Aktuelle StoryMap zeigt: Im Jahr 2020 starben in NRW 3,3 Prozent mehr Menschen als im Durchschnitt der Jahre von 2017 bis 2019

Freitag, 23. Juli 2021

Aktuelle StoryMap zeigt: Im Jahr 2020 starben in NRW 3,3 Prozent mehr Menschen als im Durchschnitt der Jahre von 2017 bis 2019

3,3 Prozent mehr Sterbefälle in NRW – höchster Anstieg in Remscheid (+9,2 Prozent); höchster Rückgang im Hochsauerlandkreis (−3,8 Prozent).

Düsseldorf (IT.NRW). Die Sterbefälle in Nordrhein-Westfalen waren 2020 um 3,3 Prozent höher als im Durchschnitt der drei Vorjahre (2017 bis 2019). Insgesamt verstarben 2020 in NRW 214 313 Menschen. In den Jahren 2017 bis 2019 waren es im Durchschnitt 207 487 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, stieg im selben Vergleichszeitraum die Sterbehäufigkeit (Gestorbene je Einwohner/in) in NRW um 3,2 Prozent. Im Jahr 2020 kamen 11,9 Sterbefälle auf je 1 000 Einwohner.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Veränderung der Zahl der Sterbefälle in Nordrhein-Westfalen
Monat Veränderung gegenüber dem
Durchschnitt der Vorjahresmonate
der Jahre 2017 bis 2019
Januar −5,3%
Februar −7,2%
März −5,3%
April +7,2%
Mai +0,2%
Juni +2,4%
Juli −4,1%
August +10,4%
September +6,0%
Oktober +5,3%
November +12,0%
Dezember +21,7%

Bei einer Analyse der Sterbefälle nach Altersgruppen zeigt sich, dass die Zunahme der Sterbefälle im Jahr 2020 vor allem auf einen Anstieg der Sterbefälle in der Altersgruppe „80 Jahre und älter” zurückzuführen ist (+7,2 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019). Allerdings altert die Bevölkerung NRWs auch zunehmend. So lag die Anzahl der Menschen im Alter von 80 Jahren und mehr im Jahr 2020 um 8,3 Prozent über dem Durchschnitt der drei Vorjahre. In den anderen Altersgruppen (unter 80 Jahren) verstarben 2020 dagegen weniger Menschen als im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019.

Die prozentuale Zunahme der Sterbefälle schwankte im Jahresverlauf 2020: Während in den ersten drei Monaten die Zahl der Sterbefälle in NRW unter dem Niveau des Vergleichszeitraums der drei Vorjahre lag, war sie im April um 7,2 Prozent höher als im Durchschnitt der Aprilmonate der drei Vorjahre. Der höchste prozentuale Anstieg entfiel auf das Jahresende: Im Dezember lagen die Sterbefälle in NRW um 21,7 Prozent über dem Durchschnitt der Dezembermonate der Jahre 2017 bis 2019.

Auch regional zeigen sich innerhalb Nordrhein-Westfalens Unterschiede: Von allen kreisfreien Städten und Kreisen des Landes gab es 2020 in Remscheid mit 9,2 Prozent den höchsten prozentualen Anstieg im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019. Den stärksten prozentualen Rückgang der Sterbefälle verzeichnete der Hochsauerlandkreis mit 3,8 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der drei Vorjahre.

Die Statistiker weisen zudem darauf hin, dass die Sterbefallstatistik nur die Fallzahlen aufzeigt. Todesursachen oder kausale Zusammenhänge lassen sich hierdurch nicht direkt ableiten.

Diese und weitere interessante Informationen zu den Sterbefällen im Jahr 2020 wurden in einer StoryMap unter dem Titel „Sterbefälle 2020 – Welche Besonderheiten zeigen sich für NRW?” zusammengestellt. In diesem digitalen Format können Interessierte, interaktiv tiefer in die Ergebnisse eintauchen. Die StoryMap finden Sie im
Internet unter https://url.nrw/Mortalitäts-Story. (IT.NRW)

(284 / 21) Düsseldorf, den 23. Juli 2021

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