Neue Bevölkerungsvorausberechnung für NRW: Rückgang der Einwohnerzahl um 1,7 Prozent bis 2050

Freitag, 4. März 2022

Neue Bevölkerungsvorausberechnung für NRW: Rückgang der Einwohnerzahl um 1,7 Prozent bis 2050

Die Zahl der Einwohner in Nordrhein-Westfalen wird voraussichtlich von 17,93 Millionen im Jahr 2021 auf 17,62 Millionen im Jahr 2050 sinken.

Düsseldorf (IT.NRW). Die Einwohnerzahl in Nordrhein-Westfalen wird laut aktueller Bevölkerungsvorausberechnung von 17,93 Millionen im Jahr 2021 um 1,7 Prozent auf 17,62 Millionen im Jahr 2050 zurückgehen. Die jetzt von Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt vorgelegte Vorausberechnung zeigt die zukünftige Entwicklung der Bevölkerung für alle nordrhein-westfälischen Städte, Gemeinden und Kreise bis zum Jahr 2050 auf.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Bevölkerungsentwicklung in Nordrhein-Westfalens 2021 bis 2050*)
Alter 01.01.2021 01.01.2050
Anteile an der jeweiligen Gesamtbevölkerung
unter 3  2,9 % 2,7 %
3 – 5 2,9 % 2,7 %
6 – 9 3,6 % 3,6 %
10 – 15 5,5 % 5,7 %
16 – 18 2,9 % 3,0 %
19 – 24 6,8 % 6,6 %
25 – 39 18,9 % 18,2 %
40 – 64 35,1 % 31,1 %
65 – 79 14,3 % 15,2 %
80 und mehr 7,0 % 11,3 %
*) Ergebnisse der Bevölkerungsvorausberechnung 2021 bis 2050/2070

Regional werden unterschiedliche Entwicklungen erwartet: Für 17 kreisfreie Städte und Kreise und die Städteregion Aachen erwarten die Statistiker bis zum Jahr 2050 eine Zunahme der Einwohnerzahl. Die höchsten Anstiege werden für die Großstädte entlang der Rheinschiene Bonn (+8,8 Prozent), Köln (+5,0 Prozent) und Düsseldorf (+4,2 Prozent) erwartet. Dem stehen 36 kreisfreie Städte und Kreise gegenüber, für die bis 2050 eine rückläufige Einwohnerzahl prognostiziert wird. Die höchsten Rückgänge zeichnen sich dabei für die Kreise Höxter (−14,3 Prozent), Olpe (−13,3 Prozent) und den Märkischen Kreis (−13,0 Prozent) ab.

Auch bei den kreisangehörigen Gemeinden zeigen sich die regionalen Unterschiede: In 98 der 373 dieser Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen wird die Einwohnerzahl bis zum Jahr 2050 voraussichtlich steigen, während in 275 Gemeinden sinkende Einwohnerzahlen zu erwarten sind.

Die aktuelle Vorausberechnung zeigt auch, dass die Bevölkerung in den Kreisen stärker altern wird als in den kreisfreien Städten: Die höchsten Anstiege des Durchschnittsalters bis 2050 erwarten die Statistiker in den Kreisen Borken, Olpe (jeweils +4,3 Jahre), Coesfeld (+4,0 Jahre), Höxter (+3,9 Jahre) und Steinfurt (+3,8 Jahre).

Die Bevölkerungsvorausberechnung hat Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt im Auftrag der Landesregierung vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Sie zeigt für alle Städte, Gemeinden und Kreise des Landes die zukünftige Bevölkerungsentwicklung nach Alter und Geschlecht für die Jahre von 2021 bis 2050 (jeweils zum 1. Januar). Ergebnisse und Erläuterungen zur Bevölkerungsvorausberechnung stehen jetzt zum Download in der Landesdatenbank NRW bereit:

(IT.NRW)

(72 / 22) Düsseldorf, den 4. März 2022

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