Wohnen in Nordrhein-Westfalen – wie wohnt NRW?

Mittwoch, 4. Dezember 2019

Wohnen in Nordrhein-Westfalen – wie wohnt NRW?

Im Jahr 2018 gab es in Nordrhein-Westfalen 8,7 Millionen Privathaushalte.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2018 gab es in Nordrhein-Westfalen 8,7 Millionen Privathaushalte. In 39,5 Prozent der Fälle lebte eine Person allein in der Wohnung und in jeder vierten Wohnung (24,7 Prozent) lebten ausschließlich Senioren (ab 65 Jahren). Der Landesbetrieb Information und Technik ist jetzt als Statistisches Landesamt den Fragen „Wie hat NRW gebaut?”, „Wie wohnt NRW” und „Wie ‚grün' ist NRW?” nachgegangen und stellt dazu Daten und Fakten zu den drei Themenschwerpunkten vor.

Themenschwerpunkt: Wie wohnt NRW?

Den Privathaushalten in NRW standen im Jahr 2018 im Schnitt 91,2 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Die durchschnittliche Wohnfläche je Haushaltsmitglied betrug 44,7 Quadratmeter.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Wohnfläche in Nordrhein-Westfalen 2018
– die 5 Kreise mit der größten Wohnflächen je Haushaltsmitglied –
Kreis Höxter 52,7 m2
Hochsauerlandkreis 51,3 m2
Kreis Düren 49,5 m2
Kreis Minden-Lübbecke 49,0 m2
Kreis Kleve 48,7 m2
Nordrhein-Westfalen 44,7 m2
  • Tabellarische Daten der Grafik
Wohnfläche in Nordrhein-Westfalen 2018
– die 5 Kreise mit der geringsten Wohnflächen je Haushaltsmitglied –
Köln 40,9 m2
Hamm 40,0 m2
Herne 39,1 m2
Duisburg 38,6 m2
Gelsenkirchen 37,5 m2
Nordrhein-Westfalen 44,7 m2

Je größer die Gemeinde oder Stadt, desto kleiner sind die Wohnungen: In Gemeinden mit weniger als 20 000 Einwohnern hatten Haushalte mit durchschnittlich 110,2 Quadratmetern im Schnitt 32,9 Quadratmeter mehr Wohnfläche als Haushalte in Städten mit mehr als 500 000 Einwohnern (77,2 m2). In kleineren Gemeinden (unter 20 000) stand jedem Bewohner mit 49,9 Quadratmetern rein rechnerisch etwa die Fläche von zwei Tischtennisplatten mehr zur Verfügung als Personen in den Großstädten ab 500 000 Einwohnern (41,3 m2). Im Vergleich der Kreise und kreisfreien Städte des Landes standen im Jahr 2018 Personen in Gelsenkirchen mit 37,5 Quadratmetern durchschnittlich die kleinsten und im Kreis Höxter mit 52,7 Quadratmetern die größten Wohnflächen zur Verfügung.

Zwei von fünf Haushalten wohnen im Eigentum: Im Jahr 2018 wohnten in Nordrhein-Westfalen 41,2 Prozent der Haushalte in Wohnungen oder Gebäuden, deren Eigentümer sie waren. Der Anteil war damit um 1,2 Prozentpunkte niedriger als 2010.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Eigentum oder Miete in Nordrhein-Westfalen
Art des Haushalts 2010 2018
Eigentümerhaushalte 42,4 % 41,2 %
Mieterhaushalte 57,6 % 58,8 %

58,8 Prozent der Haushalte wohnten im Jahr 2018 zur Miete.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Anteile der Eigentümer- und Mieterhaushalte in NRW 2018
Einwohnergrößenklasse Eigentümerhaushalte Mieterhaushalte
unter 20 000 60,5 % 39,5 %
20 000 - 49 999 52,3 % 47,7 %
50 000 - 99 999 44,5 % 55,5 %
100 000 - 199 999 36,2 % 63,8 %
200 000 - 499 999 30,8 % 69,2 %
500 000 und mehr 25,2 % 74,8 %

Je größer die Gemeinde, desto höher ist der Mieteranteil: In Gemeinden mit weniger als 20 000 Einwohnern lag der Mieteranteil bei 39,5 Prozent, in Großstädten ab 500 000 Einwohnern lag er bei 74,8 Prozent. Am höchsten war der Mieteranteil in Gelsenkirchen, hier wohnten vier von fünf Haushalten zur Miete (79,4 Prozent), am niedrigsten war der Anteil in den Kreisen Euskirchen und Steinfurt (jeweils 38,3 Prozent).

Höhere Bruttokaltmiete: Die Bruttokaltmieten lagen im Jahr 2018 in NRW bei durchschnittlich 7,60 Euro pro Quadratmeter. 2010 hatten die Bruttokaltmieten noch bei 6,40 Euro je Quadratmeter gelegen. Die Verbraucherpreise für Nettokaltmieten und Wohnungsnebenkosten sind in NRW zwischen 2010 und 2018 um 13,4 Prozent gestiegen.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Bruttokaltmieten in Nordrhein-Westfalen 2018
Einwohnergrößenklasse Bruttokaltmieten
in Euro je Monat
Bruttokaltmieten
in Euro je m2
unter 20 000 486,00 6,30
20 000 - 49 999 519,00 7,00
50 000 - 99 999 508,00 7,20
100 000 - 199 999 510,00 7,30
200 000 - 499 999 506,00 7,80
500 000 und mehr 582,00 9,00

Je größer die Gemeinde, desto höher ist die Bruttokaltmiete: In kleineren Gemeinden mit weniger als 20 000 Einwohnern zahlten die Haushalte in NRW im Schnitt 6,30 Euro pro Quadratmeter – in Großstädten ab 500 000 Einwohnern waren es drei Euro mehr (9,00 Euro/m2). Am höchsten waren die Bruttokaltmieten in Köln (10,00 Euro/m2), Düsseldorf (9,80 Euro/m2), Münster und Bonn (jeweils 9,60 Euro/m2). Am wenigsten mussten Haushalte im Kreis Höxter (5,50 Euro/m2) und im Hochsauerlandkreis (5,80 Euro/m2) aufwenden.

Mehr als ein Viertel des Einkommens für Miete: Nordrhein-westfälische Mieterhaushalte wandten 2018 im Schnitt 28,2 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Bruttokaltmiete auf. 38,0 Prozent der Mieter mussten mehr als 30 Prozent ihres Einkommens für die Miete aufbringen.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Durschschnittliche Mietbelastung*) in Nordrhein-Wesfalen 2018
Einwohnergrößenklasse Durschschnittliche Mietbelastung
in Prozent
*) Anteil der Miete am Nettoeinkommen
unter 20 000 26,1 %
20 000 - 49 999 27,2 %
50 000 - 99 999 27,4 %
100 000 - 199 999 27,5 %
200 000 - 499 999 28,8 %
500 000 und mehr 30,0 %

Je größer die Gemeinde, desto höher ist die Mietbelastung: In kleineren Gemeinden mit weniger als 20 000 Einwohnern mussten Mieterhaushalte durchschnittlich 26,1 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Miete zahlen – in Großstädten ab 500 000 Einwohnern waren es im Schnitt 30 Prozent. Während in den kleineren Gemeinden knapp 30,9 Prozent der Haushalte mehr als 30 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Bruttokaltmiete verwenden mussten, traf dies in den Großstädten auf 42,3 Prozent der Haushalte zu.

Im Regionalvergleich ist die Mietbelastung landesweit in den Städten Aachen (31,6 Prozent) und Köln (31,5 Prozent) am höchsten. Am niedrigsten war sie in den Kreisen Warendorf (24,6 Prozent), Steinfurt (24,8 Prozent) und Höxter (24,9 Prozent). (IT.NRW)

(325 / 19) Düsseldorf, den 4. Dezember 2019

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