Trotz Trockenheit und Hitze liegt die Getreideernte in NRW 2019 um 8,7 Prozent höher als ein Jahr zuvor

Mittwoch, 21. August 2019

Trotz Trockenheit und Hitze liegt die Getreideernte in NRW 2019 um 8,7 Prozent höher als ein Jahr zuvor

Im Jahr 2019 wurden in Nordrhein-Westfalen trotz Hitze und Trockenheit in den Monaten Juni und Juli 3,84 Millionen Tonnen Getreide (ohne Körnermais) geerntet.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2019 wurden in Nordrhein-Westfalen trotz Hitze und Trockenheit in den Monaten Juni und Juli 3,84 Millionen Tonnen Getreide (ohne Körnermais) geerntet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, wurden damit 8,7 Prozent mehr Getreide eingefahren als im ebenfalls von Hitze und Trockenheit beeinträchtigten Erntejahr 2018. Bei einer um 3,0 Prozent größeren Anbaufläche (auf 500 100 Hektar) konnte der Hektarertrag gegenüber dem Vorjahr um 5,5 Prozent auf 7,68 Tonnen gesteigert werden.

Der Hektarertrag blieb für die Landwirtschaft damit auch im vierten Jahr in Folge aufgrund schwieriger Witterungsverhältnisse unter 8,0 Tonnen je Hektar. In den Jahren 2014 und 2015 konnten bei guten Vegetationsbedingungen bessere Erträge eingefahren werden (2014: 8,44 t/ha, 2015: 8,29 t/ha). Die im Jahr 2019 eingefahrene Erntemenge war um 4,9 Prozent niedriger als im Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2018.

Im Landesteil Westfalen (Regierungsbezirke Münster, Detmold und Arnsberg) wurden 2019 mit 2,57 Millionen Tonnen 5,7 Prozent mehr Getreide geerntet als im Vorjahr; das waren aber 9,3 Prozent weniger als im Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2018. Der Hektarertrag lag in Westfalen 2019 bei 7,43 Tonnen. Im Landesteil Nordrhein (Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln) war die Erntemenge mit 1,27 Millionen Tonnen um 15,3 Prozent höher als im Vorjahr und um 5,6 Prozent höher als im Durchschnitt der Jahre von 2013 bis 2018. Die höhere Erntemenge ist sowohl auf eine Ausweitung der Anbaufläche um 11,9 Prozent als auch auf den gestiegenen Hektarertrag (8,24 Tonnen) zurückzuführen.

Im Verhältnis zu 2018 bauten die Landwirte vor allem weniger Sommergetreide an, das im Unterschied zum Wintergetreide erst im Frühjahr des Erntejahres ausgesät wird. Dies ist eine direkte Folge der extremen Witterungsbedingungen während der Vegetation der letzten Jahre. (IT.NRW)

(228 / 19) Düsseldorf, den 21. August 2019

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