NRW-Gastgewerbe setzte im April 2022 mehr als doppelt soviel um wie ein Jahr zuvor, aber 23,3 Prozent weniger als im April 2019

Donnerstag, 23. Juni 2022

NRW-Gastgewerbe setzte im April 2022 mehr als doppelt soviel um wie ein Jahr zuvor, aber 23,3 Prozent weniger als im April 2019

Im Beherbergungsgewerbe war der Umsatz real um 242,9 Prozent höher als vor einem Jahr; im Vergleich zum April 2019 sank hier der Umsatz aber um 22,1 Prozent.

Düsseldorf (IT.NRW). Der Umsatz im nordrhein-westfälischen Gastgewerbe war im April 2022 real – also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung – um 110,4 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahresmonat. Gegenüber April 2019 sanken die Umsätze aber um 23,3 Prozent. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, stieg der Umsatz nominal um 122,8 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat (März 2022) lag der Anstieg bei 0,4 Prozent. Die Beschäftigtenzahl im Gastgewerbe war im April 2022 um 24,3 Prozent höher als im April 2021.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Reale Umsatzentwicklung im NRW-Gastgewerbe*)
Monat Veränderung zum Vorjahresmonat
in Prozent
Messziffer
2015 = 100
Beherbergung Gastronomie Gastgewerbe insgesamt
April 2021 +61,8 +15,0 +35,7
Mai 2021 +11,1 −6,6 +41,6
Juni 2021 +13,9 +7,3 +65,6
Juli 2021 +17,4 +8,8 +77,6
August 2021 +22,6 +5,3 +82,6
September 2021 +29,7 +5,9 +85,8
Oktober 2021 +72,9 +20,4 +90,0
November 2021 +247,1 +83,5 +79,0
Dezember 2021 +205,2 +87,8 +73,0
Januar 2022 +173,9 +86,8 +61,9
Februar 2022 +184,3 +85,3 +61,3
März 2022 +199,1 +89,9 +75,5
April 2022 +242,9 +83,9 +75,1
*) Januar 2021 bis April 2022 vorläufige Ergebnisse

In der Beherbergung war der Umsatz real um 242,9 Prozent höher als im April 2021. Im Vergleich zum Vormonat (Februar 2022) stieg der Umsatz um 10,2 Prozent. Verglichen mit April 2019 gab es aber einen Umsatzrückgang von 22,1 Prozent. Die Gastronomieunternehmen verbuchten einen um 83,9 Prozent höheren Umsatz als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zum Vormonat (März 2022) gab es einen Anstieg um 2,6 Prozent, gegenüber April 2019 einen Rückgang (−23,9 Prozent).

Im von der Pandemie besonders betroffenen Hotelgewerbe war der Umsatz real um 267,1 Prozent höher als vor einem Jahr; im Vergleich zum April 2019 sank hier der Umsatz um 22,5 Prozent. In der ausschankgeprägten Gastronomie stieg der reale Umsatz um 202,0 Prozent; gegenüber April 2019 sank er dagegen um 40,6 Prozent. Einen Anstieg von 91,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbuchten Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben und Cafés; verglichen zum April 2019 sanken die Umsätze hier um 22,4 Prozent.

Für die ersten vier Monate des Jahres 2022 ermittelten die Statistiker für das nordrhein-westfälische Gastgewerbe ein reales Umsatzplus von 105,7 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum; nominal stiegen die Umsätze um 116,0 Prozent.

Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass in der aktuellen Corona-Krise – insbesondere in den Lockdownphasen – sehr unterschiedliche Ergebnisse im Vorjahresmonatsvergleich auftreten können. Um einen aussagekräftigen Vergleich zum Vorkrisenniveau zu ermöglichen, wird seit Berichtsmonat März 2021 zusätzlich ein Vergleich zu den entsprechenden Monatsergebnissen des Jahres 2019 dargestellt.

Frühere Ergebnisse und Daten für weitere Wirtschaftszweige im Gastgewerbe stehen in der Landesdatenbank NRW zum Abruf bereit.

IT.NRW erhebt und veröffentlicht als Statistisches Landesamt zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für eine informierte demokratische Gesellschaft leisten. Nur auf Basis aussagekräftiger statistischer Daten können Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft getroffen werden. (IT.NRW)

(260 / 22) Düsseldorf, den 23. Juni 2022

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