Außenhandel mit Medizintechnik: Einfuhr von Beatmungsgeräten nach NRW im Jahr 2020 um 87,8 Prozent gestiegen

Montag, 15. März 2021

Außenhandel mit Medizintechnik: Einfuhr von Beatmungsgeräten nach NRW im Jahr 2020 um 87,8 Prozent gestiegen

Im Jahr 2020 war der Wert der Importe von Geräten für die Sauerstoff- und Beatmungstherapie nach Nordrhein-Westfalen um 87,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2020 war der Wert der Importe von Geräten für die Sauerstoff- und Beatmungstherapie nach Nordrhein-Westfalen um 87,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, lag der Wert der Einfuhren bei 73,4 Millionen Euro. Der Exportwert für solche Geräte erhöhte sich im selben Zeitraum um 40,1 Prozent auf 173,5 Millionen Euro.

Die Ausfuhren von Medizintechnik (jeglicher Art) gingen 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 15,8 Prozent zurück und lagen im Jahr 2020 bei rund 2,6 Milliarden Euro. Die Importe waren mit 1,2 Milliarden Euro um 16,5 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

  • Tabellarische Daten der Grafik
NRW-Außenhandel mit Geräten für die Sauerstoff- und Beatmungstherapie 
Zeitraum Ausfuhrwert Einfuhrwert
in Millionen Euro
1. Quartal 2017 25,9 10,0
2. Quartal 2017 27,3 9,4
3. Quartal 2017 23,7 9,3
4. Quartal 2017 24,3 6,5
1. Quartal 2018 22,6 11,8
2. Quartal 2018 26,5 11,2
3. Quartal 2018 32,2 11,3
4. Quartal 2018 38,0 9,7
1. Quartal 2019 28,3 8,4
2. Quartal 2019 30,2 12,2
3. Quartal 2019 31,8 9,5
4. Quartal 2019 33,6 9,0
1. Quartal 2020 36,9 16,0
2. Quartal 2020 50,8 16,6
3. Quartal 2020 48,4 18,9
4. Quartal 2020 37,4 22,0
  • Tabellarische Daten der Grafik
NRW-Außenhandel mit Geräten für die Sauerstoff- und Beatmungstherapie
Zeitraum Ausfuhrwert Einfuhrwert
Veränderung zum Vorjahr*)
*) gegenüber dem entsprechenden Quartal des Vorjahres
1. Quartal 2017 −14,0 % −10,1 %
2. Quartal 2017 +12,5 % −34,2 %
3. Quartal 2017 −19,4 % −10,0 %
4. Quartal 2017 −13,6 % −29,1 %
1. Quartal 2018 −12,8 % +18,0 %
2. Quartal 2018 −3,0 % +18,4 %
3. Quartal 2018 +35,6 % +21,4 %
4. Quartal 2018 +56,8 % +49,9 %
1. Quartal 2019 +25,4 % −28,5 %
2. Quartal 2019 +13,9 % +9,2 %
3. Quartal 2019 −1,3 % −16,1 %
4. Quartal 2019 −11,7 % −7,2 %
1. Quartal 2020 +30,4 % +90,3 %
2. Quartal 2020 +68,3 % +35,8 %
3. Quartal 2020 +52,5 % +99,8 %
4. Quartal 2020 +11,3 % +143,0 %

Etwa zwei Drittel der eingeführten Beatmungsgeräte kamen 2020 aus Nicht-EU-Ländern nach NRW. 26,6 Prozent stammten aus der Volksrepublik China (46,1 Millionen Euro; +63,9 Prozent gegenüber 2019) und weitere 20,9 Prozent aus den Vereinigten Staaten von Amerika (36,3 Millionen Euro; −16,0 Prozent). Die NRW-Exporte von Beatmungsgeräten gingen überwiegend in das Vereinigte Königreich (13,7 Millionen Euro; +322,2 Prozent) und nach Italien (13,1 Millionen Euro; +50,2 Prozent).

Außerdem importierte die NRW-Wirtschaft im Jahr 2020 Atmungsapparate, -geräte und Gasmasken im Wert von 10,9 Millionen Euro (+72,0 Prozent); der Wert der entsprechenden Exporte belief sich auf 95,3 Millionen Euro (+28,4 Prozent).

  • Tabellarische Daten der Grafik
NRW-Außenhandel Atmungsapparaten und -geräten sowie Gasmasken
Zeitraum Ausfuhrwert Einfuhrwert
in Millionen Euro
1. Quartal 2017 9,4 1,3
2. Quartal 2017 10,6 2,0
3. Quartal 2017 11,3 1,6
4. Quartal 2017 9,0 1,4
1. Quartal 2018 11,8 1,2
2. Quartal 2018 13,5 1,8
3. Quartal 2018 15,4 2,4
4. Quartal 2018 19,7 2,1
1. Quartal 2019 22,9 1,7
2. Quartal 2019 17,4 1,9
3. Quartal 2019 16,4 1,5
4. Quartal 2019 17,5 1,3
1. Quartal 2020 21,1 3,2
2. Quartal 2020 27,1 3,4
3. Quartal 2020 21,9 2,5
4. Quartal 2020 25,2 1,9
  • Tabellarische Daten der Grafik
NRW-Außenhandel Atmungsapparaten und -geräten sowie Gasmasken
Zeitraum Ausfuhrwert Einfuhrwert
Veränderung zum Vorjahr*)
*) gegenüber dem entsprechenden Quartal des Vorjahres
1. Quartal 2017 +8,1 % −40,7 %
2. Quartal 2017 −0,3 % +7,4 %
3. Quartal 2017 +42,7 % +46,3 %
4. Quartal 2017 +9,4 % −4,5 %
1. Quartal 2018 +25,2 % −5,4 %
2. Quartal 2018 +27,3 % −8,5 %
3. Quartal 2018 +35,9 % +49,6 %
4. Quartal 2018 +118,6 % +48,9 %
1. Quartal 2019 +94,4 % +38,3 %
2. Quartal 2019 +28,5 % +0,4 %
3. Quartal 2019 +6,5 % −38,1 %
4. Quartal 2019 −11,1 % −35,8 %
1. Quartal 2020 −7,7 % +86,4 %
2. Quartal 2020 +55,7 % +81,1 %
3. Quartal 2020 +33,5 % +72,6 %
4. Quartal 2020 +43,8 % +39,9 %

Hauptimportländer von Atmungsapparaten waren im Jahr 2020 Polen (32,1 Millionen Euro; +86,0 Prozent) und das Vereinigte Königreich (26,2 Millionen Euro; −0,3 Prozent). Fast die Hälfte der exportierten Atmungsapparate sind in die Vereinigten Staaten von Amerika (5,2 Millionen Euro; +49,1 Prozent) gegangen. Zweitgrößter Abnehmer war Italien (1,4 Millionen Euro; +1 975,4 Prozent).

Die Statistiker weisen darauf hin, dass hier einerseits die Im- und Exportwerte von Apparaten und Geräten für Ozon-, Sauerstoff- oder Aerosoltherapie, Beatmungsapparate zum Wiederbeleben und Geräte für Atmungstherapie (Warennummer 90192000) und andererseits Im- und Exportwerte weiterer Atmungsapparate und -geräte sowie Gasmasken mit mechanischen oder auswechselbaren Teilen (Warennummer 90202000) betrachtet werden. Unter Medizintechnik (jeglicher Art) wurden hier die Warennummern von 90182000 bis 90222000 betrachtet.

Da in den Importen auch Lieferungen nach NRW enthalten sind, die hier auf Lager genommen und anschließend in andere Bundesländer weitergeleitet werden, ist eine Saldierung von Exporten und Importen nur begrenzt sinnvoll. (IT.NRW)

(87 / 21) Düsseldorf, den 15. März 2021

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