Zahl der in Vollzeitäquivalente umgerechneten Erwerbstätigen war in NRW 2018 um 1,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor

Donnerstag, 19. November 2020

Zahl der in Vollzeitäquivalente umgerechneten Erwerbstätigen war in NRW 2018 um 1,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor

Im Jahr 2018 belief sich die Zahl der Erwerbstätigen in NRW auf 9,55 Millionen.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2018 belief sich die Zahl der Erwerbstätigen in NRW auf 9,55 Millionen. Umgerechnet auf die volle Arbeitszeit ergibt sich die Zahl der so genannten Vollzeitäquivalente (VZÄ), die im Jahr 2018 bei 7,96 Millionen Erwerbstätigen lag. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war dieser Wert um 115 200 bzw. 1,5 Prozent höher als 2017. Umgerechnet auf je 100 Erwerbstätige lag das VZÄ im Jahr 2018 bei 83,3. Vollzeitäquivalente sind Erwerbstätige berechnet in Vollzeitbeschäftigten-Einheiten, bei denen das zeitliche Ausmaß von atypischer Erwerbstätigkeit berücksichtigt und daher Teilzeit-, geringfügig oder im Nebenjob tätige Beschäftigte entsprechend gewichtet wurden.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Vollzeitäquivalente je 100 Erwerbstätige in Nordrhein-Westfalen 2018
Merkmal Gesamtwirtschaft Wirtschaftsbereich
Land- und
Forstwirtschaft,
Fischerei
Produzierendes
Gewerbe
Dienstleistungs-
bereiche
Vollzeitäquivalente 83,3 83,4 93,6 80,3

Insbesondere im Dienstleistungsbereich ist die Arbeitszeit der Erwerbstätigen eher atypisch geprägt. Das Vollzeitäquivalent lag hier 2018 bei 80,3 je 100 Erwerbstätigen. Im Produzierenden Gewerbe, in dem die Beschäftigten immer noch überwiegend in Vollzeit arbeiten, war das VZÄ mit 93,6 je 100 Erwerbstätige am höchsten.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Erwerbstätigkeit in Nordrhein-Westfalen
Jahr Erwerbstätige
insgesamt
Standardarbeitsvolumen Erwerbstätige
(Vollzeitäquivalente)
Geleistete Arbeitsstunden
je Erwerbstätigen
Messziffer 2008 = 100
2008 100% 100% 100% 100%
2009 100% 97% 99% 97%
2010 100% 98% 99% 98%
2011 101% 100% 100% 99%
2012 102% 100% 101% 97%
2013 103% 99% 101% 96%
2014 104% 101% 102% 97%
2015 105% 102% 104% 97%
2016 106% 102% 105% 97%
2017 107% 103% 106% 96%
2018 109% 105% 108% 96%

Seit 2008 sind die Vollzeitäquivalente in Nordrhein-Westfalen um acht Prozent gestiegen, während die geleistete Arbeitszeit je Erwerbstätigen um vier Prozent gesunken ist. Die jährliche Arbeitszeit je Erwerbstätigen verringerte sich seit 2008 von 1 410 Stunden auf 1 358 Stunden im Jahr 2018. Diese auseinanderdriftende Entwicklung ist auf die Zunahme atypischer Beschäftigungsverhältnisse zurückzuführen.

Die höchsten Vollzeitäquivalente der kreisfreien Städte und Kreise in NRW ermittelten die Statistiker für Düsseldorf (87 VZÄ je 100 Erwerbstätige) und dem Kreis Gütersloh (86 VZÄ je 100 Erwerbstätige). Die niedrigsten Werte wurden für den Kreis Wesel (79 VZÄ je 100 Erwerbstätige), Oberhausen (80) und den Kreis Heinsberg (81) ermittelt. In Düsseldorf gab es 2018 überdurchschnittlich viele Vollzeitäquivalente im Produzierenden Gewerbe und in den Dienstleistungsbereichen, in denen bessere Möglichkeiten für atypische und Mehrfachbeschäftigung bestehen. Der Kreis Gütersloh wies dagegen überdurchschnittlich viele Vollzeitäquivalente je 100 Erwerbstätige in der Landwirtschaft und im Produzierenden Gewerbe auf.

Im Jahr 2019 fand in Deutschland – wie in den meisten Mitgliedstaaten der Europäischen Union – eine umfassende Revision der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen einschließlich der Erwerbstätigenrechnung statt. Mit den heute veröffentlichten Zahlen vervollständigt der Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder” die revidierten Ergebnisse für die kreisfreien Städte und (Land-)Kreise. Für die geleisteten Arbeitsstunden liegen nunmehr Daten für den gesamten Zeitraum von 2000 bis 2018 vor. Für die Vollzeitäquivalente ist erstmals eine Zeitreihe für die Jahre von 2008 bis 2018 verfügbar. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter der Adresse https://www.statistikportal.de/de/etr. (IT.NRW)

(382 / 20) Düsseldorf, den 19. November 2020

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