NRW: Herzinsuffizienz war 2020 der häufigste Grund für eine stationäre Krankenhausbehandlung

Mittwoch, 6. April 2022

NRW: Herzinsuffizienz war 2020 der häufigste Grund für eine stationäre Krankenhausbehandlung

In 47 Kreisen und kreisfreien Städten NRWs war Herzinsuffizienz im Jahr 2020 der häufigste Grund für eine stationäre Behandlung im Krankenhaus.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2020 wurden 4,1 Millionen Patientinnen und Patienten (inkl. Neugeborene) aus einer vollstationären Behandlung in nordrhein-westfälischen Krankenhäusern entlassen, Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand von Ergebnissen der amtlichen Diagnosenstatistik mitteilt, waren das 13,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (2019: 4,7 Millionen). Lässt man die klinischen Versorgung gesunder Neugeborener mal außer Betracht, war Herzinsuffizienz mit 93 113 Fällen der häufigste Grund für einen vollstationären Krankenhausaufenthalt. An zweiter Stelle lag Vorhofflattern bzw. -flimmern (72 880 Fälle), gefolgt von psychischen und Verhaltensstörungen durch Alkohol (55 444 Fälle).

  • Tabellarische Daten der Grafik
Aus nordrhein-westfälischen Krankenhäusern im Jahr 2020 entlassene Patienten
– Top-10 der häuftigsten Diagnosen –
Diagnose Insgesamt Davon
Männer Frauen
Angina pectoris 48 082 30 745 17 337
Bronchien- u. Lungenkrebs 48 237 27 912 20 325
sonst. chron. obstruktive Lungenkrankheit 48 397 25 468 22 929
Cholelithiasis 48 459 18 472 29 987
essentielle Hypertonie 48 929 15 652 33 277
intrakranielle Verletzung 49 436 25 206 24 230
Hirninfarkt 51 459 26 901 24 558
psych. u. Verhaltensstörungen d. Alkohol 55 444 40 219 15 225
Vorhofflattern und -flimmern 72 880 37 961 34 919
Herzinsuffizienz 93 113 46 531 46 582

Das Durchschnittsalter der im Jahr 2020 stationär Behandelten lag bei 56 Jahren. 52,5 Prozent waren Frauen und 47,5 Prozent Männer. Bei Männern war Herzinsuffizienz (46 531 Fälle) häufigster Anlass für einen Krankenhausaufenthalt; auf Paltz zwei lagen psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol (40 219 Fälle), gefolgt von Vorhofflattern bzw. -flimmern (37 961 Fälle). Bei Frauen waren Herzinsuffizienz (46 582 Fälle), Vorhofflattern bzw. -flimmern (34 919 Fälle) und essentielle (primäre) Hypertonie (33 277) die am häufigsten gestellten Diagnosen.

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, zeigte sich bei der Betrachtung nach dem Wohnort der Patienten, dass im Jahr 2020 Herzinsuffizienz in 47 von 53 Kreisen und kreisfreien Städten des Landes der häufigste Anlass für vollstationäre Krankenhausaufenthalte war. Bei Patienten aus dem Rhein-Sieg-Kreis, Bonn und dem Kreis Euskirchen war Vorhofflattern bzw. -flimmern der häufigste Grund für eine stationäre Aufnahme. Bei Patient(inn)en aus Bottrop wurde Angina pectoris als häufigster Behandlungsgrund diagnostiziert, bei Patienten mit dem Wohnort Münster waren psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol und bei Patienten aus Hamm essentielle (primäre) Hypertonie die Hauptdiagnosen.

IT.NRW als Statistisches Landesamt erhebt und veröffentlicht zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für eine informierte demokratische Gesellschaft leisten. Nur auf Basis aussagekräftiger statistischer Daten können Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft getroffen werden. (IT.NRW)

(126 / 22) Düsseldorf, den 6. April 2022

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