NRW: 18,3 Prozent weniger Unternehmens- und 23,7 Prozent weniger Verbraucherinsolvenzen im Juli 2022

Dienstag, 13. September 2022

NRW: 18,3 Prozent weniger Unternehmens- und 23,7 Prozent weniger Verbraucherinsolvenzen im Juli 2022

Im Juli 2022 wurden in NRW insgesamt 2 090 Insolvenzverfahren beantragt. Das waren 22,7 Prozent weniger als im Juli 2021. 290 der beantragten Verfahren betrafen Unternehmen und 1 410 Verbraucher.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Juli 2022 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 2 090 Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren gestellt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 22,7 Prozent weniger als im Juli 2021 (damals: 2 704 Verfahren) und 1,1 Prozent weniger als im Vormonat (Juni 2022: 2 114 Verfahren).

290 der beantragten Insolvenzverfahren betrafen Unternehmen. Das waren 18,3 Prozent weniger als im Juli 2021 (damals: 355 Verfahren) und 1,7 Prozent weniger als im Vormonat (Juni 2022: 295 Verfahren). Von den im Juli 2022 beantragten Unternehmensinsolvenzen waren zum Zeitpunkt der Antragstellung 630 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen, das waren 71,6 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahresmonat (Juli 2021: 2 216).

  • Tabellarische Daten der Grafik
Beantragte Insolvenzverfahren in Nordrhein-Westfalen
Monat Insolvenzen insgesamt Zu- bzw. Abnahme*) der
Insolvenzen insgesamt
darunter
Unternehmens-
insolvenzen
Verbraucher-
insolvenzen
Juli 2021 2 704 +52,0 % 355 1 847
August 2021 2 288 +142,9 % 301 1 555
September 2021 2 379 +245,8 % 328 1 608
Oktober 2021 2 285 +165,1 % 277 1 578
November 2021 2 331 +139,8 % 253 1 617
Dezember 2021 2 460 +100,7 % 325 1 673
Januar 2022 2 155 +8,3 % 297 1 447
Februar 2022 2 068 −16,3 % 266 1 382
März 2022 2 545 −27,4 % 349 1 726
April 2022 2 045 −23,3 % 313 1 345
Mai 2022 2 178 −4,7 % 285 1 462
Juni 2022 2 114 −20,2 % 295 1 398
Juli 2022**) 2 090 −22,7 % 290 1 410
*) gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat; **) vorläufige, gerundete Ergebnisse;
Hinweis: Das Ende 2020 beschlossene Gesetz zur weiteren Verkürzung der Restschuldbefreiung hat vermutlich zu einem Rückgang der Verbraucherinsolvenzen im zweiten Halbjahr 2020 (Daten hier nicht mehr enthalten) und einem Anstieg im Jahr 2021 geführt.

Die Zahl der Insolvenzverfahren von Verbrauchern (dazu zählen Arbeitnehmer, Rentner oder Erwerbslose) sank gegenüber Juli 2021 (damals: 1 847) um 23,7 Prozent auf 1 410 Anträge, gegenüber dem Vormonat (Juni 2022: 1 398 Verfahren) stieg die Zahl der Verbraucherinsolvenzen um 0,9 Prozent. Neben Verbrauchern und Unternehmen gab es noch 390 sonstige Schuldner, die im Juli 2022 einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt haben. (IT.NRW)

(380 / 22) Düsseldorf, den 13. September 2022

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