Zahl der Apotheken sinkt in den letzten zehn Jahren um fast ein Fünftel

Dienstag, 13. Oktober 2020

Zahl der Apotheken sinkt in den letzten zehn Jahren um fast ein Fünftel

Im Jahr 2018 gab es in Nordrhein-Westfalen 4 018 Apotheken mit zusammen 33 966 sozial­versicher­ungs­pflichtig Beschäftigten.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2018 gab es in Nordrhein-Westfalen 4 018 Apotheken mit zusammen 33 966 sozial­versicher­ungs­pflichtig Beschäftigten. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, sank die Zahl der im statistischen Unternehmens­register geführten Apotheken gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Prozent. Dabei stieg die Zahl der sozial­versicher­ungs­pflichtig Beschäf­tigten im gleichen Zeitraum um 0,8 Prozent.

Dieser Trend zeigt sich auch im Zehn­jahres­vergleich. Fast jede fünfte Apotheke wurde seit 2008 geschlossen (−18,7 Prozent), die Zahl der sozial­versicher­ungs­pflichtig Beschäf­tigten in Apotheken stieg dagegen um 12,8 Prozent.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Apotheken in Nordrhein-Westfalen
Berichtsjahr Anzahl aktiver Niederlassungen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
2008 100 100
2009 98 102
2010 97 104
2011 95 105
2012 94 105
2013 91 106
2014 89 107
2015 86 109
2016 85 111
2017 83 112
2018 81 113

Die sinkende Zahl der Apotheken im Zehn­jahres­vergleich spiegelt sich mit wenigen Ausnahmen in allen Kreisen und kreis­freien Städten NRWs wider. Die größten Rückgänge ermittelten die Statistiker für Hagen (−36,4 Prozent) und Herne (−31,0 Prozent) sowie den Kreis Euskirchen (−28,8 Prozent). Rückläufige sozial­versicher­ungs­pflichtige Beschäftigten­zahlen verzeichneten nur Leverkusen (−7,3 Prozent), Herne (−4,6 Prozent) und Solingen (−4,2 Prozent) sowie der Märkische Kreis (−3,0 Prozent).

Bei den fünf größten Städte in NRW (Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen und Duisburg), wiederholt sich diese Entwicklung. Anders als die drei Ruhrgebietsstädte weisen Düsseldorf und Köln jedoch eine geringere Abnahme bei der Anzahl der Apotheken sowie eine höhere Zunahme bei den Beschäftigten auf.

Das statistische Unternehmensregister nutzt als Sekundärstatistik verschiedene Verwaltungsdaten. Für die Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein wurden bei den Daten Unstimmigkeiten festgestellt, die sich im Nachhinein leider nicht klären lassen. Daher werden diese Regionaldaten in der aktuellen Version der Meldung textlich nicht mehr aufgeführt. (IT.NRW).

(329 / 20) Düsseldorf, den 13. Oktober 2020

Footermap Title