Weniger Strafgefangene in NRW-Justizvollzugs- und Jugendstrafanstalten

Donnerstag, 15. September 2016

Weniger Strafgefangene in NRW-Justizvollzugs- und Jugendstrafanstalten

Ende März 2016 waren in den nordrhein-westfälischen Justizvollzugs- und Jugendstrafanstalten 13 002 Strafgefangene inhaftiert bzw. wurden verwahrt.

Düsseldorf (IT.NRW). Ende März 2016 waren in den nordrhein-westfälischen Justizvollzugs- und Jugendstrafanstalten 13 002 Strafgefangene inhaftiert bzw. wurden verwahrt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, war die Zahl der Insassen damit um 3,9 Prozent niedriger als im Vorjahr (2015: 13 525 Inhaftierte).

11 756 bzw. 90,4 Prozent der Häftlinge in NRW verbüßten im Frühjahr 2016 eine Strafe nach allgemeinem Strafrecht und 1 129 Personen (8,7 Prozent) eine Jugendstrafe. 117 Inhaftierte (0,9 Prozent) befanden sich Ende März 2016 in Sicherheitsverwahrung. Etwa jeder vierte verurteilte Straffällige (3 622) befand sich im offenen Vollzug. Nahezu drei Viertel der Inhaftierten (9 279) besaßen die deutsche Staatsangehörigkeit; der Ausländeranteil war mit 28,6 Prozent um 2,3 Prozentpunkte höher als ein Jahr zuvor.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Insassen*) in den NRW–Justizvollzugsanstalten am 31. März 2016 nach der Dauer der Haftstrafe
Dauer der Haftstrafe Männer Frauen insgesamt
*) nach allgemeinem Strafrecht Verurteilte
  bis zu 1 Jahr  5 229     509    5 738  
  1 bis 2 Jahre  1 922     126    2 048  
  3 bis 5 Jahre  2 446     130    2 576  
  mehr als 5 Jahre  1 330     64    1 394  
Insgesamt  10 927     829    11 756  

Der Frauenanteil der nach allgemeinem Strafrecht verurteilten Inhaftierten lag mit 7,1 Prozent (829 Frauen) in etwa auf Vorjahresniveau (2015: 6,9 Prozent). In den Jugendstrafanstalten belief sich der Anteil weiblicher Insassen Ende März 2016 auf 3,2 Prozent (36 Frauen). Nicht berücksichtigt wurden bei dieser Statistik Personen, die in Untersuchungs- oder Abschiebungshaft und sonstigen Freiheitsentziehungen einsaßen. (IT.NRW)

(241 / 16) Düsseldorf, den 15. September 2016

Link zur vorherigen Pressemitteilung: 240 / 16

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