Im Juni 2022 setzte das NRW-Gastgewerbe 41,1 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor, aber 12,2 Prozent weniger als im Juni 2019

Montag, 22. August 2022

Im Juni 2022 setzte das NRW-Gastgewerbe 41,1 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor, aber 12,2 Prozent weniger als im Juni 2019

Im Beherbergungsgewerbe war der Umsatz im Juni 2021 real um 111,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor; im Vergleich zum Juni 2019 sank der Umsatz hier aber um 10,4 Prozent.

Düsseldorf (IT.NRW). Der Umsatz im nordrhein-westfälischen Gastgewerbe war im Juni 2022 real – also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung – um 41,1 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahresmonat. Gegenüber Juni 2019 sank der Umsatz aber um 12,2 Prozent. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, stieg der Umsatz nominal um 49,8 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat (Mai 2022) lag der Anstieg bei 1,9 Prozent. Die Beschäftigtenzahl im Gastgewerbe war im Juni 2022 um 17,0 Prozent höher als im Juni 2021.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Reale Umsatzentwicklung im NRW-Gastgewerbe*)
Monat Veränderung zum Vorjahresmonat
in Prozent
Messziffer
2015 = 100
Beherbergung Gastronomie Gastgewerbe insgesamt
Juni 2021 +13,9 +7,6 +65,7
Juli 2021 +17,2 +8,9 +77,7
August 2021 +22,6 +5,5 +82,8
September 2021 +29,7 +5,9 +85,8
Oktober 2021 +72,9 +20,4 +90,0
November 2021 +247,1 +83,5 +79,0
Dezember 2021 +205,2 +88,0 +73,0
Januar 2022 +173,3 +86,8 +61,8
Februar 2022 +184,3 +84,7 +61,1
März 2022 +198,7 +92,5 +76,3
April 2022 +252,8 +94,7 +78,7
Mai 2022 +289,2 +89,0 +92,0
Juni 2022 +111,8 +23,9 +92,6
*) Januar 2021 bis Juni 2022 vorläufige Ergebnisse

In der Beherbergung war der Umsatz real um 111,8 Prozent höher als im Juni 2021. Gegenüber dem Vormonat war dies ein Plus von 4,5 Prozent. Verglichen mit dem Umsatz vom Juni 2019 gab es einen Umsatzrückgang von 10,4 Prozent. Die Gastronomieunternehmen verbuchten um 23,9 Prozent höhere Umsätze als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Umsatz um 0,9 Prozent; gegenüber Juni 2019 sank er um 13,0 Prozent.

Im von der Pandemie besonders betroffenen Hotelgewerbe war der Umsatz real um 117,3 Prozent höher als vor einem Jahr; im Vergleich zum Juni 2019 sanken die Umsätze um 10,9 Prozent. In der ausschankgeprägten Gastronomie stieg der reale Umsatz um 33,5 Prozent; gegenüber Juni 2019 sank er hingegen um 32,0 Prozent. Einen Anstieg von 16,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbuchten die Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben und Cafés; verglichen zum Juni 2019 sanken die Umsätze hier um 12,0 Prozent.

Für die ersten sechs Monate des Jahres 2022 ermittelten die Statistiker für das nordrhein-westfälische Gastgewerbe ein reales Umsatzplus von 92,6 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum; nominal stiegen die Umsätze um 103,0 Prozent.

Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass in der aktuellen Corona-Krise – insbesondere in den Lockdownphasen – sehr unterschiedliche Ergebnisse im Vorjahresmonatsvergleich auftreten können. Um einen aussagekräftigen Vergleich zum Vorkrisenniveau zu ermöglichen, wird seit Berichtsmonat März 2021 zusätzlich ein Vergleich zu den entsprechenden Monatsergebnissen des Jahres 2019 dargestellt.

Frühere Ergebnisse und Daten für weitere Wirtschaftszweige im Gastgewerbe stehen in der Landesdatenbank NRW zum Abruf bereit.

IT.NRW erhebt und veröffentlicht als Statistisches Landesamt zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für eine informierte demokratische Gesellschaft leisten. Nur auf Basis aussagekräftiger statistischer Daten können Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft getroffen werden. (IT.NRW)

(353 / 22) Düsseldorf, den 22. August 2022

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