Zahl der Scheidungen in NRW im Jahr 2019 weiter rückläufig

Dienstag, 25. August 2020

Zahl der Scheidungen in NRW im Jahr 2019 weiter rückläufig

2019 wurden in Nordrhein-Westfalen 33 800 Ehen geschieden, das waren 2,3 Prozent weniger als im Jahr 2018.

Düsseldorf (IT.NRW). 2019 wurden in Nordrhein-Westfalen 33 800 Ehen geschieden, das waren 2,3 Prozent weniger als im Jahr 2018. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, setzt sich damit der seit dem Jahr 2008 anhaltende Trend rückläufiger Scheidungszahlen fort. Die höchste Scheidungszahl aller Zeiten hatte es in NRW mit 51 139 im Jahr 2004 gegeben. Erstmalig wurden im Jahr 2019 auch (52 Fälle) Scheidungen gleichgeschlechtliche Paare statistisch erfasst.

Die im vergangenen Jahr geschiedenen Ehen bzw. Paare hielten mit durchschnittlich 14,9 Jahren elf Monate länger als vor zehn Jahren (2009: 14 Jahre). 50,4 Prozent der Scheidungspaare hatten 2019 mindestens ein minderjähriges Kind; die Zahl der betroffenen Kinder belief sich auf 30 096.

Geschiedene Ehen in Nordrhein-Westfalen
Jahr insgesamt davon Paare Betroffene
minderjährige
Kinder
ohne mit
minderjährige(n) Kinder(n)
2009 45 978 24 253 21 725 35 773
2010 45 711 23 514 22 197 36 558
2011 44 501 22 499 22 002 36 474
2012 43 399 21 722 21 677 36 932
2013 40 450 19 862 20 588 34 543
2014 39 489 19 206 20 283 34 304
2015 38 312 18 757 19 555 33 808
2016 37 650 18 323 19 327 32 304
2017 35 778 17 664 18 114 30 758
2018 34 602 16 850 17 752 30 673
2019 33 800 16 774 17 026 30 096

Die meisten Ehen endeten nach sechs Ehejahren (1 734); nach sieben Jahren zogen 1 704 Ehepaare und 1 603 Ehepaare bereits nach fünf Jahren einen juristischen Schlussstrich. 5 153 Ehepaare ließen sich nach über 25 Jahren und 103 Paare nach 50 oder mehr Ehejahren scheiden.

Mehr als die Hälfte der Scheidungsverfahren (17 969 bzw. 53,2 Prozent) wurde 2019 von den Ehefrauen beantragt; in 13 658 Fällen ging die Initiative vom Mann aus und bei 2 173 Scheidungen wurde der Antrag gemeinsam gestellt. (IT.NRW)

(262 / 20) Düsseldorf, den 25. August 2020

Link zur vorherigen Pressemitteilung: 261 / 20

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