im Jahr 2017 (arbeitstäglich, wöchentlich oder saisonal) aus einem EU-Staat zu ihrer Arbeitsstätte in Nordrhein-Westfalen. Nahezu ein Drittel (31,2 Prozent) von ihnen kam aus den Niederlanden, mehr als ein Viertel 26,9 Prozent aus Polen und etwa ein Fünftel (19,1 Prozent) aus Belgien.

Top 15 der Pendler aus den EU-Staaten nach NRW

Top 15 der Pendler aus den EU-Staaten nach NRW

10.05.2019
Abb. 1: Top 15 der Pendler aus den EU-Staaten nach NRW
Pendlerrouten von EU-Bürgern nach NRW

Pendlerrouten von EU-Bürgern nach NRW

10.05.2019
Abb. 2: Pendlerrouten von EU-Bürgern nach NRW

Die Rheinschifffahrt hat aufgrund der verkehrsstrategisch günstigen Lage in Europa eine lange und bedeutende Tradition, und der Rhein ist eine der am stärksten frequentierten Wasserstraßen Europas. Im Jahr 2018 schlugen die NRW-Binnenhäfen rund 115 Millionen Tonnen Güter um; rund 56 Millionen Tonnen wurden allein zwischen den Rheinhäfen und den Niederlanden transportiert.

Abb. 3: Der Güterumschlag verteilte sich wie folgt auf die einzelnen Rheinhäfen in NRW:

Güterumschlag der NRW-Rheinhäfen mit den Niederlanden 2018
Hafen Empfang Versand Insgesamt
in Tonnen
  Duisburg (Rhein) 33 591 924 3 411 993 37 003 917
  Neuss 2 653 049 1 148 733 3 801 782
  Köln 1 107 759 1 959 507 3 067 267
  Kiesbaggereien Kreis Wesel 1 400 1 935 056 1 936 456
  Dormagen 625 638 731 301 1 356 939
  Leverkusen 1 165 304 165 131 1 330 435
  Krefeld 699 221  404 337 1 103 558
  Düsseldorf 673 550 418 050 1 091 600
  Orsoy 825 317 180 619 1 005 936
  Spyck 479 264 462 492 941 756
  Emmerich 673 164 205 626 878 790
  Rees . 733 643 733 643
  Wesseling 182 549 454 735 637 284
  Wesel (Rhein) 190 169 163 524 353 693
  Rheinberg-Ossenberg 198 731 8 889 207 620
  Lülsdorf 102 586 81 464 184 050
  Bonn 41 921 29 158 71 079
Rheinhäfen zusammen 43 211 546 12 494 260 55 705 806

Von den siebzehn Rheinhäfen waren 2018 Duisburg, Neuss und Köln die Spitzenreiter bezogen auf den Güterumschlag mit den Niederlanden.

Der Gesamtgüterumschlag der Rheinhäfen mit den Niederlanden verteilt sich wie folgt:

Übersicht des Güterumschlags pro Rheinhafen in NRW mit den Niederlanden

Übersicht des Güterumschlags pro Rheinhafen in NRW mit den Niederlanden

10.05.2019
Abb. 4: Übersicht des Güterumschlags pro Rheinhafen in NRW mit den Niederlanden

Der Großteil der mit Schiffen transportierten Güter entfiel auf die Gütergruppe „Erze, Steine, Erden” (26,0 Mio. t) gefolgt von „Kohle, rohes Erdöl und Erdgas” (10,4. Mio. t).

Top 2 der Güterarten, die zwischen NRW-Rheinhäfen und den Niederlanden umgeschlagen werden

Top 2 der Güterarten, die zwischen NRW-Rheinhäfen und den Niederlanden umgeschlagen werden

10.05.2019
Abb. 5: Top 2 der Güterarten, die zwischen NRW-Rheinhäfen und den Niederlanden umgeschlagen werden

Tourismus ist ohne Mobilität undenkbar. Die Reisefreiheit ist in der Europäischen Union fest verankert. Im Jahr 2018 haben 3 370 822 Personen aus dem EU-europäischen Ausland in Nordrhein-Westfalen übernachtet, das entspricht einem Anteil von 14 Prozent an allen Übernachtungsgästen.

Anteil der EU-Gäste an allen Übernachtungsgästen in den NRW-Reisegebieten

Anteil der EU-Gäste an allen Übernachtungsgästen in den NRW-Reisegebieten

10.05.2019
Abb. 6: Anteil der EU-Gäste an allen Übernachtungsgästen in den NRW-Reisegebieten

Von den zwölf nordrhein-westfälischen Reisegebieten wiesen im Jahr 2018 „Köln und Rhein-Erft-Kreis” und „Düsseldorf und Kreis Mettmann” die höchsten Ankunftszahlen von Gästen aus dem EU-Ausland auf.

Abb. 7: Ankünfte von Gästen aus EU-Staaten in NRW

Gästeankünfte in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2018
Herkunft der Gäste
––––––––––––––––
Reisegebiet
Gäste Anteil der Reisegebiete an den Gästen aus EU-Ländern
Insgesamt 23 700 657  
  darunter
  Gäste aus den EU-Ländern 3 370 822 100,0 %
    davon übernachteten im Reisegebiet …    
    Köln und Rhein-Erft-Kreis 737 000 21,9 %
    Düsseldorf und Kreis Mettmann 680 403 20,2 %
    Ruhrgebiet 424 455 12,6 %
    Sauerland 387 558 11,5 %
    Niederrhein 315 455 9,4 %
    Eifel und Region Aachen 265 002 7,9 %
    Teutoburger Wald 155 118 4,6 %
    Bonn und Rhein-Sieg-Kreis 149 985 4,4 %
    Münsterland 139 079 4,1 %
    Bergisches Land 55 405 1,6 %
    Bergisches Städtedreieck 33 958 1,0 %
    Siegerland-Wittgenstein 27 404 0,8 %

Dabei kamen die meisten Übernachtungsgäste aus den Niederlanden, gefolgt von Gästen aus dem Vereinigten Königreich und Belgiern.

Abb. 8: EU-Herkunftsländer der Übernachtungsgäste

Gästeankünfte im Jahr 2018 in Nordrhein-Westfalen
Herkunft der Gäste Gäste Anteil
an allen Gästen an Gästen aus
dem Ausland
an Gästen
aus Europa
an Gästen
aus EU-Ländern
Insgesamt 23 700 657 100,0 %      
  Bundesrepublik Deutschland 18 434 302 77,8 %      
  Ausland 5 266 355 22,2 % 100,0 %    
Europa 3 875 831 16,4 % 73,6 % 100,0 %  
EU-Länder 3 370 822 14,2 % 64,0 % 87,0 % 100,0 %
  Niederlande 1 118 653 4,7 % 21,2 % 28,9 % 33,2 %
  Vereinigtes Königreich 430 509 1,8 % 8,2 % 11,1 % 12,8 %
  Belgien 373 078  1,6 % 7,1 % 9,6 % 11,1 %
  Frankreich 233 874 1,0 % 4,4 % 6,0 % 6,9 %
  Italien 182 225 0,8 % 3,5 % 4,7 % 5,4 %
  Österreich 180 809 0,8 % 3,4 % 4,7 % 5,4 %
  Spanien 158 575 0,7 % 3,0 % 4,1 % 4,7 %
  Polen 144 288 0,6 % 2,7 % 3,7 % 4,3 %
  Dänemark 81 342 0,3 % 1,5 % 2,1 % 2,4 %
  Schweden 69 044 0,3 % 1,3 % 1,8 % 2,0 %
  Luxemburg 58 800 0,2 % 1,1 % 1,5 % 1,7 %
  Tschechische Republik 50 529 0,2 % 1,0 % 1,3 % 1,5 %
  Rumänien 47 417 0,2 % 0,9 % 1,2 % 1,4 %
  Ungarn 32 483 0,1 % 0,6 % 0,8 % 1,0 %
  Portugal 32 326 0,1 % 0,6 % 0,8 % 1,0 %
EU-Herkunftsländer der Übernachtungsgäste

EU-Herkunftsländer der Übernachtungsgäste

10.05.2019
Abb. 8: EU-Herkunftsländer der Übernachtungsgäste

Wenn man die Zahl der Gäste aus den EU-Ländern im Verhältnis zur Einwohnerzahl der jeweiligen Reisegebiete betrachtet, erzielten im Jahr 2018 die Regionen „Düsseldorf und Kreis Mettmann (617 Gäste je 1 000 Einwohner) und „Köln und Rhein-Erft-Kreis” (476) vor dem „Sauerland” (349) und der „Eifel und Region Aachen” (263) die höchsten Quoten.

EU-Gäste je 1 000 Einwohnern nach Reisegebieten

EU-Gäste je 1 000 Einwohnern nach Reisegebieten

10.05.2019
Abb. 9: EU-Gäste je 1 000 Einwohnern nach Reisegebieten

Im Vergleich aller 396 Städte und Gemeinden des Landes erreichte im Jahr 2018 die Stadt Winterberg mit 11 354 Gästeankünften pro Einwohner die höchste Quote. Auf den Plätzen zwei bis vier folgten Medebach (7 599), Heimbach (6 186), Dahlem (3 383) und Monschau (2 465). (IT.NRW)

(109 / 19) Düsseldorf, den 10. Mai 2019

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