NRW: 17,0 Prozent weniger Verbraucher-, aber 3,0 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen im August 2022

Dienstag, 11. Oktober 2022

NRW: 17,0 Prozent weniger Verbraucher-, aber 3,0 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen im August 2022

Im August 2022 wurden in NRW 310 Unternehmens- und 1 290 Verbraucherinsolvenzverfahren beantragt. Von den Unternehmensinsolvenzen waren 830 Arbeitnehmer betroffen.

Düsseldorf (IT.NRW). Im August 2022 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 1 990 Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren gestellt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 13,0 Prozent weniger als im August 2021 (damals: 2 288 Verfahren) und 4,7 Prozent weniger als im Vormonat (Juli 2022: 2 089 Verfahren).

310 der beantragten Insolvenzverfahren betrafen Unternehmen. Das waren 3,0 Prozent mehr als im August 2021 (damals: 301 Verfahren) und 7,3 Prozent mehr als im Juli 2022 (damals: 289 Verfahren). Von den im August 2022 beantragten Unternehmensinsolvenzen waren zum Zeitpunkt der Antragstellung 830 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen, das waren 29,9 Prozent mehr als im Vormonat (Juli 2022: 639).

  • Tabellarische Daten der Grafik
Beantragte Insolvenzverfahren in Nordrhein-Westfalen
Monat Insolvenzen insgesamt Zu- bzw. Abnahme*) der
Insolvenzen insgesamt
darunter
Unternehmens-
insolvenzen
Verbraucher-
insolvenzen
August 2021 2 288 +142,9 % 301 1 555
September 2021 2 379 +245,8 % 328 1 608
Oktober 2021 2 285 +165,1 % 277 1 578
November 2021 2 331 +139,8 % 253 1 617
Dezember 2021 2 460 +100,7 % 325 1 673
Januar 2022 2 155 +8,3 % 297 1 447
Februar 2022 2 068 −16,3 % 266 1 382
März 2022 2 545 −27,4 % 349 1 726 
April 2022 2 045 −23,3 % 313 1 345
Mai 2022 2 178  −4,7 % 285 1 462
Juni 2022 2 114 −20,2 % 295 1 398
Juli 2022 2 089 −22,7 % 289 1 409
August 20221) 1 990 −13,0 % 310 1 290
*) gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat; 1) vorläufige, gerundete Ergebnisse;
Hinweis: Das Ende 2020 beschlossene Gesetz zur weiteren Verkürzung der Restschuldbefreiung hat vermutlich zu einem Rückgang der Verbraucherinsolvenzen im zweiten Halbjahr 2020 (Daten hier nicht mehr enthalten) und einem Anstieg im Jahr 2021 geführt.

Die Zahl der Insolvenzverfahren von Verbrauchern (dazu zählen Arbeitnehmer, Rentner oder Erwerbslose) sank gegenüber August 2021 (damals: 1 555) um 17,0 Prozent auf 1 290 Anträge; gegenüber dem Vormonat (Juli 2022: 1 409 Verfahren) lag der Rückgang der Verbraucherinsolvenzen bei 8,4 Prozent. Neben Verbrauchern und Unternehmen gab es noch 390 sonstige Schuldner, die im August 2022 einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt haben. (IT.NRW)

(417 / 22) Düsseldorf, den 11. Oktober 2022

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