NRW: 14,8 Prozent weniger Unternehmens- und 21,6 Prozent weniger Verbraucherinsolvenzen im Februar 2022

Freitag, 8. April 2022

NRW: 14,8 Prozent weniger Unternehmens- und 21,6 Prozent weniger Verbraucherinsolvenzen im Februar 2022

2 070 Anträge auf Insolvenzverfahren wurden im Februar 2022 in Nordrhein-Westfalen gestellt. Das waren 16,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Februar 2022 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 2 070 Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren gestellt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 16,2 Prozent weniger als im Februar 2021 (damals: 2 471 Verfahren) und 3,9 Prozent weniger als im Januar 2022 (2 155 Verfahren).

270 der beantragten Insolvenzverfahren betrafen Unternehmen. Das waren 14,8 Prozent weniger als im Februar 2021 (damals: 317 Verfahren) und 9,1 Prozent weniger als im Januar 2022 (damals: 297 Verfahren). Von den im Februar 2022 beantragten Unternehmensinsolvenzen waren zum Zeitpunkt der Antragstellung 920 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen, das waren 33,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Beantragte Insolvenzverfahren in Nordrhein-Westfalen
Monat Insolvenzen insgesamt Zu- bzw. Abnahme*) der
Insolvenzen insgesamt
Darunter
Unternehmens-
insolvenzen
Verbraucher-
insolvenzen
Februar 2020 1 914 −5,9 % 414 1 178
März 2020 2 036 −8,3 % 409 1 277
April 2020 1 308 −41,8 % 326 727
Mai 2020 1 941 −15,0 % 423 1 125
Juni 2020 1 927 −4,0 % 338 1 231
Juli 2020 1 779 −21,8 % 428 1 007
August 2020 942 −54,6 % 296 429
September 2020 688 −66,0 % 301 236
Oktober 2020 862 −62,2 % 316 374
November 2020 972 −47,3 % 287 466
Dezember 2020**) 1 226 −14,2 % 326 688
Januar 2021 1 990 −12,4 % 364 1 273
Februar 2021 2 471 +29,1 % 317 1 761
März 2021 3 504 +72,1 % 384 2 517
April 2021 2 665 +103,7 % 392 1 736
Mai 2021 2 285 +17,7 % 312 1 505
Juni 2021 2 649 +37,5 % 342 1 836
Juli 2021 2 704 +52,0 % 355 1 847
August 2021 2 288 +142,9 % 301 1 555
September 2021 2 379 +245,8 % 328 1 608
Oktober 2021 2 285 +165,1 % 277 1 578
November 2021 2 331 +139,8 % 253 1 617
Dezember 2021 2 460 +100,7 % 325 1 673
Januar 2022 2 155 +8,3 % 297 1 447
Februar 2022***) 2 070 −16,2 % 270 1 380
*) gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat; **) einschl. 111 nachgemeldete Verfahren (5 Unternehmen, 106 Verbraucher) des Amtsgerichtes Mönchengladbach aus dem ersten Halbjahr 2020; Hinweis: Das Ende 2020 beschlossene Gesetz zur weiteren Verkürzung der Restschuldbefreiung hat vermutlich zu dem Rückgang der Verbraucherinsolvenzen im zweiten Halbjahr 2020 und dem Anstieg im Jahr 2021 geführt; ***) vorläufige, gerundete Ergebnisse.

Die Zahl der Insolvenzverfahren von Verbrauchern (dazu zählen Arbeitnehmer, Rentner oder Erwerbslose) sank gegenüber Februar 2021 um 21,6 Prozent auf 1 380 Anträge; gegenüber dem Vormonat (Januar 2022: 1 447 Verfahren) sank die Zahl der Verbraucherinsolvenzen um 4,6 Prozent. In den ersten zwei Monaten scheint sich die Zahl der Verbraucherinsolvenzen wieder dem Vorkrisenniveau von 2019 (Zwölfmonatsdurchschnitt: 1 316) anzunähern. Neben Verbrauchern und Unternehmen beantragten noch 420 sonstige Antragsteller die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. (IT.NRW)

(132 / 22) Düsseldorf, den 8. April 2022

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