NRW-Inflationsrate liegt im Dezember 2022 bei 8,7 Prozent
Düsseldorf (IT.NRW). Der Verbraucherpreisindex für Nordrhein-Westfalen ist von Dezember 2021 bis Dezember 2022 um 8,7 Prozent gestiegen (Basisjahr 2015 = 100). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, sank der Preisindex gegenüber dem Vormonat (November 2022) um 1,0 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2022 stieg der Preisindex im Vergleich zu 2021 um 8,2 Prozent.
| Verbraucherpreisindex für Nordrhein-Westfalen – Veränderungen in Prozent – |
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|---|---|---|
| Monat | Monatsabstand | Jahresabstand |
| Dezember 2021 | +0,5 | +5,2 |
| Januar 2022 | +0,7 | +5,1 |
| Februar 2022 | +1,0 | +5,3 |
| März 2022 | +2,7 | +7,6 |
| April 2022 | +0,6 | +7,7 |
| Mai 2022 | +0,9 | +8,1 |
| Juni 2022 | −0,1 | +7,5 |
| Juli 2022 | +1,1 | +7,8 |
| August 2022 | +0,3 | +8,1 |
| September 2022 | +1,8 | +10,1 |
| Oktober 2022 | +1,2 | +11,0 |
| November 2022 | −0,8 | +10,4 |
| Dezember 2022 | −1,0 | +8,7 |
| (Basis 2015 = 100) | ||
Gegenüber dem Vormonat (November 2022) verteuerten sich vor allem Nahrungsmittel wie beispielsweise Weintrauben (+19,8 Prozent) und Gurken (+11,5 Prozent). Günstiger wurden insbesondere Haushaltsenergien (−14,3 Prozent) angeboten. Hierzu zählen u. a. Fernwärme (−38,9 Prozent), Gas einschließlich Betriebskosten (−24,3 Prozent) und Brennholz, Holzpellets u. Ä. (−14,8 Prozent).
| Verbraucherpreisindex für Nordrhein-Westfalen – Jahresdurchschnittsveränderung in Prozent – |
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|---|---|
| Jahr | Jahredurchschnittsrate |
| 2012 | +1,9 |
| 2013 | +1,7 |
| 2014 | +1,1 |
| 2015 | +0,6 |
| 2016 | +0,5 |
| 2017 | +1,5 |
| 2018 | +1,7 |
| 2019 | +1,5 |
| 2020 | +0,5 |
| 2021 | +3,2 |
| 2022 | +8,2 |
Im Durchschnitt des Jahres 2022 stieg in NRW der Preisindex gegenüber 2021 um 8,2 Prozent. Überdurchschnittlich hoch waren die Preissteigerungen im Jahresdurchschnitt bei den Haushaltsenergien (+44,6 Prozent); darunter Heizöl einschließlich Betriebskosten (+70,1 Prozent), Brennholz, Holzpellets u. Ä. (+51,0 Prozent) sowie Gas einschließlich Betriebskosten (+54,1 Prozent). Außerdem zogen auch die Preise für Nahrungsmittel (+14,4 Prozent) überdurchschnittlich an. Hier sind z. B. Butter (+39,4 Prozent), Quark (+34,5 Prozent) und Nudeln (+31,7 Prozent) zu nennen. Im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt sanken vor allem die Preise bei der sog. kombinierten Personenbeförderung (−16,3 Prozent), aber auch die für die stationäre (−7,8 Prozent) und ambulante Pflege für gesetzlich Versicherte (−2,0 Prozent).
Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, wirkten u. a. Folgende Maßnahmen der Bundesregierung im Jahr 2022 preisdämpfend auf die Verbraucherpreise:
- die „Dezember-Einmalzahlung” zur Entlastung der privaten Haushalte für Erdgas und Fernwärme; allerdings ist dieser Dämpfungseffekt auf die Verbraucherpreise nur teilweise gegeben, da nicht alle privaten Haushalte von der Maßnahme im Dezember 2022 profitieren; insbesondere Mieterinnen und Mieter ohne eigenen Gas- und Fernwärmeversorgungsvertrag erhalten die Entlastung erst später, zum Beispiel über eine Rückzahlung oder als Verrechnung mit der jährlichen Kostenabrechnung; alle Rückzahlungen oder Verrechnungen, die nicht eindeutig dem Berichtsmonat Dezember direkt zuzuordnen sind, können im Verbraucherpreisindex nicht berücksichtigt werden
- das 9-Euro-Ticket, das von Juni 2022 bis August 2022 für 9,00 Euro pro Monat Fahrten in allen öffentlichen Verkehrsmitteln des Regional- und Nahverkehrs in ganz Deutschland ermöglichte
- die Pflegereform, die bei Pflegedienstleistungen seit Anfang 2022 einen sog. Leistungszuschlag auf die Pflege- und die Ausbildungskosten vorsieht. (IT.NRW)
(002 / 23) Düsseldorf, den 3. Januar 2023
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